Nach Testlauf kommt Anwohnerbefragung

Im Juli Flohmarkt in der Goethestraße

Regina Hohmann

Kassel. Die Goethestraße ist zu einem attraktiven Boulevard umgebaut worden. Jetzt gilt es, ihn auch angemessen zu beleben. Regina Hohmann könnte sich im Abschnitt Haltestelle Annastraße bis zur Germaniastraße samstags einen regelmäßigen Flohmarkt vorstellen.

Die professionelle Flohmarktbetreiberin aus Fulda-brück-Bergshausen, die unter anderem den Flohmarkt auf der Wilhelmsstraße organisiert, stellte sich und ihre Idee während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Vorderer Westen vor.

Es solle ein schöner, ansprechender Flohmarkt werden, auf dem echter Trödel und selbst gefertigtes Kunsthandwerk feilgeboten werden und auf keinen Fall Neuwaren à la Handyhüllen und anderes. Hinter den Ständen werden die Händler nicht ihre Autos parken, versprach Hohmann.

Der Aufbau solle nicht vor 7 Uhr geschehen. Außerdem sorge sie als Veranstalterin für Toilettenwagen und andere Elemente der Infrastruktur.

Die Ortsbeiratsmitglieder hörten sich die Ausführungen Hohmanns wohlwollend, aber kritisch an. „Ein Flohmarkt auf der Goethestraße ist nicht unproblematisch“, sagte Annette Blumenschein (SPD). Auch solle der Takt nicht zu kurz sein. Hohmann hatte eine Flohmarktveranstaltung pro Sommermonat vorgeschlagen.

Blumenschein: „Es darf nicht überhand nehmen.“ Ihr Fazit: „Man müsste es einmal ausprobieren.“ Hier war sich die Mehrzahl der Ortsbeiratsmitlieder einig. Aber auch darin herrscht Konsens: In jedem Fall aber müssten die Anwohner bei einer Entscheidung einbezogen werden.

Das solle nach einer ersten Flohmarktveranstaltung geschehen, die als „einmaliger Test“ verstanden werden müsse, so der stellvertretende Ortsvorsteher Mario Lang (SPD). Auch er stufte einen Flohmarkt mitten im Stadtteil mit hohem Parkdruck als „schwierig“ ein. Gudrun Gutt-Schmitt (CDU) plädierte dafür, erst zu diskutieren und die Anwohner zu befragen, bevor ein Flohmarkt ausprobiert werde. Dagegen meinte Dr. Hans-Helmut Nolte (Grüne): „Wir können es nicht bewerten, bevor wir es nicht probiert haben.“

Mit acht Ja-Stimmen und drei Nein-Stimmen sprach sich der Ortsbeirat dafür aus, voraussichtlich am Samstag, 12. Juli, einmalig einen Flohmarkt auf der Goethestraße zuzulassen.

Von Christina Hein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.