Frau wurde mit Messer bedroht und geschlagen

Junge Täter raubten Rollstuhlfahrerin aus

Kassel. Erneut ist eine Rollstuhlfahrerin in Kassel Opfer eines Raubüberfalls geworden. Nach Angaben der Polizei verständigte eine 49-jährige Frau aus Kassel am Samstag die Polizei und erklärte, von einer Gruppe junger Männer im Stadtteil Rothenditmold beraubt worden zu sein.

„Halts Maul oder du bist tot.“

Die Frau sagte aus, dass sie mit ihrem Rollstuhl auf der Maybachstraße in Richtung Wolfhager Straße unterwegs gewesen sei, als sie gegen 19.45 Uhr in Höhe der Mittelfeldstraße von etwa fünf bis zehn Jugendlichen umringt worden sei. Ein etwa 1,90 Meter großer junger Mann soll sie mit einem Messer bedroht und gesagt haben „Halts Maul oder du bist tot“. Daraufhin habe der zweite Haupttäter, der einen Schlagring an der linken Hand trug, sie zunächst mit der rechten flachen Hand ins Gesicht geschlagen, sich daraufhin zu ihr heruntergebeugt und anschließend das Portemonnaie aus der offenen Handtasche genommen haben. Mit der Beute, einem schwarzen Lederportmonee, knapp 200 Euro und diversen Ausweisen soll die gesamte Gruppe nach dem Raub in Richtung Döllbachaue geflüchtet sein.

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Beschreibung: Der Mann mit dem Messer ist etwa 1,90 Meter groß, sehr hagere Gestalt mit eingefallenen Wangen und etwa 25 Jahre alt. Er soll einen dunklen Kinnbart, einen dünnen Oberlippenbart und einen Ohrring im linken Ohr gehabt haben. Das Opfer sagte, er sei sehr blass gewesen, habe eine leicht gekrümmte Nase und ein Muttermal am rechten Auge. Bekleidet sei er mit graugrünem Parka und einer Norweger-Mütze gewesen.

Der Mann mit Schlagring ist 1,70 bis 1,75 Meter groß, 18 bis 20 Jahre alt, dunkle Augen und kurze dunkle Haare. Er soll eine rundliche Figur und rundliches Gesicht mit dicker Nase gehabt haben. Bekleidet sei er mit blauer Hose, schwarzer Kapuzenjacke mit hellen Totenköpfen und Handschuhen ohne Fingerkuppen gewesen.

Die für Raubdelikte zuständigen Beamten des Kommissariats K 11 der Kasseler Kripo bitten Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen am Tatort gemacht haben oder Hinweise zu den beschriebenen Tätern geben können, sich beim Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. 05 61/9100 zu melden.

Kein Zusammenhang

Nach Angaben von Polizeisprecher Torsten Werner gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass es sich um die selben Täter wie am 5. Januar handelt. Vor knapp zwei Wochen hatten zwei Männer eine Rollstuhlfahrerin an der Wiener Straße überfallen. (use)

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