Am Jungfernkopf

Fünf neue Reihenhäuser entstehen im Kasseler Neubaugebiet Kiefernweg

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Baugrube ist schon ausgehoben: Auf dem Gelände an der Ecke Zum Hirtenkamp/Im Molkengrund werden fünf Reihenhäuser gebaut. Im Frühjahr 2018 sollen sie fertig sein und vermietet werden. 

Kassel. Am Jungfernkopf in Kassel entstehen auf der Wiese hinter dem Penny-Markt fünf neue Reihenhäuser. Die letzte freie Fläche im Neubaugebiet Kiefernweg lag lange brach.

Im Stadtteil galt das Stück Bauland, das direkt hinter dem Penny-Markt liegt, schon als Ladenhüter. Doch jetzt haben Bauarbeiten begonnen.

Der Unternehmer Bekir Tutulmaz, der selbst am Jungfernkopf wohnt, errichtet auf der etwa 1500 Quadratmeter großen Fläche fünf Reihenhäuser auf dem Grundstück. Die Baugrube für das erste Gebäude, das als einziges auch einen Keller haben wird, ist bereits ausgehoben. Im Frühjahr 2018 sollen die fünf Häuser fertig sein. Tutulmaz will sie vermieten.

Die Reihenhäuser werden drei Geschosse haben und jeweils zwei Wohneinheiten umfassen: Zur Erdgeschosswohnung gehört ein kleiner Garten, erste und zweite Etage bilden die zweite Wohnung. Zu jeder Wohneinheit gehört auch ein Pkw-Stellplatz.

Bekir Tutulmaz

Die Wohnungen bieten 80 bis 140 Quadratmeter Wohnflächen und sollen laut dem Bauherren für neun bis zehn Euro pro Quadratmeter vermietet werden. Die Häuser würden umweltbewusst gebaut und mit Wärmepumpenheizung ausgestattet, sagte Tutulmaz gegenüber der HNA. Optisch sollen sich die Häuser an die benachbarten Reihenhäuser im weiteren Verlauf des Molkengrunds anpassen.

Tutulmaz hat mit seiner Firma seit 2001 schon mehrere Bauprojekte in Kassel realisiert. Das Vorhaben am Jungfernkopf, in das er nach eigenen Angaben mehr als zwei Millionen Euro investiert, ist das bisher größte.

Ortsvorsteher Christian Unverzagt (SPD) zeigte sich auf Anfrage der HNA erfreut, dass auf der Restfläche endlich etwas passiert. „Wenn dort Mietwohnungen für junge Familien entstehen, ist das gut für den Stadtteil“, sagt er.

Die Entwicklung des Baugebiets Kiefernweg, das elf Hektar umfasst und damit in etwa so groß wie 15 Fußballfelder ist, hatte Mitte der 1990er-Jahre begonnen und ist so gut wie abgeschlossen. Die Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte/Wohnstadt, die dort selbst 44 Miets-Reihenhäuser errichtet ha, war für die Vermarktung zuständig. Über 145 Wohngebäude sind bereits entstanden.

Die restlichen Grundstücke im Bereich zwischen „Im Molkengrund“ und „Zum Jungfernbach“ sind nach Angaben der Wohnstadt an zwei weitere Investoren verkauft worden. Beim Kasseler Stadtplanungsamt liegen nach Auskunft von Leiter Volker Mohr weitere Voranfragen und Bauanträge vor, unter anderem für ein Mehrfamilienhaus mit fünf Parteien.

Der Bebauungsplan für das Gelände, auf dem nun ausschließlich Wohnbebauung zulässig ist, befindet sich laut Mohr derzeit im Änderungsverfahren. Die alte Version sah noch vor, dass dort eine Straßenbahnwendeschleife gebaut wird – diese Pläne sind längst beerdigt.

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