Nach Rodungspanne am Jungfernkopf wird neues Grün gepflanzt

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Schneise wird wieder begrünt: Manuel Eichenauer und Alexander Specht (hinten) pflanzten gestern neue Birken auf dem Grundstück am Nordend.

Jungfernkopf. Knapp zwei Monate nach der Rodungspanne auf dem Grundstück für die neue Reihenhaussiedlung am Nordend (Jungfernkopf) wurde jetzt mit den Nachpflanzungen begonnen.

Neun Birken, drei Ebereschen und rund 200 Sträucher werden nun in die Schneise gesetzt, die im Februar versehentlich geschlagen worden war.

Wie berichtet, hatte die von der Deutschen Reihenhaus AG beauftragte Firma eigentlich nur die Baufläche roden sollen. Irrtümlich entfernte sie aber auch das Gehölz auf einem 480 Quadratmeter großen Streifen bis zur Straße „Bei den Weidenbäumen“. Dabei handelte es sich um einen geschützten Baumbestand.

In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Kassel waren daher die Ausgleichspflanzungen vereinbart worden. Für die Kosten kommt die Versicherung der Baumpflegefirma aus Osthessen auf. Parallel läuft noch ein naturschutzrechtliches Verfahren.

Wie es zu dem Fehler kommen konnte, dafür hatte deren Chef gestern auch eine Erklärung parat: Die Bäume seien mit roter Farbe angezeichnet gewesen. „Alles, was markiert ist, muss weg – so sind wir das gewohnt.“ In diesem Fall hätte der Blick in die Pläne zum Auftrag Klarheit verschafft: Dort waren Baufläche und der nicht anzutastende Grünstreifen eingezeichnet, betont Bauleiter Dennis Weber von der Deutschen Reihenhaus AG.

Dennis Weber

„Uns ist wichtig, dass die Natur wieder ihren Platz bekommt und es auch optisch wieder ein ansprechendes Bild gibt“, so der Bauleiter. Bis zur geplanten Fertigstellung der 27 Reihenhäuser im Sommer 2018 ist noch Zeit zum Wachsen und Gedeihen des neu gepflanzten Grüns.

Unterdessen sind auf der eigentlichen Baufläche die Arbeiten bereits in vollem Gange. Die umfangreichen Erdarbeiten seien weitgehend abgeschlossen, sagt Weber. Weil das Gelände ein starkes Gefälle hatte, musste es zunächst geebnet werden. Mehr als 8000 Kubikmeter Erde seien dabei bewegt worden – das entspricht der Füllung von 40 000 Badewannen.

Derzeit laufen Kanalarbeiten, in den kommenden Wochen sollen bereits die Fundamente für die fünf Hausgruppen gegossen werden. Ab Juni soll mit der Montage der Betonfertigteile für die Reihenhäuser begonnen werden. Innerhalb von zwei bis drei Wochen wird die neue Siedlung dann bereits Gestalt annehmen. Die 27 Eigenheime werden jeweils 120 Quadratmeter Wohnfläche bieten. Die Vermarktung läuft bereits, die Nachfrage ist nach Angaben der Deutschen Reihenhaus AG groß.

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