Produktionsdrosselungen bescheren Kasseler Unternehmen Verluste

K+S rutscht in die Verlustzone

Kassel. Der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S ist wegen der massiven Produktionsdrosselungen im Werra-Revier im dritten Quartal erwartungsgemäß in die Verlustzone gerutscht.

Aktualisiert um 7.42 Uhr

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag im Dreimonatsabschnitt Juli bis September bei minus 31 Millionen Euro nach einem Plus von 132 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. In den ersten drei Quartalen reduzierte sich das Ebit um mehr als zwei Drittel auf 202 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wird nunmehr ein Ebit von 200 bis 260 Mio. Euro erwartet. Bislang standen hier 200 bis 300 Mio. Euro. Der Umsatz von Januar bis September sank um 22 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Grund für die Produktionsdrosselung ist eine starke Kürzung der genehmigten Mengen zur Versenkung von salzhaltigem Abwasser in den Untergrund.

Analysten hatten bereits angesichts des anhaltenden Preisdrucks auf den Weltmärkten, des schleppenden Streusalzabsatzes sowie der massiven Produktionsdrosselung im Werra-Revier in Folge der eingeschränkten Erlaubnis zum Versenken von Salzabwasser rote Zahlen für den Dreimonatsabschnitt Juli bis September erwartet.

Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 891 Millionen Euro Umsatz und ein Reingewinn von 89 Mio. Euro. Branchenkenner erwarten für das dritte Quartal dieses Jahres einen um 20 Prozent auf 718 Mio. Euro gesunkenen Umsatz sowie ein Minus von 32 Mio. Euro. Bereits bei Vorlage der Halbjahreszahlen im August war klar, dass K+S die sehr guten Vorjahreswerte deutlich verfehlen würde. Der Umsatz sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um gut 20 Prozent auf 1,83 Mrd. Euro, der Gewinn sogar um mehr als die Hälfte auf 147,7 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand mit einem Umsatzrückgang von 4,3 auf 3,5 bis 3,7 Mrd. Euro sowie einem Vorsteuergewinn von nur noch 200 bis 300 Mio. Euro – weniger als die Hälfte als im Jahr 2015.

Wir berichten ab 7 Uhr auf Kassel Live und an dieser Stelle auf HNA.de sowie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der HNA über die aktuellen Zahlen. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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