Bilanz-Pressekonferenz

K+S will 2017 an alte Ertragsstärke anknüpfen

Kassel. Der Kasseler Kali- Salzproduzent K+S hat 2016 einen massiven Ergebniseinbruch von 70 Prozent auf nur noch 229,3 Millionen Euro erlitten.

Nach einem äußerst schwierigen Jahr 2016 will der Kasseler Kali- und Salzproduzent K+S 2017 wieder an seine gewohnt hohe Ertragkraft anknüpfen. Umsatz und Gewinn sollen "spürbar" wachsen, erklärten der scheidende Vorstandschef Norbert Steiner und dessen Nachfolger Dr. Burkhard Lohr während der gestrigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Konkrete Zahlen nannten sie aber nicht.

Aktualisiert um 19.01 Uhr

Wie berichtet, sank der Umsatz 2016 um gut 17 Prozent auf knapp 3,5 Milliarden Euro. Der Reingewinn brach sogar um 76 Prozent auf nur noch 130,5 Millionen Euro ein. Der Hauptversammlung im Mai schlägt der Vorstand eine Dividende von 30 Cent je Aktie vor. Im Vorjahr gab es 1,15 Euro.

Gründe waren vor allem die drastische Rücknahme der Versenkerlaubnis für salzhaltiges Abwasser sowie der niedrige Wasserstand der Werra. Denn die Einleitung in die Werra ist neben der Verpressung in den Untergrund der zweite Entsorgungsweg für Produktionsrückstände und Sickerwasser aus den Halden. Und der war 2016 wegen des anhaltend niedrigen Pegels stark eingeschränkt. Die Folge: Kurzarbeit. Besonders betroffen war der Standort Hattorf (Hersfeld-Rotenburg), der 2016 an 200 Tagen stillstand.

Steiner und Lohr bekräftigten gestern nochmals ihre Langfristprognose. Demnach wird für 2020 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund einer Mrd. Euro erwartet. Einen großen Anteil daran soll das neue Kali-Bergwerk "Legacy" (Vermächtnis) in den Weiten Kanadas haben, das den regulären Betrieb wie geplant im zweiten Quartal aufnimmt. 3,1 Mrd. Euro hat K+S in das Projekt gesteckt.

Bis Jahresende soll die vorläufige Jahreskapazität von zwei Mio. Tonnen erreicht werden. Ungeachtet dessen werden die deutschen Werke nach Angaben Steiners nicht vernachlässigt. "Wir stehen zu unseren Standorten und werden hier weiter investieren", betonte er.

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