Kali- und Steinsalzhersteller K+S kippt Prognose

+

Kassel. Der Kasseler Kali- und Steinsalzhersteller K+S hält nicht länger an seiner Prognose fest, das operative Ergbnis 2013 leicht steigern zu können. Das teilte das im Dax notierte Unternehmen am Dienstag mit.

Lesen Sie auch:

- Aktien von K+S zeitweise um 20 Prozent eingebrochen

In der vergangenen Woche hatte die russische Uralkali den Ausstieg aus der bisherigen Vertriebsorganisation BPC beschlossen und angekündigt, die Produktion unter Inkaufnahme von Preisrückgängen auszuweiten. Das habe zu einer "erheblichen Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel geführt", begründete K+S die Rücknahme der Prognose. Der russische Konkurrent ist der größte Kalihersteller der Welt.

Vorstandschef Vladislav Baumgertner hatte mit seiner Ankündigung Spekualtionen über Preisrückgänge im Kalimarkt ausgelöst. "Dagegen ist kein Unternehmen immun, auch K+S nicht", erklärte der nordhessische Konzern. Vorstandschef Norbert Steiner betonte zugleich, K+S habe mit dem Salzgeschäft ein "kräftiges zweites Standbein" und biete außerdem eine größere Produktpalette als die Konkurrenten. "Das macht uns robister für einen sich möglicherweise verschärfenden Wettbewerb."

Der Kurs der K+S-Aktie sackte bis zum frühen Nachmittag um 8,6 Prozent auf 15,84 Euro ab. Seit Beginn des Aufruhrs auf dem Kalimarkt, der auch die Aktien der K+S-Konkurrenten abstürzen ließ, hat sich der Börsenwert von K+S um knapp 40 Prozent auf rund drei Milliarden Euro verringert. (wll)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.