CDU-Neujahrsempfang

Kalb: Bin die Antwort auf Veggie-Day-Wahnsinn

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Neujahrsempfang der CDU im Amtsgericht: (von links) Barbara Herrmann-Kirchberg, stellvertretende Vorsitzende, Angelika Kalb, OB-Kandidat Dominique Kalb, Ministerpräsident Volker Bouffier und die Kreisvorsitzende Eva Kühne-Hörmann. Foto:  Fischer

Kassel. 500 Menschen besuchten am Freitagabend den Neujahrsempfang der Kasseler CDU im Foyer des Amtsgerichts.

E va Kühne-Hörmanngab sich im Foyer des Kasseler Amtsgerichts kämpferisch. Dort war sie am Freitagabend allerdings nicht in ihrer Funktion als Hessens Justizministerin, sondern als Kreisvorsitzende der CDU Kassel Stadt. Und die Kasseler CDU hatte im Foyer des Gerichts rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Universität und Justiz zu ihrem Neujahrsempfang eingeladen.

Darunter waren Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Decker, der frühere Landgerichtspräsident Dr. Wolfgang Löffler, die Kreishandwerksmeisterin Alexandra Kaske-Diekmann, Regionalmanager Holger Schach und Hotelier Ralf Gude.

Um ihre Rede nicht unnötig in die Länge zu ziehen, begrüßte Kassels CDU-Chefin nur wenige Gäste persönlich, darunter natürlich den Hausherrn Wolf Winter, Präsident des Kasseler Amtsgerichts. So hatte Kühne-Hörmann mehr Zeit, um über die bevorstehende Oberbürgermeisterwahl am 5. März und ihren Kandidaten Dominique Kalb zu sprechen. Sie machte klar, dass die CDU bis zum Schluss um jede Stimme kämpfen werde – ob nun an Ständen in der Innenstadt oder bei Hausbesuchen.

OB-Kandidat Kalb warb für eine Politik, bei der Anspruch und Wirklichkeit übereinstimmen. Auch gut zwei Wochen vor der Wahl hätten er uns seine Frau Angelika – bei aller Belastung – noch große Freude am Wahlkampf.

Dass Kalb ein Mann mit Humor ist, bewies er mit einem Kommentar zum aktuellen Bratwurstverbot beim Tag der Erde, der Ende April in Wolfsanger stattfindet und nicht nur das Gemüt des anwesenden CDU-Stadtverordenten Stefan Kortmann erhitzte. „Ich bin die Antwort auf den Veggie-Day-Wahnsinn beim Tag der Erde“, sagte Kalb. Wird das Wurstverbot zu guter letzt noch die Wahl entscheiden?

Natürlich ließ es sich auch Ministerpräsident Volker Bouffier nicht nehmen, kurz auf die Wolfsanger Wurst-Affäre, die bereits bundesweit in die Schlagzeilen geraten ist, in seiner Rede einzugehen. „Die Leute sollen Bratwurst essen, wie sie es für richtig halten.“ Natürlich könne man versuchen, Menschen von etwas zu überzeugen. „Mit Leidenschaft, Herz und Verstand. Aber Menschen vorschreiben, wie sie leben wollen, da sind wir schon mal weiter gewesen.“

Dafür bekam der Ministerpräsident mächtig Applaus. Nicht nur von seinen Anhängern. Bouffier lieferte in gekonnter Manier eine Rede ohne Manuskript, in der er auf die gute wirtschaftliche Lage in Hessen und Kassel, die Gefahren des Nationalismus und die bewegten Zeiten mit Trump, Erdogan, Putin und Brexit, die Reifeprüfung für Europa, die Herausforderungen der Flüchtlingspolitik sowie Martin Schulz und die Depression und Euphorie der SPD einging. Natürlich machte Bouffier keinen Hehl daraus, dass er sich nach Georg Lewandowski, der mit seiner Frau Irmaanwesend war, mal wieder über einen Oberbürgermeister aus der eigenen Partei freuen würde.

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