Kaloku: Umstrittener Kindergarten demonstrierte vor Verwaltungsgericht

Kaloku-Kindergarten: Das Logo der Einrichtung, das sich im Herbst vergeblich gegen seine Schließung vor Gericht gewehrt hatte.

Kassel. Mitarbeiter und Kinder des früheren Kindergartens Kaloku aus Rotenburg haben am Mittwochmorgen vor dem Verwaltungsgericht in Kassel demonstriert. Das Gericht hatte im vergangenen August eine Klage abgewiesen, mit der sich der Kindergarten seine Schließung wehren wollte.

Die sechs Kinder und acht Erwachsenen, die nicht über die Absichten ihrer Demonstration sprechen wollten, verteilten vor dem Gericht an der Tischbeinstraße Luftballons mit Kaloku-Postkarten an Passanten. Auf Transparenten warfen sie der evangelischen Kirche „moderne Hexenverfolgung“ vor, kritisierten die deutsche Justiz und auch die HNA, die über Kaloku berichtet hatte.

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Das Land Hessen hatte dem Trägerverein des Kinderlands im April 2010 wegen Gefährdung des Kindeswohls und Missachtung der Elternrechte die Betriebserlaubnis entzogen. Unter anderem ging es um eine Überbelegung des Kindergartens, aber auch um esoterische Praktiken: Pädagogische Fragen wurden „ausgependelt“, und mit „besprochenen Salzen“ sollte die Befindlichkeit der Kinder beeinflusst werden.

Der Verein hatte gegen das Land Hessen geklagt, war aber im August 2011 gescheitert. Im Mai hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof dieses Urteil bestätigt. Es ist rechtskräftig. Anscheinend will sich Kaloku damit aber nicht abfinden: „Kaloku-Kinderland lebt“ stand auf einem der Transparente. (mcj)

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