Positive Erfahrungen mit Videoüberwachung

Kameras an Kasseler Schulen schrecken ab

Kassel. Kassels Schulen sind durch den Einsatz von Videokameras sicherer geworden. Dieses Fazit ziehen  Leiter der vier Schulen, an denen vor drei Jahren Kameras installiert wurden.

Eine flächendeckende Überwachung, um unter anderem Vandalismus-Schäden abzuwenden, soll es nach Angaben der Stadt aber nicht geben. Die Diskussion erfährt seit der Reiz-Gas-Attacke an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule am Mittwoch eine neue Dimension.

Videoüberwachung gibt es an den beruflichen Schulen Martin-Luther-King-Schule und Oskar-von-Miller-Schule in der Nordstadt und im Wesertor, an der Gesamtschule Georg-August-Zinn-Schule (GAZ) in Oberzwehren und an der Grundschule Wolfsanger-Hasenhecke. Im Landkreis Kassel gibt es hingegen keine Videokameras an Schulgebäuden.

„Die Situation hat sich deutlich verbessert, seitdem wir im Außenbereich drei Kameras angebracht haben“, sagt Heinz-Jürgen Franzbach, Leiter der Martin-Luther-King-Schule. Es kämen deutlich weniger schulfremde Personen in das Gebäude. Dadurch hätten Vandalismus und Verunreinigungen „deutlich nachgelassen“. Die Kameras schreckten Drogenkonsumenten, Trinker und Prostituierte ab, die sich in der Vergangenheit öfter im Schulgebäude an der Schillerstraße aufgehalten und Schäden angerichtet hatten. Auch zwei Diebe seien mit Hilfe der Kamera-Aufzeichnung überführt worden. Wichtig sei bei einer Videoüberwachung: „Schüler und Lehrer dürfen nicht aufgenommen werden“, betont Franzbach.

Die Kameras werden erst nach Schulschluss eingeschaltet. Nach drei Tagen werden die Aufnahmen gelöscht. Das Einverständnis der Schulgemeinde sei Voraussetzung, sagt Franzbach. Auch Mathias Koch, Schulleiter der GAZ, hat das Gefühl, „dass Schäden durch Einbrüche und Vandalismus zurückgegangen sind, seitdem wir vier Kameras installiert haben.“ Wilfried Dülfer von der Oskar-von-Miller-Schule sagt: „Ich glaube, dass das abschreckt.“ (chr)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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