Überwachung nach Unterrichtsschluss beugt Vandalismus vor

Wegen Vandalismus: Kameras an Kassels Schulen bleiben

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Gute Erfahrungen mit Videoüberwachung: Das Pilotprojekt an vier Kasseler Schulen wird weitergeführt - sieben weitere Schulen haben Interesse bekundet.

Kassel. An vier Kasseler Schulen werden dauerhaft nach Schulschluss Videokameras das Schulgelände überwachen.

An der Martin-Luther-King-Schule, der Oskar-von-Miller-Schule, der Georg-August-Zinn-Schule sowie an der Grundschule Wolfsanger waren die Kameras bisher versuchsweise installiert worden, um beispielsweise Vandalismus vorzubeugen oder eine entsprechende Aufklärung zu erleichtern. „Die Schulen haben sich alle positiv über die Überwachung geäußert“, sagte Bürgermeister Jürgen Kaiser im Ausschuss für Recht, Sicherheit, Integration und Gleichstellung. Deshalb sollen die Pilotprojekte jetzt an diesen Schulen dauerhaft weitergeführt werden.

Zwischen dem Rückgang von Vandalismusschäden und der Video-Überwachung kann laut Kaiser ein Zusammenhang vermutet werden. Bei der Aussage stützte er sich auf die Einschätzung der Schulleiter. Denn belastbare Zahlen dafür, dass Videokameras der Grund für weniger Vandalismus seien, gebe es nicht.

Offenbar scheinen die Kameras aber eine abschreckende Wirkung zu haben: Sieben weitere Schulen haben dem Bürgermeister zufolge Interesse an einer Videoüberwachung des Schulgeländes nach Schulschluss bekundet. Ob das möglich ist und aus welchem Etat dies finanziert werden könnte, ist allerdings noch völlig offen. Die Kosten für eine Video-Überwachung bezifferte Kaiser auf 5000 bis 8000 Euro pro Schule. Welche Schulen Interesse haben, sagte er nicht.

Die Kameras schalten sich ein, wenn sie eine Bewegung registrieren. Die Aufnahmen werden nach vier Tagen gelöscht, sofern sich keine kriminellen Vorfälle ereignet haben.

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