Bundesweite Werbung für die Neue Galerie beginnt - Eröffnung am 23. November

Kampagne für die Moderne

Die Reize erst teilweise entblättert: Ein Plakat mit Lovis Corinths Gemälde „Die schwarze Maske“ soll auf die Wiedereröffnung der Neuen Galerie im November neugierig machen. Gestern wurde es (von links) von Ulrich Keinath (projekt2508), Dr. Marianne Heinz (Neue Galerie), Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann und Museumsdirektor Prof. Bernd Küster vorgestellt. Foto: Schoelzchen

Kassel. Noch 291 Tage dauert es bis zur Wiedereröffnung der Neuen Galerie am 23. November. Das scheint zwar noch lange hin. Um aber rechtzeitig die Vorfreude auf die neu gestaltete „Galerie der Moderne“ (Museumsdirektor Dr. Bernd Küster) zu wecken, startete die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) gestern eine bundesweite Werbekampagne zur Wiedereröffnung des Museums an der Schönen Aussicht.

„Schöne Aussichten“ lautet daher auch der Slogan der Kampagne, die zunächst mit vier Motiven für Plakate und Handzettel startet. Darauf zu sehen - oder besser zu ahnen - sind einige der zentralen Werke der Sammlung. Darunter „Die schwarze Maske“ von Lovis Corinth und je ein Motiv von Carl Spitzweg und von Gerhard Richter. Allerdings sind die Bilder auf den Plakaten und Flyern noch überwiegend mit Packpapier verhüllt - quasi als Signal: Ausgepackt wird erst im November.

Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) wies darauf hin, dass mit der Wiedereröffnung der Neuen Galerie die erste Museumssanierung innerhalb der auf 200 Millionen Euro angelegten Umgestaltung der Kasseler Museumslandschaft abgeschlossen sein wird. Ganze fünf Jahre wird die Sanierung der Neuen Galerie bei der Wiedereröffnung dann gedauert haben.

Die Werbekampagne, die in späteren Phasen auch einen Internet-Blog einschließen soll, sei bewusst bundesweit angelegt, sagte Ulrich Keinath vom Marketing-Unternehmen „projekt2508“. Man wolle die „Marke Neue Galerie“ national positionieren. Konkret heißt das beispielsweise, dass Großplakate in deutschen Großstädten zu sehen sein und Informationsblätter in wichtigen Museen ausgelegt werden. Auch bei der Berliner Tourismusmesse ITB wird die Neue Galerie beworben werden.

Die gesamte Kampagne, deren Intensität langsam gesteigert werden soll, wird laut Kühne-Hörmann rund 100 000 Euro kosten.

Die Kasseler Bürger werden spätestens in den letzten 100 Tagen vor der Wiedereröffnung der Neuen Galerie auf das Ereignis eingestimmt werden. Dann nämlich soll eine große Uhr auf einem der Innenstadtplätze die verbleibenden Tage, Stunden und Minuten bis zur Wiedereröffnung anzeigen.

Sammlungsleiterin Dr. Marianne Heinz freute sich schon jetzt über das „Geschenk, dass wir unsere Sammlung wieder zeigen können“. Allerdings wird die Neue Galerie bereits im kommenden Jahr wieder teilweise leer geräumt werden. Dann wird die documenta 13 gut die Hälfte des Gebäudes als Ausstellungsfläche nutzen.

Von Werner Fritsch

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