Illegales Sammeln von Metall und Elektrogeräten

Kampf um Sperrmüll in Kassel: Schrotthändler bedienen sich am Straßenrand

Kassel. Sperrmüll, alte Elektrogeräte und Metallgegenstände sind in Kassel umkämpft: Zunehmend bedienen sich Schrotthändler an den am Straßenrand zu Abholung bereitgestellten Sachen. Wenn die Stadtreiniger dann zum vereinbarten Termin kommen, ist oftmals schon alles weg, was noch verwertet werden kann.

Im Schrott befinden sich aber oftmals Metalle, die noch zu Geld gemacht werden könnten. Wenn diese Wertstoffe den Stadtreinigern entgehen, kann das zu einem Anstieg der Abfallgebühren führen.

Die Menge des eingesammelten Metallschrotts ist in den vergangenen zehn Jahren stark zurückgegangen: Waren es vor zehn Jahren noch 900 Tonnen, sind es nach Angaben der Kasseler Stadtreiniger aktuell noch etwa 300 Tonnen. Der fehlende Schrott hätte einen Wert von etwa 200.000 Euro.

Auch der Sperrmüll wird von Schrotthändlern gezielt nach Metall abgegrast. Zurück bleiben nur noch Gegenstände, die nicht mehr verwertet werden können, schildert Birgit Knebel von den Stadtreinigern. Wenn die Fahrer vor Ort auf illegale Schrottsammler treffen und sie darauf hinweise, dass sie sich am Müll nicht bedienen dürfen, komme es mitunter zu Auseinandersetzungen.

Zum Teil nehmen die Schrottsammler sogar Dinge mit, die gar nicht zur Entsorgung bestimmt sind. Auf der Facebookseite der HNA schildert Klaus M., dass ihm ein auf dem eigenen Grundstück abgestelltes Metallbett gestohlen wurde. Sylvio L. konnte die Sammler gerade noch davon abhalten, einen unter einer Plane gelagerten VW-Motor abzutransportieren. (rud)

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Rubriklistenbild: © dpa

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