Zu Saisonauftakt setzten sich die Mitglieder des Yacht-Clubs Kassel für Sanierung des Bauwerks ein

Schließung droht: Kapitäne demonstrierten für Schleuse

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Droht das Aus? Die Stadtschleuse in Kassel ist marode.

Kassel. Im Jahr 2013 wird die Stadtschleuse 100 Jahre alt. Jan Hörmann, Vorsitzender des Yacht-Clubs Kassel, hofft, dass das Bauwerk am Finkenherd dann noch in Betrieb ist. Denn die Schleuse ist marode und derzeit ist es offenbar noch unklar, ob es Geld für die Sanierung gibt.

Das soll vom Bundesverkehrsministerium kommen, das für die Wasserstraße zuständig ist. „Hier ist jahrelang nichts investiert worden“, sagt Hörmann.

Würde die Schleuse dicht gemacht, dann hätte das große Auswirkungen auf den Schifffahrtsverkehr auf der Fulda. In Höhe des Finkenherds wäre dann kein Durchkommen mehr. Das würde auch das Aus für die Fahrgastschiffe der Unternehmen Rehbein und Söllner bedeuten.

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, verbanden die Hobby-Kapitäne des Yacht-Clubs Kassel den Saisonauftakt am Samstag mit einer kleinen Demonstration auf dem Wasser. Erstmals in der Geschichte des Clubs fuhren die Kapitäne vom Kasseler Hafen flussaufwärts in Richtung Innenstadt und passierten die Schleuse. In früheren Jahren begannen sie ihre Saison stets flussabwärts.

Auch wenn es außer den Fahrgastschiffen keine Berufsschifffahrt auf der Fulda gibt, so wird die Schleuse gut genutzt. Allein im vergangenen Jahr sollen rund 3000 Schleusungen gezählt worden sein. (use)

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