Stadt verspricht Abhilfe

Karl-Branner-Brücke ohne Beleuchtung und beschmiert: Stadt verspricht Abhilfe

Beleuchtung zerstört: Unbekannte haben Mitte Januar die Lampen an der Karl-Branner-Brücke zertrümmert. Sie sind jetzt mit blauer Folie eingewickelt. Nach Angaben der Stadt ist Ersatz bestellt. Fotos:  Schachtschneider

Kassel. Eigentlich gehört der Fußweg vom Renthof über die Fulda zur Unterneustadt mit zum Schönsten, was Kassel zu bieten hat. Doch seit einem Monat präsentiert sich die Karl-Branner-Brücke in einem erbarmenswerten Zustand.

Mitte Januar haben Unbekannte die Lampen der Brücke zerstört. Repariert sind sie bis heute nicht. Außerdem sind seit diesem Akt des Vandalismus noch zahlreiche Schmierereien an der weit geschwungenen Fußgängerbrücke hinzugekommen.

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„Das sieht schlimm aus“, sagt Bernd Hartl, der im ehemaligen Fundusgebäude direkt an der Brücke ein Dentallabor betreibt. Er hofft darauf, dass die Schäden bald beseitigt werden. Darüber hinaus habe die Brücke auch in den Bereichen oberhalb der langen Sitzbänke dringend eine Auffrischung nötig.

Verwahrloster Eindruck: Die Schmierereien sollen bis zum Frühjahr entfernt werden.

Gerade mal 14 Jahre alt ist die Brücke. Bautechnisch befinde sie sich in einem guten Zustand, sagt Binasa Bidzan-Cornelius, die als Ingenieurin im Straßenverkehrsamt für Kassels Brücken zuständig ist. Ersatz für die zerstörten Lampen sei bestellt. Bis zum Frühjahr werde man sich auch um die Entfernung der Schmierereien und des teilweise vorhandenen Moosbewuchses kümmern.

Nach Einschätzung von Marcus Leitschuh ist das eine Daueraufgabe. Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsbeirats Unterneustadt kritisiert, dass die Pflege der Brücke immer mal wieder zu wünschen übrig lasse. Er hofft, dass sich die Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Quartier an der Fulda spätestens zum geplanten Brückenfest im Frühsommer wieder in einem guten Zustand zeigt. Nach Angaben der Stadt soll das schon früher der Fall sein.

Einen Zusammenhang zwischen den Schmierereien und Zerstörungen mit der Diskussion über die Rolle Karl Branners im Nationalsozialismus will niemand bestätigen. Das sei reiner Vandalismus.

Von Thomas Siemon

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