Mehr Barrierefreiheit

Umbauten an Bahnsteigen: Gleise am Hauptbahnhof in Kassel werden zukünftig kürzer

Einstieg am Kulturbahnhof: Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember sollen hier mehr Bahnen fahren. Das gilt auch für die innerstädtische Verbindung nach Bad Wilhelmshöhe. Der NVV plant für Dezember noch weitere Verbesserungen.
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Sollen umgebaut und gekürzt werden: Die Gleise am Kasseler Hauptbahnhof werden in der Länge für Nahverkehrszüge angepasst. Bis Ende dieses Jahrzehnts soll der Kulturbahnhof auch barrierefrei sein.

Die Deutsche Bahn plant, bis Ende des Jahrzehnts den Kasseler Hauptbahnhof umzubauen. Dabei geht es vor allem um die Längen der Bahnsteige.

Kassel - Anders als am Fernbahnhof in Wilhelmshöhe brauche man im Nahverkehr keine besonders langen Bahnsteige, sagt die Kasseler Bahnhofsmanagerin Michaela Andresen im HNA-Interview. Auch mit Blick auf die Barrierefreiheit würden Veränderungen am Kulturbahnhof nötig sein. Nach HNA-Informationen sollen auch die denkmalgeschützten Überdachungen der Gleise entsprechend angepasst werden.

Zur Höhe der Investitionen, die am Hauptbahnhof erfolgen sollen, wollte sich die Bahn noch nicht äußern. Für die Umbauten wird unter anderem Geld aus Finanzierungsprogrammen des Bundes genutzt. Zum Vergleich: Am Bahnhof in Borken, der halb so viele Gleise hat wie der Kasseler Hauptbahnhof, wurden zuletzt in einen barrierefreien Ausbau etwa acht Millionen Euro investiert.

Hauptbahnhof Kassel: Oft im Schatten des ICE-Bahnhofs Wilhelmshöhe

Der Kasseler Hauptbahnhof steht oftmals im Schatten des Fernbahnhofes, der aufgrund seines ICE-Haltes von Reisenden aus der ganzen Region genutzt wird. Am Hauptbahnhof wurden vor der Corona-Pandemie 11.000 Reisende und Besucher pro Tag gezählt. Am Fernbahnhof waren es 30.000 Personen. Weil aufgrund der Coronabeschränkungen auf Reisen verzichtet wird, und viele Pendler im Homeoffice arbeiten, sind die Fernverkehrszüge nach Angaben der Bahn derzeit nur zu 15 bis 20 Prozent ausgelastet. Das sorgt entsprechend auch für weniger Besucher am Bahnhof.

Mit Blick auf den Fernbahnhof ist Michaela Andresen positiv gestimmt. Auch wenn Reisende oft die langen Wege beim Umsteigen kritisieren, sei der ICE-Halt mit den langen Bahnsteigen in Wilhelmshöhe optimal für die Verkehrswende aufgestellt. Die XXL-ICEs könnten in Kassel bereits problemlos halten.

In der Region baut die Deutsche Bahn derzeit die Bahnhöfe in Baunatal-Guntershausen, Borken und Treysa barrierefrei um. Dort werden nach Angaben der Bahn 29 Millionen Euro investiert. (Kathrin Meyer)

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