Noch gibt es keinen Mieter

Kaskade-Kino bleibt Baustelle: Umbau verzögert sich

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Markenzeichen goldene Decke: Einige Elemente des früheren Kaskade-Kinos kann man noch erkennen. Wenn klar ist, wer hier mit einem Geschäft einzieht, erfolgt der weitere Ausbau. Fotos:  Schachtschneider

Kassel. Es ist eine Immobilie in Bestlage, und trotzdem steht das ehemalige Kaskade-Kino am Königsplatz weiterhin leer. Das hatte sich der Investor, die Aachener Grundvermögen mit Sitz in Köln, ganz anders vorgestellt.

„Wir hatten einen klaren Favoriten für einen langfristigen Mietvertrag, aber das hat sich leider zerschlagen“, sagt Christoph Schmülling, der für die Projektentwicklung bei dem Investor zuständig ist.

Nach wie vor habe man Interesse an einem Mieter, der für gute Qualität stehe. Da werde man jetzt nichts über das Knie brechen.

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Am Konzept für den Umbau des Traditionskinos hat sich nichts geändert. Zumindest einige Elemente sollen an das für seine Wasserspiele berühmte Kaskade aus dem Jahr 1952 erinnern. Der ehemalige Bühnenbereich ist teilweise rekonstruiert worden. In Absprache mit der Denkmalpflege sollen Teile der Empore, die goldene Decke und einige der roten Kinostühle erhalten bleiben. Das kann man jetzt schon sehen. Der Feinschliff fehlt allerdings noch. „Das wird in Absprache und nach den Bedürfnissen des Mieters gemacht“, sagt Schmülling. Vom Modegeschäft über einen Schuhladen bis zum Fachgeschäft für Innendesign sei vieles vorstellbar. „Die Architektur ist außergewöhnlich, das wird hochattraktiv“, sagt Schmülling.

Mehr zum Kaskade-Kino finden Sie im Ragiowiki

Es geht um eine Verkaufsfläche von 770 Quadratmetern an der Haupteinkaufsmeile Königsstraße. Architekt Marcel Michael hat bereits das Bonner Metropol-Kino (Baujahr 1929) zu einer Buchhandlung umgestaltet. Über die Kosten des Kaskade-Umbaus macht Schmülling keine Angaben. Nur so viel: „Das ist ein Millionenprojekt.“

Das Kino ist seit 13 Jahren geschlossen und erlebte während der documenta im vergangenen Jahr noch einmal eine kurze Blüte als Kunst-Standort. Im Anschluss an die documenta begannen die Umbauarbeiten. Eigentlich sollten die bereits im Juni abgeschlossen sein.

Von Thomas Siemon

So sieht es heute im Kaskade-Kino aus

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