Ensemble Andrej Martynenko im Schlachthof

Gruß aus Russland

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Kultur, Musik, Schlachthof Kassel am 22.08.2013: Projekt "Bridge", v.l.: Andrej Martinenko (Piano). Jazz

Kassel. Einen Vorabauftakt zum Festival der Partnerstädte im Rahmen von Kassel 1100 gab das Ensemble Andrej Martynenko aus der russischen Partnerstadt Jaroslawl im gut gefüllten Kulturzentrum Schlachthof.

Im Zentrum stand die Auseinandersetzung des Pianisten Andrej Martynenko mit dem Jazz-Querdenker Thelonius Monk. Dessen ebenso eigenwillige wie faszinierende Themen formuliert der Ensembleleiter sehr klar und gekonnt aus. Gerade, wenn es etwas schräger wurde - so in „Monks Dream“ - und Andrej Martynenko halb im Stehen spielt, um mehr Energie aufzubauen, kam ein wunderbares Jazzclub-Feeling auf.

Gespannt war man auf die Verbindung von Jazz und russischer Folklore. Als die junge Jazzsängerin Anna Belowa, vorher mit einigen lässig interpretierten Standards zu erleben, in ihrer Muttersprache sang, ging bei „Solnuchka“ nicht nur textlich die Sonne auf. Allerdings blieb das Arrangement nicht in vordergründiger Folklore stecken, sondern verpackte die Melodie in einen trickreichen Rhythmus, von Wladimir Borisow am Schlagzeug lebhaft umgesetzt und von Bassist Denis Silenko prägnant ergänzt.

„Bridge“ ist das Projekt betitelt, der Jazz soll eine Brücke zwischen den Partnerstädten schlagen. Dass dieses in der Weltsprache Musik problemlos funktioniert, demonstrierte am Ende des Konzerts der Kasseler Saxofonist Helmut Schäfer, der mit einem eleganten Tenorsolo in das Geschehen einstieg. Viel Beifall.

Von Hartmut Schmidt

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