Ausblick aufs neue Jahr

Kassel 2019: Diese Personen und Projekte werden dieses Jahr wichtig sein

Werden in diesem Jahr saniert: Teile des Schlosses Wilhelmshöhe. Foto: Schachtschneider
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Werden in diesem Jahr saniert: Teile des Schlosses Wilhelmshöhe.

Kassel. Die erste richtige Arbeitswoche im neuen Jahr hat begonnen. Zeit, um zu fragen, was 2019 für Kassel bringt. Ein Ausblick auf Personen und Projekte, die dieses Jahr wichtig werden.

Kassel 2019: Welche Menschen im Mittelpunkt stehen

Zunächst einmal blicken wir auf jene, die im neuen Jahr im Mittelpunkt stehen, weil sie eine wichtige Position übernehmen werden.

Warum spielt Mister X oder Misses X eine so wichtige Rolle?

Das hängt damit zusammen, dass die absehbar wichtigste Personalie noch nicht entschieden ist und die Suche nach Mister X oder Misses X noch läuft. Im Frühjahr will Generaldirektorin Dr. Sabine Schormann die künstlerische Leitung für die documenta 15 vorstellen. Dabei geht es um nicht weniger als die Königspersonalie für die nächste Weltkunstausstellung, die am 18. Juni 2022 eröffnet werden soll. Die Frage ist: Wer wird Nachfolger von Adam Szymczyk, der nie so recht in Kassel angekommen zu sein schien?

Derzeit sitzt eine international besetzte Expertenkommission daran, aus zehn Kandidaten die künstlerische Leitung auszuwählen. Zu deren Aufgabe wird auch zählen, die Menschen vor Ort wieder für die Weltkunstausstellung zu begeistern, nachdem Szymczyks Unnahbarkeit und dessen Entscheidung für den Co-Standort Athen und das damit verbundene Defizit für reichlich Unmut gesorgt haben. Außenstandorte sind freilich auch für die nächste documenta nicht ausgeschlossen, wie Sabine Schormann deutlich machte.

Welche Veränderungen gibt es sonst noch im Bereich Kunst und Kultur?

Neuer Chef der Grimmwelt: Peter Stohler.

Mit Peter Stohler hat seit Jahresbeginn ein Schweizer Kunsthistoriker das Sagen in der Grimmwelt. Er folgt auf Susanne Völker, die zuletzt die Leitung des Museums eher als Nebenjob innehatte. Völker ist schließlich viel beschäftigte Kulturdezernentin, die auch in diesem Jahr gefordert sein wird – beispielsweise bei der Frage, was aus dem Kulturzelt wird.

Peter Stohler wird sich voll und ganz auf die Grimmwelt konzentrieren können. Seine Aufgabe wird es sein, weiterhin den Erfolg des Hauses zu gewährleisten. Die Grimmwelt hat sich längst zu einer Marke entwickelt und ist ein Publikumsmagnet. Allerdings gehen die Besucherzahlen zurück. Hier gilt es, anzusetzen.

Ein Nachfolger für Michael Boßdorf wird indes noch gesucht und bis Mitte des Jahres gefunden sein. Boßdorf war Leiter der Gartenabteilung bei der Museumslandschaft Hessen Kassel.

Welcher Kommunalpolitiker wird noch mehr zu sagen haben?

Bald Stadtverordnetenchef: Volker Zeidler.

Wenn alles so läuft wie geplant, dann wird Volker Zeidler im Herbst seiner Karriere einer der wichtigsten Repräsentanten der Stadt sein. Der 66-Jährige soll am 4. Februar von der Stadtverordnetenversammlung zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt werden. Zumindest ist der Sozialdemokrat der Favorit auf den Posten, den Petra Friedrich Ende des vergangenen Jahres aus persönlichen Gründen geräumt hat.

Zeidler wäre dann einer der mächtigsten Kommunalpolitiker Kassels, was auch damit zu tun hat, dass er schon Ortsvorsteher in Bettenhausen ist. Eine seiner Aufgaben als Stadtverordnetenvorsteher wird es sein, das richtige Maß im Umgang mit der AfD zu finden. So richtig hat das nämlich noch niemand gefunden.

Welcher Kasseler oder welche Kasselerin könnte in der Landespolitik für Aufsehen sorgen?

Bald im Landtag: Vanessa Gronemann von den Grünen.

Dass Vanessa Gronemann durchaus für Paukenschläge sorgen kann, hat die 29-Jährige bereits bei der Landtagswahl im Oktober vergangenen Jahres bewiesen. Da sicherte sie sich in Kassels Westen das Direktmandat – und das als Grüne. Das gab es noch nie. Gronemann setzte sich gegen die Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) und den SPD-Kandidaten Patrick Hartmann durch. Mit ihrer unerschrockenen Art könnte sie nun durchaus auch in Wiesbaden für Furore sorgen. 

Bald im Landtag: Torsten Felstehausen von der Linken.

Am 18. Januar findet die konstituierende Sitzung statt, Gronemann wird eine der jüngsten Abgeordneten sein. Mit ihr wird ein weiterer Neuling aus Kassel in Wiesbaden Politik machen: Torsten Felstehausen, der über die Landesliste der Linken den Einzug in den Landtag schaffte. Interessant: Noch ist immer nicht klar, ob Eva Kühne-Hörmann weiterhin ein Wörtchen mitzureden hat in der Landespolitik. Das hängt davon ab, ob die Justizministerin weiterhin ein Ministerium leiten darf. Nach der Wahl hat Kühne-Hörmann nämlich kein Abgeordnetenmandat mehr.

Wie sich Kassel 2019 verändern wird

Es ist nicht zu erwarten, dass Kassel 2019 komplett umgestaltet wird. Hier und da gibt es aber schon ein paar bauliche Veränderungen – neben der Umgestaltung der Königsstraße.

Wann kommt eigentlich der Obelisk an seine neue Stelle?

Ein genauer Termin steht noch nicht fest; aus dem Rathaus heißt es dazu: „Nach dem Ende der Frostperiode.“ Dann soll das Kunstwerk von Olu Oguibe auf der Treppenstraße aufgestellt werden. Derzeit befinden sich die einzelnen Obelisk-Teile noch auf einem Bauhof im Norden der Stadt.

Stadt Kassel baut Obelisken auf dem Königsplatz ab

Stadt Kassel baut Obelisken auf dem Königsplatz ab
 © Andreas Fischer
Stadt Kassel baut Obelisken auf dem Königsplatz ab
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 © Kathrin Meyer
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 © Kahtrin Meyer
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 © Bergholter
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 © Andreas Fischer
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 © Andreas Fischer

Auf welche Veränderungen können wir uns freuen?

Zwei Dauerbaustellen werden dieses Jahr beendet. Allerdings braucht es schon noch ein bisschen Geduld, bis auf der Druseltalstraße und der Sternbergstraße wieder alles normal läuft. Die Sanierung der Kanalrohre an der Druseltalstraße wird noch bis weit in dieses Jahr dauern. Und auf der Sternbergstraße ist auch noch bis Ende 2019 mit Behinderungen zu rechnen. 

Nach einer kleinen Pause geht es hier am nächsten Montag mit den Kanalarbeiten weiter. Abgeschlossen wird der Bau des Studierendenhauses der Universität Kassel. Und das Kulturzentrum Schlachthof wird in neuem Glanz erscheinen.

Was wird sonst noch wichtig?

Vor allem die Renovierung der Schulgebäude steht auf der Agenda weit oben. Hier werden im Zuge des Kommunalinvestitionsprogramms II in den nächsten Jahren 31,2 Millionen Euro investiert. Hiervon soll zum Beispiel die Ernst-Leinius-Schule an der Wolfhager Straße profitieren, die einen Neubau erhält. Begonnen wird der Bau der neuen Arbeitsagentur an der Wolfhager Straße; Teile des Rathauses werden modernisiert. Wann es dagegen mit dem Bau einer zweiten Eisfläche losgeht, steht noch nicht fest.

Wo wird darüber hinaus investiert?

Hier ist vor allem das Schloss Wilhelmshöhe zu nennen. Elf Millionen Euro fließen nach Angaben des Landes in die Arbeiten am Weißensteinflügel. Ab dem Frühjahr werden dann Ausstellungsräume gesperrt. Die Arbeiten am Herkules und an der Löwenburg gehen indes weiter.

Kassel ist im April 2019 im "Tatort" zu sehen

Es gibt zumindest einen Tag, an dem Kassel für 90 Minuten bundesweit im Mittelpunkt des Fernsehinteresses stehen wird: am 7. April, 20.15 bis 21.45 Uhr. Dann soll nach Auskunft des Hessischen Rundfunks der Tatort in der ARD ausgestrahlt werden, der zu großen Teilen in Kassel gedreht worden ist. Der Titel der Folge lautet „Das Monster von Kassel“. Die Regie führte Umut Dag, das Drehbuch schrieben Stephan Brüggenthies und Andrea Heller.

Die Dreharbeiten mit den beiden Frankfurter Ermittlern Anna Jannecke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) hatten im Juni 2018 in einer Villa im Stadtteil Brasselsberg begonnen. Auch auf der Treppenstraße in der Innenstadt, auf dem Hauptfriedhof in der Nordstadt, vor dem Polizeipräsidium Nordhessen am Hauptbahnhof und am Herkules wurde gedreht.

Welches Thema hat in Kassel 2019 das Zeug zum Dauerbrenner?

Welch Interesse an besseren Bedingungen für Radfahrer in Kassel besteht, zeigt die Zahl der Unterschriften, die Radaktivisten im vergangenen Jahr gesammelt haben. Mehr als 21.000 Menschen haben für einen Radentscheid unterschrieben, um über diesen Bürgerentscheid eine bessere Infrastruktur herbeizuführen.

Das Thema wird die Stadt 2019 beschäftigen. Derzeit prüft sie noch, ob das Bürgerbegehren die formalen Bedingungen erfüllt. Noch in diesem Monat soll es darauf eine Antwort geben. Sollte sie positiv ausfallen, wäre die Politik gefragt. Sie könnte die Besserungen durch Beschlüsse in der Stadtverordnetenversammlung selbst einleiten.

Tut sie das nicht, könnte es in diesem Jahr zu einem Bürgerentscheid kommen – möglicherweise träfe er zusammen mit der Europawahl am 26. Mai.

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