Sieben Schüsse wurden abgefeuert

Bluttat in Kassel: 21-Jähriger auf offener Straße erschossen - Anklage erhoben

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Das Opfer: Fotos erinnern an Shpetim Aloci.

Anfang August wurde der 21-jährige Shpetim Aloci in Kassel auf offener Straße erschossen - jetzt wurde Anklage gegen den 27-jährigen Tatverdächtigen erhoben.

  • In der Nacht zum 1. August wurde Shpetim Aloci erschossen.
  • Der Tatverdächtige soll sieben Schüsse abgefeuert haben.
  • Am Tatort in der Kasseler Knorrstraße erinnern Blumen und Fotos an den 21-Jährigen.

Die Staatsanwaltschaft Kassel hat eine Mordanklage gegen einen 27-jährigen Mann aus Kassel erhoben. Er sei dringend tatverdächtig, den 21-jährigen Shpetim Aloci mit sieben Schüssen getötet zu haben.

Der 21-jährige Shpetim Aloci wurde am 1. August dieses Jahres in der Knorrstraße in Niederzwehren erschossen*. Festgenommen wurde damals kurz nach der Tat ein 27-jähriger Mann aus Kassel.

Bluttat in Kassel: Verdächtiger sitzt in U-Haft

Gegen den Verdächtigen, der sich in Untersuchungshaft befindet, hat die Staatsanwaltschaft Kassel jetzt Anklage wegen Mordes und Verstoßes gegen das Waffengesetz erhoben. Das teilt Andreas Thöne, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage mit. Eine Entscheidung über die Eröffnung des Verfahrens durch die 10. große Strafkammer des Kasseler Landgerichts liege allerdings noch nicht vor.

Staatsanwaltschaft: Es gibt einen hinreichenden Tatverdacht gegen den 27-Jährigen

Der Tatort: Vor diesem Haus in der Knorrstraße (neben dem Dez) soll der 27-jährige Tatverdächtige Shpetim Aloci am 1. August erschossen haben.  

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft ist der 27-Jährige hinreichend verdächtig, am 1. August gegen 0.30 Uhr in der Knorrstraße mit Tötungsvorsatz auf den 21-jährigen Shpetim Aloci mehrfach geschossen zu haben. Sieben aus einer Pistole abgefeuerten Projektile trafen das Opfer an Hand, Oberkörper, Gesäß und Rücken. Die Schussverletzungen seien derart gravierend gewesen, dass der junge Mann noch am Tatort starb.

Staatsanwalt sieht Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt

Es besteht nach Auffassung der Staatsanwaltschaft der hinreichende Verdacht, dass der Beschuldigte die Arg- und Wehrlosigkeit seines Opfers bewusst ausnutzte und damit das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt hat. Darüber hinaus werde der 27-Jährige verdächtigt, aus nichtigem Anlass die Tat begangen zu haben, weshalb zusätzlich das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe von der Staatsanwaltschaft angenommen wird.

Tatverdächtiger hat sich zur Sache eingelassen - streitet den Mord an dem 21-Jährigen ab

Weil der 27-Jährige zum Führen der Schusswaffe und zum Besitz der Munition keine waffenrechtliche Erlaubnis gehabt habe, sei auch der Tatverdacht wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz begründet, teilt Thöne mit. Der Beschuldigte habe sich zwar zur Sache eingelassen, aber abgestritten, den 21-Jährigen erschossen zu haben. 

Der gewaltsame Tod von Shpetim Aloci, der in Kassel geboren wurde und dessen Familie aus dem Kosovo stammt, hat für Fassungslosigkeit und Trauer gesorgt. Am Tatort in der Knorrstraße liegen bis heute Blumen und viele Bilder, die an den jungen Mann aus Kassel erinnern*.

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