Crowdfunding-Aktion

Unverpackt-Laden soll im März eröffnen: 31.000 Euro Startkapital aus Spenden gesammelt

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Nachfüllen und Verpackungsmüll sparen: Franziska Werner (links) und Samira Waldeck wollen im März ihren Unverpackt-Laden im Vorderen Westen eröffnen.

In Kassel soll im März kommenden Jahres ein Unverpackt-Laden öffnen. Dieser sammelte über eine Crowdfunding-Aktion Geld für das Startkapital: 31.000 Euro sind es geworden.

  • Startkapital von 31.000 Euro ermöglicht neuen Unverpackt-Laden in Kassel.
  • Mehr als 530 Spender unterstützen Crowdfunding-Aktion.
  • Projekt „Nachfüllbar“ soll im März 2020 eröffnen.
  • Für Samira Waldeck und Franziska Werner ist der größte Wunsch schon kurz vor Weihnachten in Erfüllung gegangen: Der Unverpackt-Laden im Vorderen Westen wird eröffnen.

    Dazu beigetragen haben auch mehr als 530 Spender, die die Crowdfunding-Aktion für das Projekt „Nachfüllbar“ unterstützt haben. Gut 31.000 Euro Startkapital haben die beiden Initiatorinnen damit im Rücken.

    Plastikfreier Einkaufsladen in Kassel: Projekt „Nachfüllbar“

    Inzwischen haben die beiden jungen Frauen den Mietvertrag für die Geschäftsräume unterschrieben. Im Januar sollen die Renovierungsarbeiten für den plastikfreien Einkaufsladen beginnen. „Die ersten Handwerker sind bestellt“, sagt Franziska Werner. Die Eröffnung soll im März gefeiert werden.

    Wo genau die „Nachfüllbar“ eingerichtet wird, wollen die angehenden Unternehmerinnen noch nicht verraten. „Wir machen es lieber spannend“, sagt die 29-Jährige und lacht. Fest steht, dass es ein zentraler Standort im Vorderen Westen sein wird.

    „Von Agar Agar bis Zahnseide“

    In dem Geschäft soll es Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Getreide, Nüsse, Gewürze Kaffee und Öl zum selbst abfüllen geben. Auch Haushalts- und Drogerieprodukte sollen zum Sortiment gehören.

    „Von Agar Agar bis Zahnseide“, lautet die Formel der Gründerinnen. Wer es nicht weiß: Agar-Agar ist eine Art pflanzliche Gelatine.

    Dosen, Gläser und andere Behälter zum Abfüllen können die Kunden mitbringen oder im Laden erwerben. Die Ware wird im neuen Kasseler Unverpackt-Laden aus großen Spendern entnommen.

    Kampf dem Verpackungsmüll - heißt es ab März 2020 in Kassels neuem Unverpackt-Laden

    Dadurch soll kein oder nur sehr wenig Verpackungsmüll* anfallen. Angesicht der großen Resonanz auf ihre Pläne denken Werner und Waldeck inzwischen sogar über eine Zweigstelle für ihre Nachfüllbar an.

    In der Innenstadt in oder nahe der Markthalle könnte man sich, wenn das erste Geschäft gut anlaufe, einen zweiten Standort vorstellen, berichtet Franziska Werner. Auch über einen Lieferservice denken die Unternehmerinnen nach – natürlich per Lastenrad.

    Nicht der erste Unverpackt-Laden in Kassel

    Schon 2017 öffnete ein Unverpackt-Laden in Kassel, dann hieß es jedoch: Aus für die Butterblume*. Nach nur einem Jahr musste der Unverpackt-Laden von Helen Neuwirth wieder schließen.

    *hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

    „Kasseler Bunkerpilze“: Bei ihnen sprießen die Pilze aus dem Kaffeesatz und die Idee entstand im gemeinsamen Garten. In Zukunft wollen sie im neuen Unverpackt-Laden verkaufen.

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