50.000 Euro für Projekte 

Von der Parkourhalle bis zum Verleih von Gegenständen: Ungewöhnliche Ideen aus Kassel

+
Eine Idee, die auf Gegenliebe stieß: Der Kasseler Gegenstandsverleih mit dem Namen „Allerleih“  kann dank des Crowdfundings an den Start gehen.

Dank des Crowdfunding-Contests der Gründerinitiative Unikat der Uni Kassel werden fünf Kasseler Projekte umgesetzt, eines wackelt noch. Wir stellen die ungewöhnlichen Ideen vor. 

Mit seiner Idee für kompostierbares Saatgutkonfetti hat Philip Weyer offenbar den Zeitgeist getroffen. Mehr als 21.000 Euro hat der Produktdesigner aus Kassel beim Crowdfunding-Contest der Gründerinitiative Unikat der Uni Kassel bereits eingeworben. Damit ist es das erfolgreichste Projekt im Wettbewerb, der noch bis Mittwoch läuft.

Wir stellen die sechs Initiativen vor, die bereits die nötige finanzielle Unterstützung erreicht haben und realisiert werden, beziehungsweise noch Chancen haben. Die fünf erfolgreichsten Projekte erhalten zusätzlich Preisgelder in einer Gesamthöhe von 12.000 Euro.

Saatgutkonfetti

Das von Philip Weyer und Hannah Hartmann entwickelte biologisch abbaubare Konfetti macht nicht nur jede Hochzeit zu einer farbenfrohen Veranstaltung. Die 26 enthaltenen Samen sorgen dafür, dass Wochen später ein Blumenteppich die Landschaft ziert, an dem vor allem Bienen Gefallen finden.

„Das unser Projekt so einschlägt, hätten wir nicht gedacht“, sagt Weyer. Mit dem Geld könne die Produktion ausgebaut werden. Es liegen über 800 Bestellungen vor. Hartmann hat sich zwischenzeitlich aus dem Projekt zurückgezogen, dafür ist Christoph Trimborn mit an Bord. Das Konfetti stellen sie im Keller der Stadtimkerei her.

Jugendmagazin

Bisher gibt es das Jugendmagazin „Tierindir“ nur als Online-Ausgabe. Drei Freundinnen, darunter Imina Geilmann aus Kassel, haben es ins Leben gerufen. Sie wollen ihr Magazin, das sich mit Themen des Erwachsenwerdens beschäftigt, Anfang 2020 als gedruckte Ausgabe veröffentlichen. Geplant sind Themenhefte – etwa zu Liebe oder Familie Sie haben mit 4200 Euro die nötige Anschubfinanzierung zusammen.

Kasseler Bunkerpilz

Die Studentinnen Johanna Quendt, Gina Schwarzmaier und Katrin Becker sind auf den Pilz gekommen. Die Kasselerinnen wollen unter anderem Austernpilze in Bunkern und anderen ungenutzten Räumen züchten. Dafür nutzen sie Kaffeesatz als Substrat. Sie haben dafür 5600 Euro eingesammelt und können damit ihre Produktion aufbauen.

Nachhaltiges Konfetti: Philip Weyer und Christoph Trimborn (links) haben 21.000 Euro für ihr Saatgutkonfetti eingeworben.

Gegenstandsverleih

Hinter dem Projekt Allerleih steht eine Initiative, die einen sozialen Gegenstandsverleih in Kassel etablieren will. Ähnlich wie in einer Bibliothek sollen sich die Nutzer nützliche Dinge an verschiedenen Verleihstationen ausleihen können. Mit den bislang eingeworbenen 5200 Euro können die ersten beiden Verleihstationen in der Stadtbibliothek und im Sanderhaus eröffnet werden.

Babybeobachtung

Der Dachverband der freien Kindertagesstätten (Dakits) will die Babybeobachtung in Kassels Kitas etablieren. Dabei besuchen Mütter mit ihren Säuglingen regelmäßig Kitas. Durch den Kontakt wird die Empathiekompetenz der Kita-Kinder geschult. Noch fehlen von den nötigen 8000 Euro etwa 1600 Euro. Diese müssen bis Mittwoch zusammenkommen, damit es realisiert wird.

Kasseler Parkourhalle

In Kassel entsteht Nordhessens erste Indoor-Parkourhalle, die auch für Anfänger geeignet ist. Die gemeinnützige Freestyle GmbH hat dafür dank des Unikat-Crowdfundings 4800 Euro zusammenbekommen. Damit wird Material gekauft. Die Bauarbeiten für den Ausbau der Sportanlage sind schon gestartet.

Spenden für Projekte: www.startnext.com/pages/unikat

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.