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Kassel: Bahnhof Wilhelmshöhe soll für Bike+Ride attraktiver werden

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Von: Thomas Siemon

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Umweltfreundliche Kombination: Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof Wilhelmshöhe kommt, soll dort bald mehr und komfortablere Abstellplätze vorfinden.
Umweltfreundliche Kombination: Wer mit dem Fahrrad zum Bahnhof Wilhelmshöhe kommt, soll dort bald mehr und komfortablere Abstellplätze vorfinden. © Thomas Siemon

Es geht voran mit dem Radverkehr in Kassel: Am Bahnhof Wilhelmshöhe soll es neben neuen Parkbügeln auch ein Fahrradparkhaus geben. So soll Bike+Ride gefördert werden.

Kassel – Wer sich heute am Bahnhof Wilhelmshöhe umschaut, sieht ein Sammelsurium an Abstellplätzen für Fahrräder. Die werden zwar irgendwie genutzt, besonders attraktiv ist das allerdings nicht. Zumal hier auch einige Rostlauben stehen, die wahrscheinlich nie mehr jemand abholen wird. Das soll sich ändern, und zwar ziemlich bald. Die Stadt hat im Zusammenhang mit ihrer Offensive für den Radverkehr auch ein Konzept für den Bahnhof Wilhelmshöhe ausgearbeitet.

Der soll attraktiver für Bike+Ride (mit dem Fahrrad ankommen und der Bahn weiterfahren) werden. Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Mobilität und Verkehr wurde das Konzept jetzt präsentiert.

Kassel: Neues Fahrradkonzept für Bahnhof Wilhelmshöhe – Förderung von Bike+Ride

Es habe sehr konstruktive Gespräche mit der Bahn gegeben, berichtete Baurat und Verkehrsdezernent Christof Nolda (Grüne). Deshalb werde man bereits in den kommenden Monaten einige Verbesserungen umsetzen können. Dazu gehören die Abstellplätze auf dem Parkdeck in Höhe der Aufzüge. Dort gebe es bislang „bügelähnliche Konstrukte“, wie es Georg Förster, der Leiter des Straßenverkehrsamtes, formulierte. Die werde man in Absprache mit der Bahn austauschen.

Georg Förster, Leiter Straßenverkehrsamt
Georg Förster, Leiter Straßenverkehrsamt © Privat

Deutlichen Verbesserungsbedarf gebe es zudem im Übergang zwischen dem Parkdeck und den Rampen zu den Bahngleisen. Diese Bereiche hätten den Vorteil, dass sie überdacht sind. Auch hier sollen die alten Befestigungsmöglichkeiten durch neue Bügel ausgetauscht werden. Unter dem Strich soll es 100 bis 120 Stellplätze auf dem Willy-Brandt-Platz vor dem Bahnhof geben sowie 135 weitere Stellplätze unter anderem am Rand des Parkdecks. Die neuen Fahrradbügel am Bahnhof sind Bestandteil eines Programms für die ganze Stadt. 760 000 Euro stehen insgesamt zur Verfügung, das Land Hessen fördert den Ausbau mit 80 Prozent der Kosten.

Bahnhof Wilhelmshöhe soll für Radfahrer attraktiver werden: Geplant ist ein Fahrradparkhaus

Ein Pilotprojekt für das gesamte Stadtgebiet könnten die verschließbaren Abstellboxen am Bahnhof werden. Im Bereich des früheren Fahrradhofes und heutigen Busterminals sollen die entstehen. 13 Einzelboxen und Sammelboxen für 23 Räder sollen für eine sichere und wettergeschützte Abstellmöglichkeit sorgen.

Was das für die Nutzer kosten wird, ist nach Angaben von Förster noch nicht klar. Es müsse gewährleistet sein, dass dort keine ausrangierten Fahrräder länger herumstehen. Auf der anderen Seite wolle man das Angebot so günstig wie möglich halten. In Gesprächen mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) wolle man Möglichkeiten zur Kooperation ausloten.

Weiterhin in der Planung ist ein Fahrradparkhaus. Vorgespräche mit der Bahn hat es nach Angaben von Christof Nolda bereits gegeben. Noch könne er aber keinen konkreten Termin nennen. Mit den zusätzlichen Bügeln und Boxen sei man aber auf einem guten Weg. Ziel sei es, umweltfreundliche Mobilität mit dem Fahrrad, dem öffentlichen Nahverkehr und der Bahn zu fördern. (Thomas Siemon)

Der Bahnhof Wilhelmshöhe ist bei einem bundesweiten Ranking auf dem letzten Platz gelandet. Auf Platz eins schafft es der Bahnhof in Nürnberg.

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