MHK verlangt Gebühren

Bergpark & Co.: Wer fotografieren will, muss zahlen

Gebührenzahler: Heiko Meyer vor der Löwenburg bei Aufnahmen für einen Märchenkalender. Hier ist es das Motiv „Der eiserne Hans“. Foto: Lantelmé

Kassel. Seit diesem Jahr verlangt die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) von privaten Besuchern ihrer Häuser eine Gebühr in Höhe von fünf Euro, die für das Fotografieren in den Gebäuden erhoben wird. Ein Aufkleber „Fotoerlaubnis“ weist den autorisierten Hobbyfotografen aus.

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Für Hochzeitsfotos ebenso wie für andere gewerbliche Fotografien in den MHK-Gebäuden wie Weißensteinflügel aber auch Schloss Wilhelmsthal wird es teurer. Nach Auskunft von Dr. Gisela Bungarten, der stellvertretenden MHK-Leiterin, müssen 50 Euro pro halbe Stunde zuzüglich eines eventuellen Honorars für Aufsichtspersonal bezahlt werden. Diese Gebühr werde bereits seit 2006 erhoben.

Für gewerbliche Aufnahmen wie Werbung, Produktaufnahmen und Filmproduktionen verlangt die MHK auch draußen, in den Parks und im Gewächshaus, 50 Euro pro halbe Stunde. Wenn nötig, muss ebenfalls Aufsichtspersonal bezahlt werden.

Wie oft die MHK-Locations Bergpark und Co. für gewerbliche Nutzungen nachgefragt werden, konnte Bungarten nicht beantworten. Auch über die Einnahmen der MHK durch Film- und Fotogebühren machte sie keine Angaben. Nur so viel: „Wir haben ständig Anfragen, etwa für Modefotos.“

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Die Fotografen Heiko Meyer und Jörg Lantelmé vom Atelier Foto kreativ Kassel mussten jetzt 200 Euro an die MHK entrichten, weil sie für ein Foto-Shooting an der Löwenburg für ihren neuen Märchenkalender eine Stunde vor Ort waren und dafür mit zwei Autos vorfahren mussten. Dass man für Innenaufnahmen für gewerbliche Zwecke eine Fotogebühr bezahlt, sei ja nicht ungewöhnlich, sagt Meyer. Außen gelte aber in der Regel Panoramafreiheit.

„Wir haben schon unterschiedliche Sachen gehört und erlebt, sagt Sabine Bethke vom Kasseler Fotostudio Bethke. Einmal hieß es, Fotografen sollten pro Jahr 250 Euro pro Park zahlen.“ Realisiert wurde das jedoch nie. „Wir machen doch schließlich auch Werbung für den Bergpark.“

In anderen Kasseler Museen werden generell keine Fotogebühren erhoben.

Von Christina Hein

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