GWG baut auf Gelände Ein- und Mehrfamilienhäuser

Eichendorff-Schule in Bettenhausen: Der Abriss hat begonnen

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Muss für neuen Wohnraum weichen: Das Gebäude der Eichendorff-Schule in Bettenhausen.

Neben der Heinrich-Steul-Schule im Forstfeld verschwindet derzeit noch ein weiteres ehemaliges Schulgebäude im Kasseler Osten: die Joseph von Eichendorff-Schule in Bettenhausen.

Seit der vergangenen Woche arbeiten sich die Abrissbagger kontinuierlich voran. Einige Außenwände sind bereits entfernt. Auf dem 32 000 Quadratmeter großen Grundstück soll neuer Wohnraum für 500 Menschen entstehen.

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) plant, an der Eichwaldstraße 127 Mietwohnungen und 45 Eigenheime zu errichten. 33 Millionen Euro wird das Unternehmen in das Projekt, das vom Kasseler Architekturbüro Pape + Pape geplant worden ist, investieren. Die Kosten für den Abriss betragen 650 000 Euro. Im Januar war das Schulgebäude durch einen Brand weiter beschädigt worden. In den zurückliegenden Jahren hatte es immer wieder Vandalismus gegeben. Die durch den Brand kontaminierten Bauteile müssten beim Abriss getrennt entsorgt werden, heißt es von der GWG. Die benachbarte Olebachhalle ist im vergangenen Jahr saniert worden.

Die neuen Eigenheime sollen verkauft werden. Die Wohnungen werden vermietet. Überwiegend sind dreigeschossige Ein- und Mehrfamilienhäuser geplant. Entgegen einer maximalen Ausnutzung des Grundstücks soll die Attraktivität des Wohnumfeldes im Vordergrund stehen, heißt es von der GWG. Voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2021 will die GWG mit dem Bau des ersten Bauabschnitts beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Aufgrund der aktuellen Situation sei eine verbindliche Prognose schwierig.

Gebaut werde auf dem Grundstück auch ein angemessener Anteil an preisgünstigen Sozialwohnungen hatte GWG-Chef Peter Ley bei der Projektvorstellung verkündet. Die Preise würden zwischen 6,80 und 8 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Weitere Besonderheiten des Konzepts: Im Quartier Eichwald werden eine Kindertagesstätte und ein Stadtteilzentrum gebaut. Der Verein Piano soll die Angebote dort betreuen – angefangen bei der Hausaufgabenhilfe bis hin zur Rollatorenwartung.

Die Joseph-von-Eichendorff-Schule in Bettenhausen wurde 2016 geschlossen – ein Jahr früher als geplant. Über Jahre stetig sinkende Schülerzahlen waren die Ursache für die umstrittene Schließung.

Bereits seit 2004 galt die Gesamtschule wegen Schülermangels als gefährdet, 2008 drohte erstmals das konkrete Aus. Ein Grund dafür war auch, dass die dringend notwendige Sanierung der maroden Schulgebäude mindestens 15 Millionen Euro gekostet hätte. Das Geld wollte die Stadt dort nicht mehr einsetzen.

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