Finanzbuchhalterin zweigte 150.000 Euro aus der Landeskasse ab

Kassel: Bewährungsstrafe für Ex-Justizangestellte

Kassel. Wegen schwerer Untreue in 64 Fällen - davon drei in Tateinheit mit Urkundenfälschung - und sieben weiteren Urkundenfälschungen ist eine 30-jährige ehemalige Justizangestellte aus Kassel am Montag zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Außerdem erlegte das Kasseler Amtsgericht der Frau auf, in 400-Euro-Monatsraten den Schaden von über 150.000 Euro abzustottern, den sie der Landeskasse zugefügt hatte. Nach eigenen Angaben hat die junge Frau bereits vor einiger Zeit mit dieser Abzahlung begonnen.

Die Kasselerin hatte in der Finanzverwaltung des Landgerichts gearbeitet. Sie hat gestanden, zwischen 2007 und 2009 ihre damaligen Befugnisse missbraucht zu haben, um angebliche Gutachter-, Sachverständigen- und Dolmetscher-Vergütungen auf ein eigenes Konto zu überweisen.

Beträge bis zu 2500 Euro hatte die Frau ohne weitere Prüfung anweisen können. Nur in einem der 64 Fälle überschritt sie diesen Betrag. In den ersten beiden Fällen überwies sie Geld an ihre Schwiegereltern. Inzwischen sei das Buchungsverfahren geändert worden, sagte ihr ehemaliger Vorgesetzter aus. Jetzt würden Anweisungen ab 500 Euro gegengeprüft. (kaj)

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