Höherer Krankenstand als im Landesdurchschnitt

Kasseler haben mehr Rückenschmerzen - Anstieg auch bei psychischen Erkrankungen

Kassel. Die Bewohner von Stadt und Landkreis Kassel waren 2017 häufiger krank. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen um 0,1 Prozentpunkte angestiegen.

Mit 4,5 Prozent gab es in der Region einen höheren Krankenstand als im Landesdurchschnitt, der bei 4,2 Prozent liegt. Das zeigen die Ergebnisse des Gesundheitsreports der DAK. In Zahlen heißt das, dass an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 45 krankgeschrieben waren.

Die meisten und damit mehr als jeder Fünfte hatte sich wegen Muskel-Skelett-Erkrankungen krankschreiben lassen. Rückenschmerzen haben laut den Ergebnissen der Krankenkasse um drei Prozent zugenommen und rangieren damit weiter auf Platz eins. Besonders auffällig ist allerdings, dass die Fehltage bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände deutlich angestiegen sind – nämlich um neun Prozent und damit der zweihäufigste Grund in der Region sind, um sich krankschreiben zu lassen.

Auch bei den Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis gab es einen Anstieg um neun Prozent. Mit einem Anteil von 17,2 Prozent am gesamten Krankenstand lagen sie auf Platz drei.

Hessenweit gingen allerdings neun von zehn Arbeitnehmern mit Rückenschmerzen zur Arbeit und ließen sich nicht krankschreiben. „Die Wahrscheinlichkeit, sich wegen der Rückenschmerzen krankzumelden, steigt jedoch mit der Stärke der empfundenen Schmerzen“, sagt Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes der Region Kassel. Seelische Belastungen würden häufig zu Rückenbeschwerden beitragen. Hier spielten berufliche wie private Probleme eine Rolle.

Auf 100 Erwerbstätige in Hessen entfielen rund 92 Fehltage wegen Rückenschmerzen. In Kassel war die Zahl der Ausfalltage mit 85 etwas geringer. Auch die durchschnittliche Dauer je Krankschreibung lag mit 10,4 Tagen unter dem Landesdurchschnitt (zwölf Tage). 

Rubriklistenbild: © Pixabay

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