Die große Serie

Kassels Bio-Läden im Check - Teil zehn: Omega-3-Bauernmarkt

Kassel. In unserer Serie Kassels Bio-Läden stellen wir inhaberbetriebene Geschäfte vor, die auf fair gehandelte Bioprodukte, unverpackte Ware und regionale Lebensmittel setzen.

Im ersten Teil haben wir das Schmackes vorgestellt.

Im zweiten Teil haben wir "Naturkost Quer Beet" besucht.

Der dritte Teil stellt das Schmanddibben im Vorderen Westen vor.

Teil vier beschäftigt sich mit der Butterblume.

Im fünften Teil haben wir das Weissenstein vorgestellt.

Im sechsten Teil ist nun der Biomarkt Greger an der Reihe.

Im siebten Teil stellen wir das Schmanddibben in Kirchditmold vor. 

In Teil acht geht es um den Genuss-Kiosk Grünow in Harleshausen.

Im neunten Teil testen wir den Welt- und Regioladen Karibu.

Teil zehn: Im Omega 3 gibt es Spezialitäten von Schwein, Rind und Huhn

Teil 10: Omega 3 Bauernmarkt

Fleisch und Wurst in Bio-Qualität, direkt vom Erzeuger – das gibt es im „Omega 3 Bauernmarkt“ in Kirchditmold. Alle Waren im Ende November in den Räumen der ehemaligen Fleischerei Neumeier eröffneten Laden stammen aus eigener Herstellung. Das Besondere: Bei dem Inhaber-Trio Fabian Umbach (Heidehof in Albshausen), Bernd Krug aus Baunatal-Rengershausen und Hubert Hirschle aus Morschen-Eubach essen selbst die Tiere Bio.

Sind mit ihrem Laden „Omega 3 Bauernmarkt“ neu in der Zentgrafenstraße in Kirchditmold: Bio-Bauer Fabian Umbach und Mitarbeiterin Sabrina Tasar.

Konzept: Umbach steuert Fleisch und Wurst vom Schwein sowie ein paar Produkte vom Huhn bei, von Krug kommen Molkerei- und Rind-Produkte, Hirschle liefert Geflügel. Soweit die Aufteilung. Gemein haben die Bio-Bauern ihr Fütterungskonzept. Die Tiere bekommen Getreide, Hülsenfrüchten und

Ölpresskuchen mit Lein, Raps, Hanf und Heilkräutern – alles aus der Region. Die Grundfütterung für jedes Tier ist Gras oder Klee. Durch ihr Fütterungskonzept wollen die Bauern das Fettsäurenverhältnis zwischen Omega 6 und Omega 3 ausgewogener halten. Sie streben je nach Ware ein Verhältnis zwischen 1,5:1 und 4:1 pro Omega 6 an.

Zum Vergleich: Bei konventioneller Tierhaltung sei das Verhältnis 30:1 pro Omega 6 und selbst bei Bio-Verbandsware, wie etwa von Demeter, liege es noch bei 15:1, sagt Umbach. Je ausgeglichener, desto gesünder sei das Tier und desto besser sei letztlich die Qualität der Ware. Eine transparente Darstellung des Futterkonzepts soll bald auf der Homepage des Ladens online sein.

Sortiment: Der Fokus des Omega 3 Bauernmarkts liegt klar auf tierischen Produkten. Und hier gibt es neben nordhessischen Klassikern wie Ahler Wurscht, Weckewerk, Ahler Blut- und Leberwurscht einige ausgefallene Besonderheiten. In Kooperation mit dem Kräuterdruiden Hubert Cremer, der die Bauern auch hinsichtlich ihres Fütterungskonzepts berät, entstehen ausgefallene Kreationen, wie etwa Rindfleischkäse, Geflügel-Weißwurst, Rind-Mettenden, Hähnchen-Pfefferbeißer und sogar Mischprodukte wie Wiener Würstchen aus Hähnchen und Schwein. Doch bei „Omega 3“ gibt es nicht nur Tierisches. 

Derzeit liefert Kräuterdruide Cremer noch die Molkereiprodukte, bald wandert dieses Aufgabengebiet an Bauer Krug weiter. Neben einer Käsetheke, an der es auch einen 2015 mit dem Weltkäsepreis ausgezeichneten Remeker von Jersey-Kühen gibt, bieten die Bauern Eier und Backwaren an. Bald soll noch saisonales Gemüse aus eigenem Anbau dazu kommen. Die spezielle Haltung und Fütterung der Tiere hat ihren Preis. Ein Zwei-Kilo-Huhn kostet knapp 28 Euro, für eine Ahle Wurscht (600 Gramm) werden etwa 23 Euro fällig, zehn Eier gibt es für 3,80 Euro. Diese Preise sind repräsentativ für einen Großteil der Waren bei „Omega 3“.

Infos: Günstig ist hingegen der Mittagstisch, den es täglich ab 12 Uhr gibt. Hier verarbeiten die Bio-Bauern ihre Qualitätsware zu wechselnden Gerichten, die zwar auch mal vegetarisch sein können, aber in den meisten Fällen mit Schwein, Rind oder Huhn sind. Dafür verlangen Umbach und Co nur 3,80 Euro pro Portion. Schüler zahlen sogar nur drei Euro. Geöffnet ist der „Omega 3 Bauernmarkt“ in der Zentgrafenstraße 132 in Kirchditmold Dienstag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr, freitags von 10 bis 18 und samstags von 9 bis 13 Uhr. Sonntags und montags ist der Laden geschlossen.

Kontakt: Telefon: 0561/67171

www.omega3-bauernmarkt.de

Teil 9: Welt- und Regioladen Karibu

Bei diesem Bioladen stehen zur Abwechslung mal nicht Lebensmittel wie Obst und Gemüse im Mittelpunkt: Im Welt- und Regioladen „Karibu“ werden seit vier Jahren ausschließlich fair gehandelte Produkte verkauft, also auch Dinge, wie Haushaltsgegenstände und Dekorationsartikel. Diese kommen aus der ganzen Welt, regionale Bio-Lebensmittel stehen aber auch im Regal.

Konzept: Die Genossenschaft „Karibu Welt- und Regionalladen Kassel“ führt den Laden in der Kasseler Innenstadt. Sie hat 76 Mitglieder und arbeitet eng mit dem Verein Karibu Kassel zusammen, der für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. 

Jeder kann der Genossenschaft beitreten und gleichberechtigt über die Angelegenheiten, die das Geschäft betreffen, mitbestimmen. Karibu läuft unter dem Weltladen-Dachverband und wird von diesem alle zwei Jahre auf die Fairness der Produkte überprüft. Für diese müssen die Erzeuger faire Preise bekommen haben, von denen sie leben und ihre Existenz sichern können.

In ihrem Laden gibt es vor allem Geschenkartikel: Gabriele Dumeier (von links), Ronja Herghiligiu und Heike Mattern arbeiten im Welt- und Regioladen Karibu, in dem ausschließlich fair gehandelte Produkte verkauft werden.

• Sortiment: Hauptsächlich gibt es bei Karibu Geschenkartikel wie Kerzen und Vasen. Andere Produkte, die von Schuhen aus Naturkautschuk über Geschirr aus China, das aus Bambusspänen hergestellt wird, bis zu Hängematten aus Kolumbien reichen, sind auch Teil des Sortiments. Alle Waren werden fair gehandelt, 80 bis 90 Prozent von ihnen seien bio, sagt Gabriele Dumeier, die gemeinsam mit der ehemaligen Kasseler Bundestagsabgeordneten der Grünen Nicole Maisch den Vorstand der Genossenschaft bildet. 

Frische Produkte wie Obst und Gemüse gibt es im Laden nicht, mehrere Regale sind aber mit Lebensmitteln wie Reis, Schokolade und Wein gefüllt. Ein Regal ist nur für regionale Produkte bestimmt, die aus einem Umkreis von maximal 100 Kilometern geliefert werden. Darin steht zum Beispiel Kasseler Stadthonig von der Imkerei Victor Hernández, Kaffee der Gudensberger Rösterei Röstrausch und Tee von der Marke Berglandkräuter aus Hessen.

Ein Regal nur für regionale Produkte: Die regionalen Lebensmittel kommen von Lieferanten aus einem Umkreis von 100 Kilometern.

• Infos: In den Welt- und Regioladen ist auch ein kleines Café integriert, in dem es Kuchen, Kaffee und Kakao gibt. Außerdem liegen dort verschiedene Zeitungen aus, die gelesen werden können.

Für den Verkauf im Laden gibt es zwei halbe Stellen, außerdem ist eine studentische Hilfskraft angestellt. Die restlichen Mitarbeiter arbeiten ehrenamtlich.

Der Karibu-Laden befindet sich in der Obersten Gasse 30. Montags bis freitags kann von 10 bis 18 Uhr eingekauft werden, samstags ist der Laden von 10 bis 16 Uhr geöffnet. 

Alle Informationen über das Geschäft und die Mitgliedschaft in der Genossenschaft gibt es auf der Homepage.

Teil 8: Genuss-Kiosk Grünow in Harleshausen

„Ein guter Wein muss nicht teuer sein“ – nach diesem Motto betreibt Vincenz Grünow seinen „Genuss-Kiosk Grünow“ in der Karlshafener Straße. Der 57-Jährige hat sich vor allem auf Wein und Käse spezialisiert. Wer bei Grünow einkaufen möchte, muss aber nicht nach Harleshausen fahren, denn der Inhaber liefert direkt ans Haus.

• Konzept: Nach seiner Eröffnung 1998 war der Kiosk zunächst ein Naturkostladen mit breiterem Sortiment. Als Grünow 2008 in den Betrieb einstieg, begann er sukzessive damit, das Sortiment zu reduzieren, auf Wein und Käse zu spezialisieren und dabei trotzdem auf Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau zu setzen. Seit eineinhalb Jahren ist Grünow alleiniger Inhaber des Ladens. 

Seinen Kiosk nutzt Grünow vorrangig zu Präsenzzwecken für seine Stammkunden vor Ort und als Lager für die Anlieferung. Sein Kerngeschäft ist der Lieferservice. Ab 30 Euro liefert er im Stadtgebiet und im Kasseler Speckgürtel aus. Weitere Wege sind je nach Bestellwert aber nicht ausgeschlossen.

Kleines aber feines Sortiment: Vincenz Grünow bietet in seinem „Genuss-Kiosk“ Bio-Weine aus Frankreich, Italien und Spanien, deutsche Weine aus Rheinhessen, Bio-Käse sowie Honig, Wildgulasch und Ahle Wurscht aus der Region an.

• Sortiment: In Grünows Weinregal steht kein Tropfen, den er nicht selbst verköstigt hat. Neben Bio-Weinen aus Frankreich, Spanien und Italien gibt es deutsche Weine aus dem Rheinhessen-Dreieck Mainz-Alzey-Worms. Diese würden unter Weinkennern als „die besten der Welt“ gelten, sagt Grünow. Einen Liter Grauburgunder aus Ober-Flörsheim gibt es schon für sechs Euro. Der teuerste Wein im Laden kostet gerade mal 9,45 Euro – „Le Manpôt“, ein dezent im Fass gereifter, trockener Rotwein aus Frankreich. 

Besonders spanische Bio-Weine seien wegen des vergleichsweise niedrigen Preises derzeit beliebt, sagt Grünow. Der ausgewogene „Parra Jiménez“-Rotwein aus La Mancha etwa kostet 7,45 Euro. Alle Weine bezieht Grünow von Naturian in Fuldabrück. Die Käsetheke befüllt der Bio-Großhandel Naturkost Elkershausen in Göttingen. Einen neun Monate gereiften Comté – ein ostfranzösischer Bergkäse mit leichter Fruchtnote – gibt es für 2,65 Euro pro 100 Gramm. Für die gleiche Menge eines zwölf Monate gereiften Comtés zahlt man 2,95 Euro. 

Außerdem bietet Grünow Wildgulasch vom Reh, Wildschwein und demnächst auch vom Hirsch von der Wildfleischerei Prestor in Vellmar an. Backwaren von der Vollkornbäckerei Kirpi in Niestetal-Sandershausen gibt es auf Bestellung, der Honig kommt von einem befreundeten Hobby-Imker Grünows aus Lichtenhagen im Knüllwald.

• Infos: Der „Genuss-Kiosk Grünow“ in der Karlshafener Straße 5 ist montags bis mittwochs sowie freitags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 13 Uhr. Nach Ladenschluss liefert Grünow die Bestellungen aus. Donnerstags ist der Laden geschlossen, da Grünow ganztägig ausliefert. Dienstags und donnerstags liefert Grünow auch Frühstück mit Backwaren, Wurst und Käse in Unternehmen. 

Grünow bietet außerdem Weinproben für zu Hause an – ohne Grundpreis, mit anschließendem Flaschenverkauf. Auf seiner Homepage gibt der Inhaber einen Überblick über sein Sortiment. Bestellungen können telefonisch unter 0561/87 17 01 oder persönlich im Laden aufgegeben werden.

Teil 7: Bioladen Schmanddibben in Kirchditmold 

Die Ursprünge des „Schmanddibben“ in Kirchditmold liegen ebenso wie die seines Namensvetters in der Lassallestraße (Teil drei unserer Serie) in den 80er-Jahren, als sich eine Gruppe ökologisch bewusster Einzelhändler aus Kassel zu einer Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft zusammenschlossen.

Mit dabei war auch Knud Kauffmann (61), Inhaber des „Schmanddibben“ in der Zentgrafenstraße. Den Laden übernahm er 1999.

Bio-Einzelhändler mit Leib und Seele(von links): Julia Plettenberg, Mitarbeiterin im „Schmanddibben“ in Kirchditmold und Inhaber Knud Kauffmann hinter der Theke des Ladens.

• Konzept: Nach finanziell schwierigen Zeiten reduzierte Kauffmann seine Öffnungszeiten vor acht Jahren auf drei statt sechs Tage in der Woche. Der Laden ist montags und freitags von 9 bis 19 Uhr und samstags von 8.30 bis 13.30 Uhr geöffnet. Seitdem laufe es paradoxerweise wirtschaftlich immer besser. Er erklärt sich das so: „Weniger ist mehr – die Konzentrierung des Angebots auf einen zeitlichen Rahmen ist besser als ständige Verfügbarkeit.“

Um seine ausschließlich fair gehandelten Bioprodukte an diesen drei Tagen an die Frau und den Mann zu bringen, hat sich Kauffmann einiges einfallen lassen. Montag ist Rabatt-Tag. 

Alle Frischwaren – wie Obst und Gemüse –, die sich nicht bis Freitag halten würden, sind um 20 Prozent reduziert. Was davon übrig bleibt, kann mittwochs als „Grüne Verarbeitungskiste“ in der Single- oder Familienvariante zur Hälfte des Normalpreises abgeholt werden. Bestellungen dafür nimmt Kauffmann montags an. 

Backwaren aus der Region: Lieferanten sind der Eschenhof in Wolfhagen, der Kragenhof in Staufenberg, die Kasseler Vollkornbäckerei Kirpi, die Bäckerei Schill in Berkatal, der Brotgarten in Kassel sowie die bayrische Backstube Kornzauber.

Auf Nachfrage liefert er die Kisten auch zu den Kunden nach Hause. Neben der „Verarbeitungskiste“ gibt es auch die „Grüne Abokiste“ mit frischer Ware, die bis Freitag bestellt und samstags abgeholt werden kann. Inhalt und Preis sind bei beiden Kisten individuell bestimmbar.

Wer sich ein Kundenkonto einrichtet, kann mit monatlichen Vorauszahlungen ab 100 Euro bargeldlos im Schmanddibben einkaufen. Dafür gibt es zusätzlich aufgerechnete Rabatte zwischen ein und zwei Prozent – je nach Höhe der Vorauszahlung.

Kauffmann bietet auch niedrigere Gebindepreise an. Bei sechs Gläsern Erdnussmus etwa, kostet das Glas (500 Gramm) im Gebinde statt 5,30 Euro 4,20 Euro. Eine Sechserkiste Wein gibt es zum Preis von fünfeinhalb Flaschen und eine Zwölferkiste zum Preis von elf.

• Sortiment: Neben frischem Gemüse und Obst, einem umfangreichen Trockensortiment, Backwaren von sechs verschiedenen Bäckern aus der Region sowie einem Nachfüllservice für Spül- und Waschmittel, gibt es auch Kosmetikartikel wie Seife, Shampoo oder Deo, die ohne Tierversuche hergestellt wurden.

Auf Anfrage kann im Laden Biofleisch vom Eschenhof Wolfhagen und von Bio-Metzger Martin Theisinger aus Habichtswald bestellt werden. Außerdem bietet Kauffmann – solange der Vorrat reicht – selbst gemachtes Hummus für 2,40 Euro pro 100 Gramm an.

Blick in die Auslage: Ein Kunde begutachtet das frische Obst im Schaufenster des Ladens an der Zentgrafenstraße.

Infos: Kauffmann beschäftigt in seinem Laden in der Zentgrafenstraße 166 in Kirchditmold zwei Mitarbeiterinnen. Eine von ihnen betreibt mit einem weiteren Geschäftspartner das Schmanddibben-Café. Während der regulären Öffnungszeiten sowie neuerdings mittwochs von 11 bis 17 Uhr gibt es vor dem Laden Kaffee der Gudensberger Rösterei Röstrausch sowie selbst gemachten Kuchen und Suppen. Im Winter wird das Café in den Laden verlegt.

Die „Grünen Kisten“ können telefonisch unter 0561/69135 oder persönlich im Laden bestellt werden. Auch die Bezahlung mit den Kasseler „Bürgerblüten“ ist im Schmanddibben möglich. Da Kauffmann seinen Laden auch als Ort der Begegnung und des Austauschs definiert, findet an jedem ersten Dienstag im Monat von 17 bis 20 Uhr ein Forum der Genossenschaft „Pro Kirchditmold“ statt.

Teil sechs: Biomarkt Greger

Der Biomarkt Greger blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte mit prominenter Kundschaft zurück. Prinz Charles informierte sich bei Inhaber Hans-Georg Greger über ökologischen Anbau.

Die Fachkräfte an der Fleisch- und Käsetheke: (von links) Maike Figge, Angelika Carstens und Sabine Dörfler.

Besonderes Interesse zeigte Prinz Charles an der Vermarktung von Bioprodukten. Ende der 80er Jahre – als Bestandteil der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft Schmanddibben e.V. gegründet – hat sich aus dem ehemaligen Schmanddibben in der Kunoldstraße eine feste Größe unter Kassels Bioläden entwickelt. Dennoch hat sich die Grundidee nie verändert. So setzt Greger nach wie vor auf ökologisch produzierte Lebensmittel aus der Region. Doch wie finanziert sich der Bio-Einzelhandel? Und wie hat sich das Angebot im Laufe der Jahre entwickelt?

Inhaber und Geschäftsführer Hans-Georg Greger bietet in seinem Biomarkt eine breite Palette ökologischer und fair produzierter Waren an.

• Konzept: „Ich will alles abbilden, was es an Bio gibt“, erklärt der 61-jährige Diplom-Agraringenieur Greger. Den Kunden wird ein Sortiment an ökologischen Produkten geboten. Obst und Gemüse findet man dort ebenso wie verschiedene Käsesorten und Backwaren. Natürlich darf auch die nordhessische Ahle Wurscht nicht fehlen. „Wir versuchen, die Preise so zu gestalten, dass sie etwa zehn Cent unter den Preisempfehlungen der Bioladen-Ketten liegen“, sagt Greger. Dies sei möglich, da der Biomarkt hohe Steigerungsraten zu verzeichnen habe, was an den engagierten Mitarbeitern liege. So erwirtschaftet der Biomarkt genug, um die laufenden Kosten zu decken und mehr als 30 Menschen einen Arbeitsplatz zu bieten. „Gelebte und geteilte Verantwortung und eine Kommunikation auf Augenhöhe machen unser tolles Team aus“, beschreibt Greger die Philosophie des Ladens.

Die Mitarbeiter Marion Friedrich und Gerd Mohr präsentieren die Auswahl an regionalem und ökologischem Obst und Gemüse.

• Sortiment: Ökologisch angebautes Obst, Gemüse und aus der Region bezogene Lebensmittel machen den überwiegenden Teil des Warenangebots aus. Darüber hinaus bezieht Greger Fleisch aus der Toskana und Milchprodukte sowohl aus dem Allgäu, als auch aus Holland. Zu diesen – wie zu allen anderen – Erzeugern pflege Greger ein professionelles und freundschaftliches Verhältnis. Die jeweilige Produktqualität sei dadurch stets nachvollziehbar.

Die regionalen Lebensmittel bezieht Greger von unterschiedlichen Höfen und Händlern. Dazu gehört Obst und Gemüse vom Biolandhof Engemann aus Willebadessen, frische Vollmilch und Camembert vom Wolfhager Eschenhof, Gänse- und Putenfleisch vom Großalmeroder Biolandhof Gut Gießenhagen und Eier vom Baunataler Hof Eisenach. In der hauseigenen Fleischerei in Lohfelden produziert Greger in Zusammenarbeit mit Uwe Armbröster Fleisch- und Wurstwaren in Bioqualität.

• Infos: Der Biomarkt Greger an der Wilhelmshöher Allee 275 hat montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag steht ein zwölfköpfiges Team den Kunden von 8 bis 14 Uhr zur Verfügung. „Die Kundenbedienung ist essenziell“, sagt Greger. Der persönliche Kontakt zum Kunden stehe im Mittelpunkt, wodurch der Biomarkt als Treffpunkt fungiere. Das ladeneigene Stehcafé spiele in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. 

Eine Übersicht über das Sortiment und Hinweise zu aktuellen Angeboten finden sich auf der Internetseite

Von Steven Vorphal

Teil fünf: Das Weissenstein

Im Weissenstein am Königstor kann man nicht nur im Bio-Restaurant essen, im hinteren Teil des Lokals befindet sich zusätzlich ein kleiner Bioladen, in dem unter anderem Produkte verkauft werden, die Inhaber und Koch René Müller selbst hergestellt hat.

Hier ist alles bio: Inhaber und Koch des Weissenstein, René Müller, setzt auf frische Erzeugnisse aus der Region.

Konzept: Vor einem Jahr eröffnete das Bio-Restaurant – und damit auch der Laden. Dieser ist nicht mit einer Wand von dem Lokal getrennt, sondern ist in das Restaurant mit einem eigenen Bereich integriert. Inhaber René Müller steht selbst in der Küche und hat zwei Kooperationspartner: Bio-Metzger Martin Theisinger aus Habichtswald-Ehlen, und Bio-Bauer Stefan Itter aus Kirchberg. Sie gestalten das Weissenstein mit und besprechen mit Müller, was angebaut und verkauft werden soll.

Bioladen im hinteren Bereich des Restaurants: Bei Weissenstein kann man essen und einkaufen

Sortiment: Alle Produkte bei Weissenstein sind bio, nur das Wildfleisch hat kein Bio-Zertifikat. Meist kommt die Ware aus der Region. Im Laden gibt es eine Käsetheke mit regionalem Käse wie dem Diemeltaler vom Jacobihof in Körbecke, an sie schließt sich die Fleischtheke an. Dort gibt es auch fertig gekochtes Essen wie Sauerbraten, das nur noch warm gemacht werden muss. Das Angebot an den Theken bezeichnet Müller als Schwerpunkt in seinem Laden. Viele andere Produkte, die er selbst gemacht hat, sind ebenfalls im Sortiment, darunter Konfitüren wie Pfirsich-Pfefferminz und hausgemachte Nudeln. Einen großen Teil des Ladens macht eine Auswahl an Bio-Weinen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien und Spanien aus. Ein Getränk trägt sogar den Namen des Ladens: Das Weissenstein-Bier. Das naturtrübe Pils wird in der Bio-Brauerei Schinkels in Witzenhausen gebraut.

Infos: Bei Weissenstein kann man nicht nur essen und einkaufen, auch einen Cateringservice für Veranstaltungen außerhalb des Restaurants bietet René Müller an. Im Restaurant stehen immer saisonale Gerichte auf der Speisekarte, zu der es zusätzlich drei täglich wechselnde Mittagsgerichte und ein täglich wechselndes Abendmenü gibt. An der Fleischtheke können sich Gäste ihr Fleisch aussuchen, das sie gerne essen möchten. Im Durchschnitt kosten die Mittagsgerichte 12 Euro und die Abendgerichte 25 Euro. Das Weissenstein liegt im Königstor 46 in der Innenstadt. Der Bioladen hat dienstags bis samstags von 9 bis 19 Uhr geöffnet, das Restaurant dienstags bis samstags von 9 bis 22 Uhr. Sonntags gibt es von 10 bis 14 Uhr einen Bio-Brunch.

Alle Informationen über das Weissenstein gibt es im Internet unter www.weissenstein-kassel.de

Teil vier: Die "Butterblume"

Mit der Neueröffnung vor zwei Monaten hat in der „Butterblume“, in der Frankfurter Straße auch ein neues Konzept Einzug gehalten. Im Fokus des Warenangebots stehen ökologische und fair produzierte Lebensmittel aus der Region. Doch wie finanziert sich der Bio-Einzelhandel? Und wie hat sich das Angebot seit Geschäftsbeginn entwickelt? 

Gründerin, Inhaberin und Geschäftsführerin in einer Person: Helen Neuwirth (22) bietet in ihrem Bioladen „Butterblume“ in der Kasseler Südstadt ein breites Angebot an ökologischen und fair produzierten Waren.

• Konzept: „Der Verzicht auf unnötige Plastikverpackungen erfordert ein Umdenken“, erklärt die 22-jährige Inhaberin Helen Neuwirth. So wird den Kunden angeboten, neben selbst mitgebrachten Behältern auch vor Ort gekaufte Gefäße mit den unverpackten Lebensmitteln zu befüllen. „Die Produktpreise richten sich nach unserer Abnahmemenge“, sagt Neuwirth weiter. Die angebotenen Gewürze seien dadurch oftmals günstiger als im konventionellen Einzelhandel. 

Die Preise der angebotenen Obst- und Gemüsesorten können hingegen etwas höher sein. Die Realisierung des Ladens wurde durch Unikat Fördermittel – einem Gemeinschaftsprojekt der Universität Kassel und der Wirtschaftsförderung der Region Kassel – und durch Crowdfunding Spenden ermöglicht. 

Eine Besonderheit des Ladens ist das Unverpackt-Regal. Hier können sich Kunden gewünschte Mengen an Linsen und Haferflocken in Handarbeit selbst abfüllen, wie Kundin Irina Frank.

Aufgrund des großen Zuspruchs aus der Bevölkerung erhielt Neuwirth statt der benötigten 25.000 Euro einen Betrag von mehr als 33.000 Euro, um die Butterblume zu eröffnen. Bereits zwei Monate nach Eröffnung trägt sich der Laden selbst, auch wenn die eigene Entlohnung noch nicht allzu hoch ist, so Neuwirth.

• Sortiment: Vorwiegend setzt sich das Warenangebot aus biologisch angebautem Obst, Gemüse und Lebensmitteln mit regionalem Bezug zusammen. Des Weiteren gibt es eine breite Palette an unverpackten Nahrungsmitteln, die sich der Kunde vor Ort selbst in gewünschter Menge abfüllen kann. Dazu gehören Bohnen, Linsen, Cornflakes und Haferflocken. 

Selbst die alltäglich benötigten Drogerieartikel wie Waschmittel können selbst abgefüllt werden. Die Butterblume bezieht ihre Lebensmittel von verschiedenen Händlern und Höfen aus der Region. Dazu gehören Kartoffeln vom Homberger Biohof Groß , Rote Beete und Zwiebeln vom Wolfhager Eschenhof und Hessisch Hochland Linsen aus dem Schwalmtal. 

„Das Sortiment ist darauf ausgelegt, den Kunden eine Möglichkeit zu bieten, ihr Einkaufs- und Ernährungsverhalten möglichst müll- und plastikarm zu gestalten“, erklärt Neuwirth. Zu viel Idealismus sei aber nicht gut. Eher solle an das freiwillige Umdenken der Menschen appelliert werden, so Neuwirth weiter.

• Infos: Die Butterblume in der Frankfurter Straße 73 hat montags bis freitags von 9 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Am Samstag steht das dreiköpfige Team den Kunden von 9 Uhr bis 14 Uhr zur Verfügung. Besonders schön sei es, wenn sich Kunden in der Sitzecke aufhielten. Dies belebe den Laden, berichtet Mitarbeiterin Karin Hesse (57).

Weitere Infos zur "Butterblume" gibt es auf der Facebookseite des Geschäfts.

Teil 3: Das Schmanddibben

Das „Schmanddibben“ am Goethestern gehört zu den ältesten Bioläden Kassels. In den 1980er-Jahren von der Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaft „Schmanddibben e. V.“ ins Leben gerufen, gab es zunächst drei Läden unter gleichem Namen – einen in der Kunoldstraße, einen in der Zentgrafenstraße und einen in der Lassallestraße. Die beiden Letzteren existieren – wenn auch unabhängig voneinander – bis heute.

Seit fünfeinhalb Jahren führen Barbara und Silke Obermeier das Schmanddibben in der Lassallestraße. Das Motto ist 34 Jahre nach der Eröffnung das gleiche: „Wissen, wo’s herkommt.“

• Konzept: Ein kleiner Bioladen hält sich finanziell nicht dadurch über Wasser, dass die Kunden eben noch eine Tüte Milch kaufen und die Besorgungen für die Woche im Discounter machen. Das wissen auch Barbara und Silke Obermeier. Deshalb kann man seit September Teil des „Schmanddibben-Supporter-Teams“ werden.

Für 20 Euro pro Monat – Familien und Wohngemeinschaften zahlen 35 Euro – kann man den Laden unterstützen und bekommt auf jeden Einkauf zehn Prozent Rabatt sowie ein kostenloses Mittagessen im Monat. Ihren „Supportern“ (Unterstützern) bieten die Obermeiers außerdem einen gemeinsamen Besuch auf den Erzeugerhöfen an, die das Schmanddibben beliefern.

• Sortiment: Das Schmanddibben setzt in seinem Bio-Sortiment vor allem auf Regionalität. Von insgesamt 18 regionalen Erzeugern beziehen die Obermeiers frisches Gemüse und Obst, Backwaren, Milchprodukte, Wurst, Käse und Fleisch. Ihr „kleines Steckenpferdchen“ sei die Käsetheke, wo es unter anderem Kasseler Schafskäse vom Vorwerk Sichelbach, Ziegenkäse vom Maliesenhof in Waldeck und Camembert vom Eschenhof in Altenhasungen gibt.

Die übrigen Waren, wie Weine, Säfte, Nudeln, tiefgekühlte Lebensmittel und das Trockensortiment, machen etwa ein Drittel des Gesamtsortiments aus und kommen vom Bio-Großhändler Naturkost Elkershausen in Göttingen.

• Infos: Das Schmanddibben in der Lassallestraße 9 im Vorderen Westen ist montags bis freitags von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet. Täglich bieten die Obermeiers ab 11.30 Uhr einen Mittagstisch an, bei dem die Kunden die Auswahl zwischen zwei Suppen für je 3,50 Euro pro Portion und einem Auflaufgericht für 1,80 Euro pro 100 Gramm haben – alles vegetarisch oder vegan und verfügbar, so lange der Vorrat reicht. Zudem gibt es ganztags eine Salatbar, an der man sich für 1,80 Euro pro 100 Gramm bedienen kann. Außerdem gibt es Kaffee und eine kleine Leseecke mit Stehtischen im Laden.

Eine Übersicht über alle regionalen Lieferanten des Schmanddibbens, den aktuellen Mittagstisch, wie man Unterstützer werden kann sowie Informationen zu Geschichte und Philosophie des Ladens gibt es im Internet unter www.schmanddibben.com.

Teil 2: Naturkost Quer Beet

Dieses Jahr feiert der Bioladen „Naturkost Quer Beet“ seinen 30. Geburtstag. Inhaber Martin Sulzbacher verkauft in seinem Geschäft im Stadtteil Nordshausen gemeinsam mit sechs Mitarbeitern regionale und frische Biowaren. Auch ein Weinkeller gehört zum Laden dazu.

Achtet bei seinen Produkten auf die regionale Herkunft: Martin Sulzbacher, Inhaber des Bioladens Naturkost Quer Beet im Stadtteil Nordshausen, bietet seinen Kunden ein Vollsortiment.

 

• Konzept: Bei Naturkost Queer Beet sind die Produkte teurer als in großen Supermarktketten. Dennoch kann man als Kunde sparen, denn in dem Bioladen kann jeder Mitglied werden. Die monatlichen Beiträge liegen zwischen 4 Euro für ein Kind im Haushalt eines Einzelmitglieds oder Vollzahlers und 38 Euro für eine Wohngemeinschaft. Ein Einzelmitglied müsste 19 Euro zahlen, Studenten oder Schüler 15 Euro. Beim Einkauf werden bei Vorlage des Mitgliedsausweises 20 Prozent des Preises abgezogen. Laut Inhaber Sulzbacher rechnet sich die Mitgliedschaft ab einem Einkaufswert von 80 bis 100 Euro pro Monat.

Das Konzept gibt es in dem Geschäft inzwischen seit zwei Jahren, seitdem sind 100 Menschen Mitglied geworden. Alle anderen Kunden kaufen für den normalen Verkaufspreis ein. 

• Sortiment: Sulzbacher bezeichnet die Auswahl in seinem Bioladen als „Vollsortiment“. Neben frischem Obst und Gemüse werden dort Fleisch- und Milchprodukte angeboten. An der Käsetheke gibt es zum Beispiel den regionalen Pfaffenberger, ein harter Bergkäse. Brote, Brötchen und Kuchen werden teilweise im Laden gebacken und kommen von regionalen Bäckereien. Zum Sortiment gehören außerdem Naturkosmetik, Öle und Gewürze. In einem Weinkeller gibt es eine Auswahl von Bioweinen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Alle Produkte seien „so weit es geht regional“ und kommen von Bioverbänden wie Demeter, sagt Sulzbacher. Die Verbände stehen jeweils auf den kleinen Schildern neben dem Obst und Gemüse. 

•Infos: Bei Naturkost Quer Beet kann mit der Bürgerblüte bezahlt werden. Hierbei handelt es sich um eine eigene Währung für Kassel und Nordhessen. Bezahlt wird mit Gutscheinen in den Stückelungen 1, 2, 5, 10 und 20. Das Geld soll in der Region bleiben, bezahlen kann man damit in über 60 Betrieben. Erhältlich sind die Bürgerblüten unter anderem bei Naturkost Quer Beet.

Der Bioladen befindet sich in der Korbacher Straße 211 und hat montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags kann dort von 8.30 bis 13 Uhr eingekauft werden.

Eine Übersicht über die Mitgliedsbeiträge gibt es unter www.querbeet-kassel.de

Teil 1: Das Schmackes

Bei Schmackes im Schillerviertel gibt es seit knapp zweieinhalb Jahren überwiegend regionale und fair gehandelte Bio-Ware. Der Laden in der ehemaligen Brandt-Fabrik wird von einem sechsköpfigen Gründerkollektiv gleichberechtigt geführt. Was genau bietet Schmackes an? Und wie finanziert sich der Bio-Einzelhandel?

• Konzept: Für jedes Produkt gibt es bei Schmackes zwei verschiedene Preise – einen vom Hersteller empfohlenen und einen niedrigeren für Mitglieder. Wer für 18 Euro im Monat (ermäßigt: 13 Euro) Mitglied wird, zahlt durchschnittlich zwischen 25 und 30 Prozent weniger für den Einkauf. Ab etwa 70 Euro im Monat habe man den Beitrag so wieder reingeholt, erklärt Astrid Müller aus dem Gründerkollektiv.

Die sechs Köpfe, die hinter Schmackes stehen, wollen sämtliche Kosten für den Laden über die Mitgliederbeiträge statt durch Warenaufschläge decken. Die derzeit rund 300 Mitglieder sind dafür allerdings noch zu wenig. Gespart werde deshalb an der eigenen Entlohnung, denn die Waren, so das idealistische Credo, sollen so regional und fair gehandelt wie möglich sein.

Bieten gemeinsam mit drei weiteren Mitinhabern in ihrem Bio-Laden „Schmackes“ im Kasseler Schillerviertel seit knapp zweieinhalb Jahren möglichst regionale und fair gehandelte Bio-Produkte wie Obst, Gemüse, Brot, Trockenwaren und auch Apfelschaumwein an (von links): Grischa Hiller, Astrid Müller und Jonas Eickholl.

• Sortiment: Hauptsächlich gibt es bei Schmackes frische Lebensmittel, Obst und Gemüse aus der Region – aber auch unverpacktes Wasch- und Reinigungspulver ist im Sortiment enthalten. Außerdem unverpackt: Reis, Nudeln, Linsen, Haferflocken, Sojaschnetzel.

Circa 70 Prozent der Waren kommen vom Bio-Großhändler Naturkost Elkershausen in Göttingen. Den Rest bezieht Schmackes direkt von Höfen und Händlern aus der Region: Kaffee von Röstrausch in Gudensberg, Kartoffeln, Hokkaido-Kürbisse und Rote Beete vom Biohof Groß in Homberg, Brot und Milchprodukte vom Eschenhof Wolfhagen, Eingemachtes von Knofiundso sowie Schinkels-Biobier aus Witzenhausen, Honig von Kraut & Knolle aus Nord-Holland und Biere der Kasseler Manufaktur Steckenpferd. Diese Produkte sind durch ein grünes Schild gekennzeichnet. Vegane Waren haben zusätzlich einen grünen Punkt auf dem Schild.

Das Sortiment richtet sich nach den Bedürfnissen der Mitglieder. Sie können Wünsche anbringen, bestimmen so das Sortiment mit, und können Waren außerhalb des Sortiments bestellen, wie etwa regionales Bio-Fleisch.

Hier sparen die Mitglieder von Schmackes laut Inhaber am meisten: An der großen Käsetheke direkt im Eingangsbereich. 

• Infos: Schmackes ist in der Erzberger Straße 51 zu Hause und hat montags bis freitags von 9.30 bis 19 Uhr geöffnet, donnerstags ist zwischen 12 und 15 Uhr geschlossen. Samstags ist der Laden von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Je mehr Personen aus dem gleichen Haushalt Mitglied bei Schmackes werden, desto günstiger werden die Monatsbeiträge. Eine Übersicht über die Staffelung der Beiträge gibt es im Internet unter www.schmackeskassel.de Dort findet sich auch eine Auflistung über Herkunft, Produzenten und Lieferanten der Produkte.

Dies sind die bisher erschienenen Teile der Serie. Weitere folgen in den kommenden Wochen.

Rubriklistenbild: © Koch

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