Weiterhin nur wenige Besucher in den Bädern erlaubt

Alternativen zum Schwimmbad: Buga und Fulda in Kassel locken Schwimmer

Mit dem Rad zum Fuldastrand: Die Liegewiese an der Spitzhacke dürfte in den nächsten Tagen wieder gut genutzt werden.
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Mit dem Rad zum Fuldastrand: Die Liegewiese an der Spitzhacke dürfte in den nächsten Tagen wieder gut genutzt werden.

Die Wasserqualität im Bugasee wird regelmäßig überprüft. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen: „Hier kann man ohne Bedenken baden.“

Kassel ‒ Das sagt Jörg Gerhold vom städtischen Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel. Gut zu wissen, denn der Bugasee hat im Spätsommer auch schon andere Schlagzeilen gemacht. Dann, wenn sich im warmen Wasser die Algen sprunghaft vermehren. Das ist momentan nicht der Fall. Und so wird der Bugasee, der zur Bundesgartenschau 1981 angelegt wurde, gerade jetzt zu einer beliebten Alternative.

Denn Kassels Freibäder sind zwar wieder geöffnet, die Anzahl der Besucher ist wegen Corona aber stark reglementiert. Maximal 250 Menschen dürfen in Bad Wilhelmshöhe und Harleshausen jeweils gleichzeitig die Bäder nutzen, im Außenbereich des Auebades gilt die gleiche Begrenzung. Zum Vergleich: In das Freibad in Lohfelden dürfen 800 Menschen, in das Ihringshäuser Bad 700 Menschen gleichzeitig.

Angesichts der bis zum Wochenende angekündigten heißen Temperaturen ist klar, dass die Bäder dem Ansturm nicht gewachsen sein werden. Viele Menschen haben neben den Seen auch die Fulda als Baderevier entdeckt oder auch wiederentdeckt. „Das hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen“, sagt Alexander Lorch von der Wasserschutzpolizei Kassel. Im Gegensatz zur Buga, die ausdrücklich als Badegewässer ausgewiesen ist, gibt es für die Fulda ein paar Einschränkungen. Zum Beispiel darf man nicht in der Nähe von Schleusen oder Wehranlagen baden. Auch das Schwimmen zum Beispiel unter der Schwimmbadbrücke oder der Gärtnerplatzbrücke hindurch ist nicht erlaubt. Da muss man 100 Meter Abstand halten.

Mit dem Rad zum Fuldastrand: Die Liegewiese an der Spitzhacke dürfte in den nächsten Tagen wieder gut genutzt werden.

Wenn man ein paar Regeln beherzigt, bietet die Fulda allerdings eine entspannte Erfrischung. Lorch hat gestern noch mal die Temperatur gemessen. Die lag bei 19,5 Grad, was für die Jahreszeit schon ziemlich viel ist.

Relativ unproblematisch ist der Einstieg von der Liegewiese an der Spitzhacke. Ansonsten dürfen die Stege der Bootshäuser eigentlich nur von den Vereinen genutzt werden. Konfliktträchtig ist es auch, wenn man in der Mitte der Fulda schwimmt. Die Saison für die Ruderer und Kanuten hat nach längerer Coronapause wieder begonnen. Auch Motorboote sind vermehrt unterwegs. „Wenn man am Rand schwimmt und die Mitte für die Boote freilässt, ist das für alle Beteiligten besser“, sagt Alexander Lorch.

Ausdrücklich weist er darauf hin, dass es streng verboten und auch lebensgefährlich ist, von den Brücken zu springen. Wer dabei oder beim Schwimmen in Brückennähe erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von bis zu 200 Euro rechnen. (Thomas Siemon)

In diesem Jahr wird der zur Bundesgartenschau 1981 angelegte See 40 Jahre alt - damals brannte es auf dem Bugasee.

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