Kassel 

Cinestar plant großen Umbau – und bekommt einen neuen Namen

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Hier wird gebaut: Bis zum 18 Dezember soll der erste Abschnitt der Kino-Erneuerung vollendet sein. Zeitgleich wird der Name des Hauses auf „Filmpalast Kassel“ umgestellt und bis dahin auf die Fassade geschrieben.

Bis zum 18 Dezember soll der erste Abschnitt der Kino-Erneuerung vollendet sein. Zeitgleich wird der Name des Hauses umgestellt. 

Kassel – Absperrungen, Kistenberge und eine Flotte von Baustellen-Autos deuten vor der Kinofront an der Fünffensterstraße darauf hin, dass das Cinestar derzeit eine Großbaustelle ist. Bis Ende 2020 wollen die Betreiber das in die Jahre gekommene Multiplexkino komplett erneuern. In einem ersten Bauabschnitt werden bis Mitte Dezember vier der 13 Filmsäle umgebaut. Dort ziehen laut Geschäftsführerin Juliane de Boer anspruchsvolle Technologien ein, die ein ganz neues Filmgefühl möglich machen.

Cinestar: IMAX in Saal 1 

Der größte Saal im Cinestar werde zum IMAX-Kino – diese Technologie, die Projektionen von höchster Schärfe und Brillanz möglich macht, gibt es bisher nur in einer Handvoll deutscher Kinos. Die Zahl der Plätze im Saal 1 werde von 600 auf 350 drastisch reduziert, sagte die Kinochefin. Dafür gebe es weit mehr Komfort, etwa durch elektrisch kippbare Rückenlehnen sowie Tischchen mit induktiver Handy-Lademöglichkeit.

Juliane de Boer, Geschäftsführerin des Cinestar Kassel.

Ein weiterer Saal wird ausgestattet mit Deutschlands erster 270-Grad-Rundumsicht-Leinwand, bei der sich das Bild über die Seitenwände fortsetzt. Und eine Kinotür weiter wird es richtig gefühlsecht: Motorgesteuerte Sitze kippen und heben sich synchron zur Filmhandlung, dazu gibt es Nebel und Wind, Regenspritzer, Gekrabbel an den Beinen und sogar Gerüche – 21 Effekte, für die die Technik eingebaut wird.

Cinestar: Kindergerechter Kinosaal 

Schließlich wird ein Saal zum kindergerechten Kino „Lichtspielchen“ umgebaut. Dort könne man auf Sitzsäcken und hochflorigem Teppich lümmeln oder auf einer Rutsche von ganz oben in Richtung Leinwand gleiten, beschreibt Juliane de Boer.

Im Inneren des Kinogebäudes ist die Baustellenzone durch Trennwände abgeteilt. Fertig werden sollen die neuen Säle bis zum 18. Dezember, wenn der neue Star-Wars-Film erscheint. Dann wird das Publikum das Weltraum-Epos auch mit den neuen technischen Kino-Finessen erleben können – freilich zu einem gewissen Aufpreis. Gegenüber den bisherigen Ticket-Tarifen werden das drei bis sieben Euro sein.

Cinestar in Kassel: Filmkomplex wird umbenannt 

Noch etwas ändert sich zum 18. Dezember: Der Name Cinestar wird beerdigt, das Multiplexkino wird dann offiziell „Filmpalast Kassel“ heißen. Die Filmpalast-Gruppe, die im vergangenen April den Betrieb übernommen hatte, gleicht den Namen an den seiner 19 anderen Kinostandorte in Deutschland an. 

Allein in den aktuellen Umbau von vier Kinosälen würden knapp drei Millionen Euro investiert. Das sei ein besonders großer Kostenbrocken und hänge damit zusammen, dass mit der Einführung der neuen Kinotechnologien hohe Lizenzgebühren fällig würden. Nach Ostern 2020 komme dann auch das Foyer an die Reihe. Es solle „wesentlich hochwertiger“ werden, kündigte de Boer an.

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