Anime und Manga

Tausende kamen zur Comic-Messe Connichi

Der Wal als bester Freund: Clear Android mit Orka (Felicitas aus Karlsruhe).

Kassel. Es war ein, buntes, heißes und an skurrilen Bildern reiches Schauspiel, das sich am Wochenende rund um die Stadthalle im Vorderen Westen abgespielt hat. Schaulustige und Teilnehmer kamen bei einem Augenschmaus der besonderen Art auf ihre Kosten. Wir haben mit einigen gesprochen.

Zum elften Mal fand im Kongress-Palais die Connichi-Convention statt. Insgesamt 15 000 Fans von japanischen Comics (Mangas) und  Anime (Trickfilmen), aus der gesamten Republik und auch aus dem Ausland trafen sich, um ihre zum größten Teil selbst angefertigten, aufwendigen Kostüme vorzuführen.

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Dabei kamen viele ins Schwitzen, etwa Imke, Ines und Anke aus Bremen. Sie steckten unter Brustpanzern und waren mit Helmen und Waffen-Imitaten ausgerüstet. Sie stellten Thor, Loki und „Lady Sif“ dar, Figuren aus dem Anime „Thor“, der die Götter aus der nordischen Mythologie als Protagonisten hat.

Connichi 2012: Impressionen vom Samstag

Einige Teilnehmer wechselten an jedem der drei Tage ihr Erscheinungsbild. Fotoshootings waren ein wichtiger Programmpunkt des Treffens. Es gab auf Bühnen in der Stadthalle die Möglichkeit, im Rollenspiel (Cosplay) die Figur, die man darstellte, in Aktion darzustellen.

Connichi 2012: Abschied am Sonntag

Außerdem im Programm der Connichi: Workshops, Wettbewerbe, Diskussionen Verkaufs- und Tauschbörsen. Die Gäste hatten die Gelegenheit, Vertreter der japanischen Anime-Studios Gainax zu sprechen.

Kurzinterview mit drei Connichi-Gästen

Wir befragten Connichi-Gäste, Jacqueline Thiel und Lisa Mohr (beide 18), aus Kassel nach dem Reiz von Manga und Anime. Sie sind Abiturienten an der Albert-Schweitzer-Schule.

Connichi 2012: Der Auftakt

Was stellt ihr dar?

Jacqueline: Wir sind Ponys. Ich bin Apple-Jack aus My little Pony. Ich bin frech und habe eine Apfelplantage. Ich bin das Cowgirl unter den Ponys.

Lisa: Ich bin Fluttershy. Das ist ein freundliches, schüchternes Pony mit rosa Mähne.

Bist du schüchtern?

Lisa: Eigentlich nicht.

Worum geht es beim Cosplay?

Jacqueline: Es bedeutet Costume-Play, also Spiel im Kostüm. Man stellt eine Figur aus einem Manga oder Anime dar und muss den Charakter herausarbeiten.

Was ist der Reiz daran?

Jacqueline: Man kann einen Tag lang ein Held sein.

Welche Rolle spielen die Kostüme?

Jacqueline: Eine große. Die meisten sind ja selbst genäht. Alles ist Handarbeit. Man muss sehr kreativ sein und viel Geduld haben. Wir sind Schneider, Stilist und Schauspieler in einer Person und darauf sehr stolz.

Wie findet ihr das Fotografieren? Ist es nicht auch bedrohlich, von Fremden fotografiert zu werden?

Jacqueline: Das gehört dazu. So wie das Posieren. Viele bringen ja ihre eigenen Fotografen mit. Und in der Gruppe, unter uns, fühlen wir uns auch sicher

Lisa: Ich finde es lästig, wenn man fotografiert wird, ohne gefragt zu werden.

Wie sagen eure Eltern zu eurem Hobby?

Jacqueline: Die finden das toll und spannend. (chr)

Video: Impressionen von der Connichi

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