Appell zum Abstandhalten

Kunstinitiative aus Kassel fertigt in der Corona-Krise Händchenhaltverlängerung

+
Eine Verlängerung zum Händchenhalten: (von links) Samson Kirschning, Jero van Nieuwkoop und Britta Wagemann von Raamwerk.

Künstler aus Kassel wollen in der Corona-Krise mit einer kreativen Idee auf die Abstandsregeln aufmerksam machen. Denn Passanten halten sich nicht immer an 1.50 Meter Abstand.

  • In der Corona-Krise müssen Passanten 1.50 Meter Abstand 
  • haltenKünstler aus Kassel entwickeln Händchenhaltverlängerung
  • Damit sollen Passanten auf das Kontaktverbot aufmerksam gemacht werden
  • Passanten halten sich nicht immer an 1.50 Meter Abstand. Jetzt wollen Künstler mit einer kreativen Idee den Menschen in der Corona-Krise die Verhaltensregeln  näherbringen.

    Die Idee kam den Kreativschaffenden von Raamwerk, als sie in der Karlsaue unterwegs waren. Mit ihrer Händchenhaltverlängerung wollen sie verdeutlichen, wie viel 1,50 Meter Abstand sind. 

    Den Kreativschaffenden fiel auf, dass viele, auch wenn sie zu zweit unterwegs waren, sich nicht an die vorgegebenen Abstandsregelungen halten. „Aber man kann nur schwer einschätzen, wie viel eigentlich 1,50 Meter ist“, sagt Britta Wagemann.

    Um das zu verdeutlichen hat Raamwerk eine „Händchenhaltverlängerung“ entwickelt. Die rosabemalten Holzstäbe haben eine Länge von 1,80 Meter. Wenn an beiden Händen die Griffmöglichkeit abgerechnet wird, kommt man in etwa auf die 1,50 Meter, die es derzeit gilt, von anderen Menschen Abstand zu halten. Spaziergänger können sich einen Stab nehmen und am Ende des Spaziergangs wieder zurückbringen.

    Corona in Kassel: Händchenhaltverlängerung in der Karlsaue 

    Am vorigen Wochenende hat Raamwerk in Kassel erstmals sein Angebot in der Karlsaue aufgestellt. Von vielen Spaziergängern haben sie positives Feedback bekommen. „Viele fanden es gut, dass auf das Thema aufmerksam gemacht wird“, so Samson Kirschning. Man wolle mit der „Händchenhaltverlängerung“ in der Corona-Krise auf keinen Fall zum Spazieren gehen aufrufen. „Es soll noch mal deutlich werden, wie wichtig ausreichender Abstand ist“, sagt Wagemann. Man wolle dazu anregen, sich manchmal auch mit unbequemen Themen zu befassen.

    Verschwunden: Die Stäbe standen zuletzt in der Karlsaue. Foto: Raamwerk

    Weil die Stäbe seit Donnerstag aus der Aue verschwunden sind, wurde am Karsamstag nachproduziert. „Wir wissen nicht, wo sie hin sind, und sind dankbar für Hinweise“, sagt Jero van Nieuwkoop.

    Corona in Kassel: Kunst soll Rahmen für Begegnungen schaffen

    Zu Raamwerk  aus Kassel gehören Samson Kirschning, Jero van Nieuwkoop, Marie-Sophie Kammler und Britta Wagemann, die sich vom Studium an der Kunsthochschule kennen. Ziel der 2017 gegründeten Initiative ist es, Rahmen für Begegnungen zu schaffen und Dinge erfahrbar zu machen. Zuletzt war die Gruppe mit einem Projekt bei der Museumsnacht vertreten. Kennzeichen der Raamwerk-Aktionen ist die rosarote Farbe.

    Alle Entwicklungen in der Krise: DerKassel-Ticker zu Corona

    Wegen Corona istOstern in Kassel erheblich eingeschränkt. Gottesdienste und Kirchenmusik gibt es trotzdem - im Internet. Wir sprachen mit der Kirchenmusikerin Friederike Höppner

    Das könnte Sie auch interessieren

    Kommentare

    Kommentare

    Hinweise zum Kommentieren:
    Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.