Museen, Cafés, Biergärten und Restaurants

Corona in Kassel: Lockerungen gelten jetzt - Viele Lokale öffnen wieder

Einkehr beim Bergpark-Besuch: Valérie Chapellière (von links mit den Kindern Marc und Alice) und Stefan Seiler verbrachten einen Urlaubstag in Kassel und freuten sich über die Möglichkeit, im Restaurant Herkules-Terrassen Pause machen zu können.
+
Einkehr beim Bergpark-Besuch: Valérie Chapellière (von links mit den Kindern Marc und Alice) und Stefan Seiler verbrachten einen Urlaubstag in Kassel und freuten sich über die Möglichkeit, im Restaurant Herkules-Terrassen Pause machen zu können.

Die Corona-Lockerungen in Kassel machen Erleichterungen möglich. Viele Cafés, Biergärten und Restaurants haben bereits geöffnet.

Kassel - In Kassels Stadtbild ist ein deutlich sichtbares Stück Normalität zurückgekehrt, weil Restaurants, Cafés und andere Gaststätten dank der anhaltend stabilen Corona-Lage ihre Außenflächen wieder öffnen dürfen. Seit Mittwoch gelten neue Corona-Regeln und Lockerungen in Kassel. Das schöne Wetter am ersten Lockerungstag nutzten pandemiemüde Kasseler vor allem in der Innenstadt schon tagsüber, um in Straßencafés und Gastgärten die Sonne zu genießen. Nach Feierabend füllten sich auch die Biergärten, soweit es die Abstandsregeln zuließen.

„Das schöne Wetter spielt uns allen in die Karten“, sagte Inhaber Dennis Kolle von den Herkules-Terrassen im Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Dort hatte der Außenbetrieb noch etwas verhalten begonnen, doch Kolle setzt Hoffnungen auf den Ausflugsbetrieb am Feiertag. Nicht alle Gastronomen hatten ihre Außenplätze schon am Mittwoch fürs Publikum bereit gemacht. Bei einigen beliebten Biergärten und Ausflugszielen geht der Betrieb unter Sicherheitsauflagen erst am Donnerstag los. Das betrifft etwa den großen Biergarten vom Sudhaus an der Hafenstraße, die Caféterrasse vor der Orangerie und den Gastgarten beim Waldhotel Elfbuchen.

Sehen und gesehen werden: Vor dem Bohemia genossen Witek Bielous und Hatice Öztatli am Mittwoch die neue Gastro-Freiheit mit vielen anderen an der Friedrich-Ebert-Straße.

Corona-Lockerungen in Kassel: Viele Cafés, Biergärten und Restaurants öffnen ab Mittwoch

Wo und wann schon wieder geöffnet ist, kann man auf den Websites und Social-Media-Angeboten der einzelnen Betriebe erfahren. Für alle Wirte und Gäste gelten diese Regeln nach Stufe 1 des hessischen Öffnungsplans, die seit Mittwoch für Kassels Stadtgebiet in Kraft ist. Das bedeutet, die Gäste, die weder genesen noch geimpft sind, benötigen einen (negativen) Coronatest, der nicht älter ist als 24 Stunden. Das gilt auch am Donnerstag an Fronleichnam. Außerdem müssen die Abstandsregeln, die Sitzplatzpflicht und die Kontaktdatenerfassung beachtet werden.

Der beliebte Biergarten auf dem Weinberg hinter der Grimmwelt ist zum Beispiel von vielen Seiten ohne zentralen Eingang zugänglich. „Wir können das Areal ja nicht komplett einzäunen“, sagt Betreiber Johannes Reinhold und hofft auf die Disziplin der Gäste. 20 Prozent mehr Personal als üblich müsse er einsetzen, damit alle Besucher zuverlässig platziert, registriert und für getestet befunden werden.

Mittagspause auf dem Florentiner Platz: Annika Kounts und Giulia Sardi sind Musikerinnen des Staatsorchesters Kassel.

Kassel: Fritze-Biergarten bietet kostenlose Corona-Tests als Zusatz-Service

Die Sache mit der Testpflicht wird an der Friedrich-Ebert-Straße kreativ gelöst. Dort haben die Betreiber der Bar Koon und des Irish Pub am Mittwochabend vor der Alten Hauptpost wieder ihren temporären „Fritze-Biergarten“ in Betrieb genommen – mit einem Zusatz-Service, wie Patrick Schelper vom „Koon“ erläuterte: In der nahen Bar kann man sich montag- bis samstagabends ab 18 Uhr sowie sonn- und feiertags ab 17 Uhr kostenlos auf Corona testen lassen und mit dem negativen Befund gleich anschließend alle Außengastronomien entlang der Kneipenmeile besuchen. Partner der Biergarten-Macher für diesen zertifizierten Service außerhalb der üblichen Öffnungszeiten ist die Mohren-Apotheke aus Hofgeismar.

Auch in der Nordstadt ist der gastronomische Freiluftbetrieb am Mittwoch wieder angelaufen: Der Biergarten Boreal vom Kulturzentrum Schlachthof an der Ecke Mombach- und Fiedlerstraße wurde zum Neustart frisch hergerichtet und ist wochentags ab 17, samstags und sonntags ab 16 Uhr geöffnet. Unter den aktuell geltenden Gästeregeln kann man unter Tel. 0 15 90 / 4 14 93 20 während der Öffnungszeiten auch Plätze reservieren. „Für uns ist die Wiedereröffnung ein Fest, sagte Schlachthof-Geschäftsführer Mirko Zapp: „Nach der langen Pause endlich ein Lichtblick für Gastronomie und Kultur.“

Ab sofort in der Neuen Galerie zu sehen: Romuald Hazoumés documenta-Kunstwerk „Dream“ in der Ausstellung „WasserGeister“.

Am Donnerstag öffnen in Kassel auch die Museen wieder – vielfach mit pandemiebedingten Regelungen wie Terminvergaben und Registrierungen. Auch hier geben die Websites detailliert Auskunft. Viele Museen können teils seit Wochen vorbereitete Ausstellungen endlich dem Publikum zugänglich machen – allen voran die Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK) mit fünf Schauen zum Themenjahr „Kassel ... mit allen Wasser gewaschen“. Im Fridericianum öffnet eine Einzelausstellung des US-Künstlers Vincent Fecteau.

Corona-Lockerungen in Kassel: Kakteenhaus macht wieder auf

Auch das Kakteenhaus im Botanischen Garten macht am Donnerstag wieder auf. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, sagt Dieter Rüsseler von den Kasseler Kakteenfreunden, die sich ehrenamtlich um die Pflanzen kümmern.
Die Besucher können unter anderem einen Blick auf die große Agave werfen, die vor dem Beginn der Pandemie für Schlagzeilen gesorgt hat. Als sie zum ersten Mal nach 70 Jahren eine mehrere Meter hohe Blüte austrieb, war das eine Attraktion. Umso größer dann die Enttäuschung, als es wegen eines Frostschadens nicht zum großen Finale kam. Doch die Agave gibt nicht auf. Sie hat jede Menge Ableger gebildet.

Neben den Kakteen lohnt sich derzeit der Besuch des Botanischen Gartens ohnehin besonders. „Die Sommerbepflanzung hat einen großen Sprung gemacht“, sagt Tobias Walter vom städtischen Umwelt- und Gartenamt. Alles blüht und grünt. Zudem kann man sich weiterhin die Kunstwerke am Wegesrand zur Kasseler Gartenkultur anschauen. Das Kakteenhaus ist am Donnerstag und am Wochenende von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Wochentags kann man so lange reinschauen, wie die Gärtner vor Ort sind. In der Regel ist das von 8.30 bis 15.30 (freitags bis 12 Uhr). Der Eintritt (mit Maske, bis zu fünf Personen gleichzeitig) ist frei.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.