Größere Räume, mehr Personal

Das documenta-Archiv hofft auf „Quantensprung“

Lange Warteschlangen am letzten Wochenende: Die documenta 13 hatte mit 860 000 Menschen einen Besucherrekord. Jetzt werden die Akten aufgearbeitet. Archivfoto: Koch

Kassel. Das documenta-Archiv platzt aus den Nähten. Schon die Unterlagen zur documenta 13 im vorigen Sommer können in den Räumen im Dock 4 nicht aufbewahrt werden.

Das sagte Karin Stengel, die Leiterin des documenta-Archivs, am Dienstag in der Sitzung des Kulturausschusses. Die Kommunikation über E-Mails und SMS sorge eher für mehr Akten, erklärte Stengel. Zehn Regalmeter Material gelte es zu verstauen - zu viel für das Archiv, das schon jetzt Ausweichquartiere benutzt (siehe Hintergrund). „Es besteht zweifelsfrei Handlungsbedarf“, ergänzte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. „Wir haben da ein gutes Stück Arbeit vor uns.“ Für Überlegungen, wonach das bislang allein von der Stadt getragene Archiv künftig als Teil der documenta GmbH gemeinsam mit dem Land betrieben werden könnte, gebe es einen vertraglich vereinbarten Prüfauftrag. Bis zur Landtagswahl aber „werden wir das nicht mehr lösen“.

Karin Stengel

„Wir brauchen mehr Personal und mehr Räume“, sagte Stengel. Ein „Quantensprung“ sei nötig. Das Archiv habe einen Fundus an Material, mit dem beispielsweise auch zwischen den documenta-Ausstellungen wissenschaftliche und publikumswirksame Schauen erarbeitet werden könnten.

Für documenta-Geschäftsführer Bernd Leifeld ist das Archiv ein Kleinod, das wie ein „Veilchen unter der Hecke“ behandelt werde. „Es gehört aber als Rose in den Vorgarten.“

Von Mark-Christian von Busse

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