Stadtverordnete billigen Magistratsplan

documenta-Neubau in Kassel: Jetzt steht die Entscheidung über den Standort fest

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documenta-Neubau in Kassel: Um den Standort des Neubaus wurde kontrovers diskutiert - jetzt ist eine Entscheidung gefallen.

documenta-Neubau in Kassel: Die Kasseler Stadtverordnetenversammlung hat nun die Entscheidung über den Standort des Neubaus gefällt.

  • Es soll ein documenta-Institut in Kassel gebaut werden
  • Die Stadtverordnetenversammlung hat nun eine Entscheidung bekannt gegeben
  • Seit Monaten wurde die Standortfrage diskutiert

Kassel - Der Neubau des documenta-Instituts wird auf dem Karlsplatz in Kassel errichtet. Das hat am Montag die Mehrheit der Kasseler Stadtverordnetenversammlung beschlossen.

Für den Standort des documenta-Instituts in Kassel stimmten die Fraktionen von SPD und Grünen sowie drei Stadtverordnete der Linken, Freie Wählerin Vera Gleuel und Pirat Volker Berkhout. CDU, AfD, die neue Fraktion der bisher Fraktionslosen („Wir für Kassel“) sowie die beiden FDP-Stadtverordneten und drei der Linken lehnten ab.

documenta-Neubau in Kassel: Sitzung unter Einhaltung der Corona-Regeln

Die Sitzung fand zur Einhaltung der Corona-Abstands- und Hygieneregeln im Kongress Palais in Kassel statt. Mit dem Mehrheitsbeschluss ist die seit Monaten diskutierte Standortfrage für den Institutsneubau entschieden. 

Darauf soll nun ein Realisierungswettbewerb „zur Sicherung der städtebaulichen und architektonischen Qualität“ folgen. Nach Vorlage der Architektenentwürfe und Vergabe an ein Architekturbüro wird man dann sehen, wie der Bau des documemta-Instituts gestaltet und auf dem Karlsplatz wirken wird.

documenta-Neubau in Kassel: Zeitpunkt des Baustarts unklar 

Wann der Baustart erfolgt, ist noch unklar. Klar ist aber, dass der Neubau zur documenta 15, also bis zur nächsten Weltkunstausstellung im Jahr 2022, noch nicht auf dem Karlsplatz in Kassel stehen wird.

Mit 39 Ja- gegenüber 29 Neinstimmen wurde der Standort in namentlicher Abstimmung nach rund einstündiger Diskussion beschlossen, in der Befürworter und Gegner die bereits bekannten Argumente anführten. Als „gutes Omen“ sah es Dieter Beig (Grüne) an, dass bereits der bekannte Architekt Jens Richter Interesse für einen Entwurf für den Bau an diesem Ort angemeldet habe. 

documenta-Neubau in Kassel: Diskussion um Lösung 

Hingegen rief Dominique Kalb (CDU) dazu auf, für die schlechte Lösung Karlsplatz die Rote Karte zu zeigen. Auch Sven Dreyer (AfD) erinnerte an den Protest der Anlieger, die mehr als 5000 Unterschriften gesammelt hatten. Als „schlicht ungeeignet“, bezeichnete Matthias Nölke (FDP) den Karlsplatz als Standort für den documenta-Neubau.

Das hinderte Vera Gleuel und Volker Berkhout, Mitglieder von Nölkes Fraktion FDP, Freie Wähler und Piraten, nicht daran, wie angekündigt dafür zu stimmen. Von den Linken trugen Lutz Getzschmann, Mirko Düsterdieck und Mark Bienkowski die Magistratsvorlage mit. Andreas Ernst, dessen Nein zum Karlsplatz in Kassel die Koalition mit SPD und Grünen hatte platzen lassen, meinte zur neuen Mehrheit für den Standort, die Opposition verschlage nach der Markthalle nun zum zweiten Mal einen „Matchball“.

documenta-Institut in Kassel: Bau soll die documenta repräsentieren

Das documenta-Institut in Kassel soll die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst repräsentieren. In dem Bau, der nun laut Beschluss auf dem bisherigen Parkplatz am Karlsplatz errichtet wird, sollen die Materialien des documenta-Archivs verwahrt und zugänglich gemacht werden sowie eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung entstehen. 

24 Millionen Euro soll der Bau kosten. Der Bund hat dafür zwölf Millionen Euro zugesagt, das Land Hessen stellt sechs Millionen bereit. Den Rest wird die Stadt Kassel übernehmen.

Von Andreas Hermann

Die Entscheidung über den Bau des neuen documenta-Instituts am Karlsplatz ist nun gefallen. Der Neubau ist in Kassel hochumstritten. Die Entscheidung wurde mehrmals vertagt.

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