Das documenta-Kunstwerk bleibt wohl in Kassel

Obelisk in Kassel: Künstler und Stadt suchen Lösung - Ultimatum geplatzt

Kassel. Bei den Verhandlungen um den Verbleib des Obelisken in Kassel können die von den Stadtverordneten gesetzten Fristen nicht eingehalten werden.

Offenbar zeichnet sich aber zwischen Stadt und Künstler Olu Oguibe eine Annäherung sowie ein Willen zur Einigung ab, um das noch auf dem Königsplatz stehende Kunstwerk der documenta 14 in Kassel zu behalten.

Auch der Künstler sei an einer Lösung interessiert, die Details sollten bei einem Treffen in Kassel geklärt werden, kündigte die Stadt am Freitag an. Der Termin ist zum Ende der Sommerferien (Ende Juli/Anfang August) geplant. Das heißt: Eine Einigung wird erst nach der von den Stadtverordneten gesetzten Frist, die am heutigen Samstag (30. Juni) ausläuft, möglich sein.

Hinfällig wird laut Stadt damit auch das von SPD, CDU und AfD beschlossene Ultimatum, wonach der Obelisk bis 31. Juli abgebaut werden soll, wenn sich Stadt und Künstler nicht bis 30. Juni einig sind. Das Verstreichen der Fristen sei durch den Beschluss gedeckt, weil dieser als Bitte an den Magistrat formuliert sei, betonte Stadtsprecher Claas Michaelis auf Anfrage.

Zur Standortfrage gab die Stadt keine Stellungnahme ab. Nach dem Beschluss darf der Obelisk nicht auf dem Königsplatz bleiben. Begrüßt wird die Bereitschaft des Künstlers, ihn am geplanten documenta-Institut am Holländischen Platz errichten zu lassen.

Unmittelbar nach der Stadtverordnetensitzung am 18. Juni habe Oberbürgermeister Geselle Kontakt mit Oguibe aufgenommen, teilte die Stadt mit. In seiner Antwort zeige sich der Künstler erfreut über „das positive Abstimmungsverhalten zum Verbleib des Obelisken“. Beide Seiten erachteten die Äußerungen als vielversprechend. Es sei wie bei einem Flüchtling, schreibt Oguibe indes auf seiner Facebook-Seite zur Zukunft des Obelisken in Kassel. Das Schicksal müsse noch von den Behörden entschieden werden. 

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