Hochschule arbeitet am Nachfolger der Energiesparlampe

Uni Kassel entwickelt das Licht der Zukunft

Kassel. Nachfolger für die Energiesparlampe: In zwei bis drei Jahren werden erste Prototypen einer dreidimensionalen Leuchtdiode (3 D-LED) vorgestellt. An deren von der EU geförderten Entwicklung forschen die Universität Kassel, der Hersteller Osram Opto Semiconductors sowie zwölf weitere Unis und Firmen. Dabei liefert Kassels Hochschule das theoretische Wissen für die Entwicklung der Technologie.

Diese benötigt bei gleicher Leuchtintensität nur etwa ein Viertel der Energie, die Energiesparleuchten verbrauchen und ein Zwanzigstel der Energie, die Glühbirnen benötigen.

Noch befindet sich die 3 D-LED im Forschungsstadium. Aber ihre Marktchancen dürften sich zuletzt erhöht haben, nachdem die Energiesparleuchte wegen giftiger Quecksilber-Gase, die beim Zerbrechen austreten, in die Kritik geraten ist. Prof. Bernd Witzigmann, der die Kasseler Forschungen leitet, hält diese Gefahr aber für überschaubar: „Bei normalem Gebrauch kann kein Quecksilber austreten.“

Für Witzigmann ist deshalb vor allem die höhere Effizienz das Argument für die 3D-LED. Immerhin mache die Beleuchtung etwa 20 Prozent des elektrischen Energieverbrauchs hierzulande aus. Bei der herkömmlichen Glühbirne etwa werde zu viel Energie in Wärme umgesetzt und gehe so verloren. „Wer eine eingeschaltete Birne anfasst, spürt das“, sagt Witzigmann.

Die bisher effizienteste Technik am Markt ist die normale LED, die dimmbar ist und immer häufiger in Lampen zum Einsatz kommt. Eine LED-Lampe kostet 15 bis 30 Euro und ist deshalb für viele Kunden noch zu teuer, obwohl sie fünfmal so lange hält wie Energiesparlampen.

Den Kostenanteil an den LED zu reduzieren, ist auch ein Ziel des Projektes. Mit der 3 D-LED soll künftig auf kleinerer Chipfläche die gleiche Leuchtleistung erzielt werden, sodass die Herstellung und das Produkt günstiger werden. NÄCHSTE SEITE, ZUM TAGE

Von Bastian Ludwig

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