Es drohen Verätzungen

Der Riesen-Bärenklau wuchert am Fuldauferweg in Kassel

Nicht berühren: Der Riesen-Bärenklau wuchert am Ufer der Fulda, sein Saft verätzt die Haut ähnlich wie Verbrennungen.
+
Nicht berühren: Der Riesen-Bärenklau wuchert am Ufer der Fulda, sein Saft verätzt die Haut ähnlich wie Verbrennungen.

Der Riesen-Bärenklau wuchert rund um die Fulda in Kassel. Experten warnen nun vor Verätzungen.

Kassel - Wer derzeit am Fuldauferweg in Kassel spazieren geht, der sieht ihn an sehr vielen Stellen: den Riesen-Bärenklau. Wer dort zum Blumenpflücken unterwegs ist, sollte nicht zu der Pflanze mit den weißen Blüten greifen – denn sie ist gefährlich.

„Wenn man ein Stück abbricht, wird ein Saft freigesetzt, der in Verbindung mit Licht zu Verätzungen führt, die ähnlich wie Verbrennungen sind“, sagt Peter Lorenz vom Nabu Kassel: „Sehr schlimm ist es, wenn der Saft in die Schleimhäute kommt, zum Beispiel in die Augen.“ Eine besonders große Gefahr sieht er für Kinder. „Die sind noch unvorsichtiger im Umgang mit Pflanzen und wissen oft nicht, was zu tun ist, wenn es zu Verätzungen kommt“, sagt er. Daher müsse der Riesen-Bärenklau von Arbeitern in Schutzanzügen entfernt werden. „Niemand sollte die einfach ausreißen“, sagt er.

Riesen-Bärenklau in Kassel: Schlimme Verätzungen

Das sieht auch Michael Schwab so, Pressesprecher der Stadt Kassel. „Bei Berührung der Pflanzen in Kombination mit Sonnenlicht können Verätzungen der Haut entstehen“, sagt er: „Deswegen werden sie in der Nähe von Spielplätzen, Fuß- und Radwegen sowie viel besuchten Grünanlagen vom Umwelt- und Gartenamt regelmäßig entfernt.“

Er weist darauf hin, dass der Riesen-Bärenklau an vielen Orten in der Stadt wachse, auch dort, wo eine regelmäßige Pflege nicht möglich oder nicht gewünscht sei, wie in Schutzgebieten.  „Den Bärenklau in seiner Ausbreitung gänzlich einzudämmen, ist kaum möglich, da er oft an unzugänglichen Orten wächst“, sagt er. Das sieht auch Lorenz so. „Es gibt ihn überwiegend an Gewässern. Ich habe ihn zum Beispiel am Dönchebach gesehen“, sagt er.

Riesen-Bärenklau in Kassel: Natürliche Lösung

Als wirksames Mittel sieht Schwab das Mähen von Orten, an denen der Riesen-Bärenklau vorkommt. „Auch eine Beweidung hat sich gerade im unzugänglichen Gelände als probates Mittel herausgestellt, zum Beispiel mit Ziegen“, sagt er. An der Fulda in Kassel bleibe aber nur das gezielte Entfernen der Pflanzen. „So wie es schon über Jahre erfolgreich praktiziert wird“, sagt Michael Schwab.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.