Viel Musik und ein Heiratsantrag: Kassel feierte Stadtfest

Kassel. Nicht nur bekannte Musiker lockten über Pfingsten die Menschen nach Kassel. Auch Jake von den Nimmerland-Piraten aus einer Disney-Zeichentrickserie war ein Zugpferd des Stadtfestes. Und dann gab es noch einen Heiratsantrag.

Nicht nur aus Kassel und Umgebung, sondern weit darüber hinaus strömten Kinder mit ihren Eltern auf den Mitmach-Parcours um das Piratenschiff auf der Wiese vor dem Staatstheater. Auch die vielen Spielangebote der Toggo-Tour wurden vier Tage lang rege genutzt. Noch mehr Gedränge herrschte freilich auf der Feier-Meile in der Innenstadt.

Am Nachmittag und Abend schoben sich die Massen durch die Straßen, verweilten auf ein Getränk oder eine Leckerei an den Ständen und drängten sich vor allem vor den Live-Bühnen. Etwa 500.000 Menschen haben das Stadtfest besucht, schätzt Uwe Vater, der mit seinem Team von MM-Konzerte das Programm auf die Beine gestellt hat. Er spricht von einem „vollen Erfolg“.

Dazu habe auch das tolle Wetter seinen Teil beigetragen. Zwar habe man zuletzt meist Glück gehabt. „Aber dieses Jahr toppt alles.“ Die Live-Musik-Auswahl bot für fast jeden Geschmack etwas. Am Sonntagabend sorgten die Rodgau Monotones, die vor allem für ihren Ohrwurm „Erbarmen, zu spät, die Hesse komme“ bekannt sind, auf dem Königsplatz für tolle Stimmung.

Gerrit Wiegand aus Kassel hielt beim Konzert der Kult-Band um die Hand der Karbenerin Stephanie Gomoll an.

Neben ihren Rocknummern machte auch die Selbstironie der Formation, die seit 35 Jahren im Geschäft ist, den Zuhörern viel Spaß. Sie luden zum „Rock-Posen für Best-Ager“ ein und gaben dabei Tipps zum rückenfreundlichen Mitfeiern auch für ältere Semester. Rock-Legende Wolf Maahn machte seine Fans auf dem Königsplatz ebenfalls mit einer tollen Performance glücklich.

„Es liegt was in der Luft“, rief er ins Publikum und spielte auf die besondere Atmosphäre der Stadtfest-Nacht an. Die hatte nämlich aufgrund der sommerlichen Temperaturen etwas Mediterranes: Viele vergnügten sich einfach beim Schlendern durch die City oder bei einer Rast mit kühlen Getränken an einem der vielen Gastro-Angebote. Man war mit Freunden gekommen oder traf sich vor Ort.

Diese Devise galt auch für die Jugendlichen, die Samstagnacht auf dem Friedrichsplatz zu Diskoklängen tanzten. Hoch her ging es in der XXL-Schaukel, auf der sich Schwindelfreie in die Luft schleudern lassen konnten. Eine positive Bilanz des Stadtfests zieht auch die Polizei. Abgesehen von wenigen Ausnahmen sei es friedlich geblieben. (chr/rud)

Bilder von Sonntag

Stadtfest in Kassel: Bilder vom Sonntag

Bilder von Samstag

Stadtfest in Kassel: Bilder vom Samstag

Bilder vom Freitag

Stadtfest in Kassel: Auftakt am Freitag

Kinder-Stadtfest vorm Staatstheater

Kinder-Stadtfest vor dem Staatstheater

Nachdem sich am Freitagabend die Besucher bereits die ersten Bands anhörten und ins Wochenende hineinfeierten, hatten am Samstag ungezählte Kinder einen Riesenspaß bei den Spielangeboten der Toggo-Tour auf der Staatstheaterwiese. Das Piratenschiff des Senders Disney Junior, das erstmals in Kassel anlegte, zog sein jungen Fernsehpublikum weit über Kassel und Umgebung hinaus an.

Die Erwachsenen amüsierten sich dann am Samstagabend beim Auftritt von Wolf Maahn. Der deutscher Sänger und Songwriter rockte vor dem Publikum. Maahn feierte in den 1980er-Jahren unter anderem mit „Fieber“ und „Rosen im Asphalt“ seine wohl größten Erfolge. (rud/chr)

Mehr Informationen gibt es im Internet unter: www.stadtfest-kassel.de

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