Kassel feiert: Silvesternacht ohne spektakuläre Zwischenfälle

Kassel. Mit Feuerwerken und Sekt haben die Kasseler das neue Jahr begrüßt. Obwohl die meisten Menschen friedlich feierten, hatten Polizei und Feuerwehr vor allem im Innenstadtgebiet alle Hände voll zu tun.

Hoch über Kassel, vor Schloss Wilhelmshöhe, im Bergpark und am Herkules war die Welt in Ordnung. Wer dort feierte, wollte sich weder sinnlos betrinken, noch auf Teufel komm raus böllern und lärmen, sondern einfach einen schönen Jahreswechsel erleben. Die Menschen hatten Verständnis dafür, dass die Nahbereiche um die Kulturdenkmäler mit Polizeiband abgesperrt und von Sicherheitskräften ständig kontrolliert wurden. 350 Feiernde vor dem Schloss und weitere 250 am Herkules wurden von der Polizei gezählt.

Bilder vom Jahreswechsel in Kassel

Willkommen 2011: Kassel feiert ins neue Jahr

Zu einem Verkehrschaos kam es nicht. Laut Polizeihauptkommissar Uwe Schefer vom Polizeirevier Südwest, das für die Sicherheitsmaßnahmen im Bergpark verantwortlich war, kamen nur 80 Personen mit dem Auto zum Herkulesparkplatz. Auf dem Parkplatz unterhalb des Schlosses waren es „noch weniger“. Schefer: „Der Rest kam wohl mit drei ziemlich gut gefüllten Straßenbahnen.“

Weitaus mehr Sorgen hatte die Polizei in der Innenstadt. Verlief die Neujahrsbegrüßung am Bebelplatz noch friedlich, so wurden die Beamten entlang einer Kneipen-Meile zwischen Friedrich-Ebert- und Werner-Hilpert-Straße relativ oft zu alkoholbedingten Schlägereien gerufen. Die folgenreichste Auseinandersetzung gab es an der Kreuzung Wilhelmshöher Allee/Ecke Gräfestraße: Laut Angaben von Polizeihauptkommissar Helmut Gantner waren gegen 6 Uhr am Samstagmorgen zwei Paare auf dem Heimweg die von einer Gruppe, die vor einem Lokal feierte, angepöbelt und mit einer Flasche beworfen wurden. Zunächst setzten sich die Angegriffenen mit Worten, dann mit Fäusten zur Wehr. Das Resultat: Ein Nasenbeinbruch, ein gebrochenes Handgelenk und ein verletztes Sprunggelenk. (wd)

Zahlen und Fakten zum Jahreswechsel

• Insgesamt gingen bei der Polizei ab Mitternacht 450 Anrufe ein.

• Die Streifendienste fuhren ab Mitternacht 181 Einsätze. Viele betrafen Schlägereien infolge übermäßigen Alkoholgenusses.

• Die Feuerwehr wurde zu 22 Einsätzen (hauptsächlich brennende Mülltonnen) gerufen.

• 13 Personen mussten die Nacht zur Ausnüchterung in einer Polizeizelle verbringen.

• Es kam zu zehn kleineren Verkehrsunfällen, teilweiswe wegen Trunkenheit, teilweise wegen Glatteis.

• Zwei Personen mussten mit leichten Brandverletzungen infolge unsachgemäßen Umgangs mit Feuerwerkskörpern ambulant behandelt werden.

• Laut Polizeiangaben kam es zu keinerlei Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte.

Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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