Renommiertes Büro übernimmt Arbeit am Feinkonzept

Feinkonzept für Grimm-Welt vergeben: Stadt will kein "Disney-World"

Kassel. Die Stadt drückt beim Grimm-Museum aufs Tempo: Das Büro Holzer Kobler Architekturen (Zürich/Berlin) wird in Kürze mit der Feinkonzeption für das neue Haus auf dem Weinberg beauftragt.

Das hat Oberbürgermeister und Kulturdezernent Bertram Hilgen (SPD) am Dienstag bekannt gegeben. Der Auftrag hat ein Volumen von 1,1 Mio. Euro und soll schrittweise umgesetzt werden. Er schließt neben der inhaltlichen Konzeption auch die Bereiche Marketing und Betrieb ein.

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Ab November wird zudem eine eigens dafür eingestellte Projektmanagerin die Arbeit an der Grimm-Welt vorantreiben. Susanne Völker, zurzeit noch Leiterin der Städtischen Museen Calw und des Hermann-Hesse-Museums, wird diese Aufgabe übernehmen. Der Vertrag ist laut Hilgen zunächst auf zwei Jahre befristet, eine spätere Übernahme sei aber nicht ausgeschlossen.

Barbara Holzer und Tristan Kobler sollen eine Art Drehbuch für das Grimm-Museum schreiben, in dem festgelegt ist, wo und wie die Exponate präsentiert werden. Sie werden dabei mit weiteren Experten zusammenarbeiten. Kulturamtsleiterin Dorothée Rhiemeier sagte, sie wolle kein "Disney-World". Das Brüder-Grimm-Museum soll vergnüglich sein, aber auch Lust machen auf das weitere Erforschen.

Mehr zur Grimm-Welt erfahren Sie im Regiowiki.

Hilgen sprach von einem „weiteren wichtigen Meilenstein, um den zentralen Teil der Grimm-Welt auf dem Weinberg zu errichten“. Er verwies auf den engen Zeitplan. Um in den Genuss von EU-Fördergeld in Höhe von sechs Miollionen Euro zu kommen, muss das Museum 2014 fertig sein. Dieses Geld könnte verloren gehen, wenn sich die Bürgerinitiative „Rettet den Weinberg“ mit ihrer Forderung nach einem zweijährigen Baustopp durchsetzt. Nachdem der Magistrat ihr Bürgerbegehren als unzulässig abgelehnt hat, erwägt sie juristische Schritte.

Von Ellen Schwaab

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Rubriklistenbild: © HNA/Herzog

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