33-Jähriger in U-Haft

Brutal niedergestochen: Frau außer Lebensgefahr - Ex-Freund in U-Haft

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Versuchte Tötung in Kassel: Ein Mann ist dringend tatverdächtig im Stadtteil Kirchditmold auf seine Ex-Freundin eingestochen und sie lebensgefährlich verletzt zu haben.

In Kassel wird eine junge Frau niedergestochen und lebensgefährlich verletzt. Täter soll ihr Exfreund sein, er sitzt in U-Haft. Die 29-Jährige schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

  • Versuchte Tötung in Kassel in Nordhessen 
  • Eine Frau wurde im Stadtteil Kirchditmold in Kassel lebensgefährlich verletzt
  • Die Polizei hat einen Tatverdächtigen festgenommen

Update, 03.02.2020, 15.55 Uhr: Die 29-jährige Frau, die am Freitagmorgen bei einem Streit in Kirchditmold mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt worden ist, befindet sich nicht mehr in Lebensgefahr. Das teilen Polizeisprecher Matthias Mänz und Dr. Janina Kaiser, stellvertretende Sprecherin der Staatsanwaltschaft Kassel, in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

Auch ist jetzt klar, woher der 33-Jährige stammt, der auf seine Ex-Freundin eingestochen haben soll. Laut Staatsanwaltschaft kommt der Mann aus Limburg (Landkreis Limburg-Weilburg).

Kassel: Versuchte Tötung - 33-Jähriger aus Limburg sitzt in U-Haft

Der 33-jährige Tatverdächtige sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft war der Mann am Freitag wegen eines versuchten Tötungsdeliktes einem Haftrichter vorgeführt worden, der die Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Kassel I in Wehlheiden anordnete.

Kassel: Versuchte Tötung - Aktueller Freund des Opfers identifiziert den Ex-Freund

Bei dem Verdächtigen soll es sich um den früheren Lebensgefährten der 29-jährigen Frau handeln. Das hat zumindest der jetzige Lebensgefährte, der mit der 29-jährigen Frau in der Schanzenstraße in Kassel lebt, gegenüber der HNA* geäußert.

Der Ex-Freund war wohl am Freitag in einem roten Kia Stonic mit Wiesbadener Kennzeichen nach Kassel gekommen. Das Auto hatte er am Tatort an der Schanzenstraße geparkt. Später wurde das Fahrzeug von der Spurensicherung untersucht und ist anschließend auf Veranlassung der Polizei abgeschleppt worden. Nachbarn, die die Auseinandersetzung zwischen der Frau und dem Verdächtigen gehört hatten, waren der 29-Jährigen zur Hilfe geeilt.

Kassel: Tatverdächtiger hat sich zur versuchten Tötung noch nicht geäußert

Der Tatverdächtige, der noch am Tatort festgenommen worden war, soll sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert haben. Das Motiv und die Hintergründe sind nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen, die von den Beamten des für Kapitaldelikte zuständigen Kommissariats 11 der Kripo geführt werden. Das Messer wurde am Tatort sichergestellt.

Lebensgefährlich verletzt - Frau von Ex-Freund brutal niedergestochen

Update, 01.02.2020, 8.55 Uhr: Der brutale Angriff auf eine 29-jährige Frau in der Schanzenstraße in Kassel am Freitagmorgen (31.01.2020) hat schockiert: „Was alles so passieren kann. In so einer schönen Wohngegend“, sagt ein Mann am Freitagmorgen, der an der Schanzenstraße steht und seine Frau von der Physiotherapie abholen möchte. Er blickt auf die Absperrung der Polizei, die mit rot-weißem Flatterband vor dem Wohnhaus angebracht worden ist. 

Kassel: Versuchte Tötung - Polizei wurde am Freitagmorgen gegen 8.20 Uhr alarmiert

Mitarbeiter der Spurensicherung und des Kommissariats 11, das bei der Kripo für die Aufklärung von Kapitalverbrechen zuständig ist, sind am Tatort zu sehen. Sie sichern Spuren und vernehmen Nachbarn. Am Morgen – gegen 8.20 Uhr wurde die Polizei alarmiert – ist hier eine 29-jährige Frau, die mit ihrem Lebensgefährten im Erdgeschoss des Hauses lebt, angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. 

Kassel: Versuchte Tötung - Der 33-jährige Ex-Freund ist dringend tatverdächtig

Die Spurensicherung  der Kripo Kassel hat den Wagen des mutmaßlichen Täters sichergestellt.

Dringend tatverdächtig ist ihr ehemaliger Freund. Laut Polizeisprecher Matthias Mänz handelt es sich um einen 33-jährigen Mann, der nicht in Nordhessen lebt. Aus ermittlungstechnischen Gründen nennt die Polizei den Wohnort des Mannes noch nicht. Er wurde am Tatort festgenommen. Ein roter Kia Stonic mit Wiesbadener Kennzeichen, mit dem der 33-jährige Mann nach Kassel gefahren sein soll, wurde am Vormittag auf Veranlassung der Polizei von der Firma Aschenbrenner abgeschleppt. 

Kassel: Nachbarn unter Schock - Einige haben die blutige Auseinandersetzung mitbekommen

Mehrere Nachbarn hatten die Auseinandersetzung des Verdächtigen mit seiner Ex-Freundin am Morgen mitbekommen. Auch ein Mann, der im Haus gegenüber wohnt. Er wolle aber nicht darüber reden, sagt er. Sie habe noch ganz weiche Knie, erklärt eine Frau am Vormittag, die in Nachbarschaft des Tatorts als Tagesmutter arbeitet.

Kassel: Versuchte Tötung - Nachbarn eilten dem Opfer zu Hilfe

Sie berichtete, dass sie den Streit gehört habe und nach draußen gelaufen sei. Jemand habe gerufen: „Hören Sie auf zu schlagen“, berichtet die Zeugin. Zuerst habe sie angenommen, dass es bei der Auseinandersetzung auf der Straße um Tiere gehe. Als sie dann auf der Straße gewesen sei, habe sie aus dem Flur des Hauses an der Schanzenstraße Geschrei gehört. 

Die Haustür habe einen Spalt offen gestanden, sagt die Tagesmutter, die nicht zögerte, um zu helfen. Sie habe in den Flur geschaut und das Opfer bäuchlings auf dem Boden liegen gesehen. „Der Fußboden war voller Blut.“ Auf der Frau habe ein Mensch mit Kapuzenpullover gesessen. Sie habe noch versucht, der Person die Kapuze vom Kopf zu ziehen. Zudem habe sie um Hilfe, nach dem Notarzt und der Polizei geschrien, berichtet die Zeugin. 

Kassel: Versuchte Tötung - Opfer war laut Nachbarn neu in der Wohngegend

Einige Eltern der Kinder, die sie betreut, seien ihr zu Hilfe geeilt. Den Mann, der auf der Frau gesessen habe, habe sie zuvor noch nie gesehen, so die Zeugin. Die junge Frau sei mit ihrem Freund im vergangenen Jahr in die Wohnung eingezogen. 

Kassel: Versuchte Tötung - Neuer Freund des Opfers identifiziert den Ex-Freund

Auch der Freund des Opfers taucht am Vormittag vor dem Tatort auf. Der Mann ist sichtlich mitgenommen. Er weiß zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht konkret, in welchem Zustand sich seine Freundin befindet. Er sei während der Tatzeit beim Joggen gewesen, erzählt er. Er bestätigt auch, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um den Ex-Partner seiner Freundin handeln soll. Der 33-Jährige soll nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt werden.

Versuchte Tötung in Kassel: Die Beamten suchen am Tatort im Stadtteil Kirchditmold  nach Spuren.

Update von Freitag, 31.01.2020, 13.51 Uhr:  Nach der versuchten Tötung in Kassel hat die hessische Polizei nun weitere Details zu der Tat veröffentlicht: Eine 29-jährige Frau aus Kassel ist am Freitagmorgen (31.01.2020) bei einem Streit im Bereich eines Hauseingangs in der Schanzenstraße (Stadtteil Kirchditmold) lebensgefährlich verletzt worden. 

Nach Angaben von Sprecher Matthias Mänz der Polizei Kassel wurde ein 33-jähriger Mann, der nicht aus Nordhessen kommt, festgenommen wegen Verdacht auf versuchte Tötung

Kassel: Versuchte Tötung in Kirchditmold - mutmaßlicher Täter ist der Exfreund

Es soll sich um den ehemaligen Lebensgefährten der Frau handeln. Er wird dringend verdächtigt, die Frau mit mehreren Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben (versuchte Tötung). Das Messer wurde laut Polizei Kassel am Tatort sichergestellt. 

Die genauen Hintergründe der Tat seien nun Gegenstand der weiteren Ermittlungen, die wegen eines versuchten Tötungsdelikts geführt werden, so Mänz. 

Kassel: Versuchte Tötung - Frau musste notoperiert werden

Das Opfer wurde nach notärztlicher Behandlung am Tatort in Kassel mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und wird dort derzeit noch notoperiert. 

Die Auseinandersetzung, die offenbar in versuchter Tötung endete, sei der Polizei gegen 8.20 Uhr gemeldet worden. Die alarmierten Polizeistreifen trafen dort auf eine Frau, die erhebliche sichtbare Verletzungen aufwies. Noch am Tatort hätten die Beamten den tatverdächtigen Mann festgenommen. 

Versuchte Tötung: Mann kam extra nach Kassel gefahren

Der Mann, dem versuchte Tötung vorgeworfen wird, war mit einem roten Kia Stonic mit Wiesbadener Kennzeichen offenbar nach Kirchditmold in Kassel gekommen. 

Der Wagen stand vor dem Zweifamilienhaus, in dem die 29-Jährige mit ihrem Lebensgefährten lebt. 

Kassel: Versuchte Tötung - der neue Freund war beim Joggen 

Dieser war während der Tatzeit beim Joggen gewesen, wie der Mann am Freitagvormittag gegenüber unserer Redaktion erklärte. Er bestätigte auch, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um den Ex-Partner seiner Freundin handele. 

Die Beamten suchen am Tatort nach Spuren.

Eine Tagesmutter, die in der Nachbarschaft des Tatortes im Stadtteil Kirchditmold in Kassel  Kinder betreut, war am Morgen auf den Streit aufmerksam geworden. Sie berichtete, dass sie nach draußen gelaufen sei und Geschrei aus dem Hausflur des Hauses in der Schanzenstraße gehört habe. 

Versuchte Tötung - Kassel: Nachbarin findet schwerst verletzte Frau 

Die Haustür habe einen Spalt offen gestanden. Sie habe hereingeschaut und die Frau bäuchlings auf dem Boden liegen gesehen. Dort sei überall Blut gewesen. 

Auf der Frau habe ein Mensch mit Kapuzenpullover gesessen. Sie habe versucht, dem Mann die Kapuze vom Kopf zu ziehen. Zudem habe sie um Hilfe, nach dem Notarzt und der Polizei gerufen, berichtet die Zeugin in Kassel. Einige Eltern der Kinder, die sie betreut, seien ihr zu Hilfe geeilt. 

Den Mann, der auf der Frau gesessen habe, habe sie zuvor noch nie gesehen, so die Zeugin.

Versuchte Tötung in Kassel - Junge Frau schwebt in Lebensgefahr

Erstmeldung: Kassel - Gewalttat in Hessen: Eine Frau ist am Freitagmorgen (31.01.2020) bei einem Streit im Bereich eines Hauseingangs in der Schanzenstraße in Kassel im Stadtteil Kirchditmold lebensgefährlich verletzt worden. 

Nach Angaben von Polizeisprecher Matthias Mänz wurde ein Mann festgenommen. Er wird dringend verdächtigt, die Frau verletzt zu haben. Es wird wegen versuchter Tötung ermittelt. 

Nach Streit in Kassel: Versuchte Tötung - Frau schwebt in Lebensgefahr

Die Auseinandersetzung in Kassel sei der Polizei gegen 8.20 Uhr gemeldet worden. Die alarmierten Polizeistreifen trafen dort auf eine Frau, die erhebliche sichtbare Verletzungen aufwies. 

Nach erster Einschätzung der Rettungskräfte in Kassel bestehe Lebensgefahr für die Frau, so Mänz. Die Beamten gehen von versuchter Tötung aus. 

Kassel: Versuchte Tötung - Frau schwebt in Lebensgefahr 

Die Frau ist inzwischen mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Noch am Tatort im Stadtteil Kirchditmold haben die Beamten einen tatverdächtigen Mann festgenommen. 

Die Kripo Kassel hat nun die im Stadtteil Kirchditmold  wegen versuchter Tötung aufgenommen. Der Tatort ist derzeit für die Spurensicherung abgesperrt. Der genaue Tatablauf sowie die Hintergründe der Tat sind noch unklar. 

Im vergangenen Jahr wurde ein Mann in Kassel schwer verletzt. Auch er schwebte in Lebensgefahr. Ein Friseur reagierte blitzschnell.

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In Baunatal stach ein Mann mehrmals mit einem Messer auf seine Mutter ein. Der Mann steht nun vor Gericht.

Körperverletzung inBad Wildungen: 19-Jähriger hantiert mit Messern und bewirft Personen mit Steinen. Polizei* findet weitere Messer bei Verdächtigem.

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Die Kriminalität in Hessen sinkt

Insgesamt ist die Kriminalität in Hessen rückläufig. Sie sank im Jahr 2018 erneut, wie aus der Kriminalstatistik der hessischen Polizei hervorgeht. Mit rund 373.000 Straftaten wurden knapp 1 Prozent weniger gezählt als im Vorjahr 2017. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2008, waren noch mehr als 407.000 Straftaten registriert worden. Damit ist der Wert von 2018 laut hessischem Innenministerium der niedrigste seit 1980.

Auch die Anzahl der Straftaten pro Einwohner ging im Jahr 2018 zurück: Sie ist auf 5971 Straftaten pro 100.00 Einwohner gesunken. Im Jahr 2017 waren es 6039, im Jahr 2008 noch 6708 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit im Jahr 2018 so gering wie seit 40 Jahren nicht mehr, heißt es vom Innenministerium.

Von Ulrike-Pflüger-Scherb

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