Fahrradverleihsystem soll sich über Tarif selbst finanzieren

Arbeitskreis gegen Dauerzuschuss für Konrad

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Kostenfrage: Das Fahrradverleihsystem Konrad hat Finanzierungsprobleme.

Kassel. Das Fahrradverleihsystem Konrad müsse seine Existenzberechtigung selbst einfahren, fordert der Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen (AFK) der Region Kassel. Ein Dauerzuschuss aus öffentlichen Kassen sei nicht möglich.

Gefordert sei deshalb eine „schwarze Null“ unter der Konrad-Bilanz. Der Fahrradverleih sei für Kassel eine gute Sache, müsse aber der wirtschaftlichen Prüfung standhalten, erklärt Claus-Rüdiger Bauer, Vorsitzender des Arbeitskreises.

Eine dauerhafte Bezuschussung des Systems sei angesichts der hohen Verschuldung der Stadt Kassel nicht zu verantworten. Der AFK unterstütze deshalb den Plan von Kassels Stadtkämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD), im Stadt-Etat 2013 keine Subventionierung des Radverleihs vorzusehen.

Optimisten, die sich die Wirtschaftlichkeit von Konrad schönrechnen möchten, empfiehlt der AFK, in die unternehmerische Verantwortung zu gehen. Dann würde schnell klar, dass eine pauschale Nutzungsgebühr für Studenten zwar eine feste Einnahmegröße sei, aber die tatsächlichen Nutzerzahlen verschleiern würde.

„Bis heute vermissen wir einen ernst zu nehmenden, auf echten Zahlen basierenden Business-Plan mit einem auf Wirtschaftlichkeit basierenden Tarifsystem“, kritisiert Bauer. Erst wenn dieser Plan vorliege, könne man über die Fortführung sprechen. (ach)

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