Chinesische Familie

Grimmwelt Kassel knackt die halbe Million: Der 500.000 Besucher wurde Dienstag begrüßt

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Der 500 000. Besucher der Grimmwelt wurde gestern gefeiert: (von links) Peter Stohler, Geschäftsführer des Museums, Bo Fu, Ruo Yi Fu, Yuebin Fu, Xiaoqui Yang und Oberbürgermeister Christian Geselle. 

Asiaten lieben die Märchen der Brüder Grimm. Dass dies kein Klischee ist, zeigte sich Dienstag: Der 500.000. Besucher der Grimmwelt auf dem Weinberg in Kassel war ein Asiate. 

Am Dienstagvormittag in der Grimmwelt auf dem Weinberg wollten Oberbürgermeister Christian Geselle und Peter Stohler, Geschäftsführer des Museums, den 500.000. Besucher begrüßen.

Ausgerechnet Familie Fu aus der Stadt Harbin, die im Nordosten Chinas liegt, wollte gerade das Museum besuchen. So bekamen die Fus von Stadtoberhaupt und Museumschef neben Blumen eine in Leder gebundene Ausgabe der berühmten Grimmschen „Kinder- und Hausmärchen“ sowie einen Übernachtungsgutschein für das Grimm-Zimmer in einem Kasseler Hotel überreicht.

Seine Eltern seien aus China zu Besuch in Deutschland, erzählte Sohn Bo, der in Teltow bei Berlin lebt. Nach Kassel seien sie nur wegen der Brüder Grimm gefahren.

Über solche Touristen freut sich der Kasseler  Oberbürgermeister. Die Grimmwelt sei seit ihrer Eröffnung vor vier Jahren zu einem Aushängeschild für Kassel geworden und neben Bergpark und documenta eine der Attraktionen für einheimische Besucher und Touristen, so Geselle.

Grimmwelt Kassel: Durchschnittlich 125.000 Besucher pro Jahr

„Mit durchschnittlich 125.000 Besuchern pro Jahr liegen die Zahlen deutlich über den 2015 formulierten Erwartungen von jährlich rund 80.000 Besuchern – wozu aber insbesondere auch das documenta-Jahr 2017 beigetragen hat“, sagte Stohler.

Zieht man die Besucher, die im Jahr 2017 mit ihrer documenta-Eintrittskarte in die Grimmwelt gekommen sind, von der Gesamtbesucherzahl ab, so waren es nur 75 797. Im Jahr 2016, kurz nach der Eröffnung, wurden 117.994 Gäste in der Grimmwelt gezählt, im Eröffnungsjahr (ab September 2015) waren es knapp 70.000 Besucher. 

Auch im vergangenen Jahr seien die Besucherzahlen in der Grimmwelt leicht hinter den Erwartungen zurückblieben (73.000), so der Museumschef. Allerdings verlaufe die Entwicklung in 2019 bislang erfreulich: Im ersten Halbjahr seien die Zahlen im Vorjahresvergleich um rund 15 Prozent gestiegen.

Grimmwelt feiert nächstes Jahr fünfjähriges Jubiläum

Stohler führt die Entwicklung auf die wöchentliche „Grimms Märchenstunde“ und die Sonderausstellung „Finster-Wald“ zurück. Diese sei ein Publikumsmagnet geworden und ist nur noch bis zum 6.  Oktober in der Grimmwelt zu sehen.

Um weitere Besucher auf den Weinberg zu locken, sind für das Jubiläumsjahr 2020 –dann wird die Grimmwelt fünf Jahre alt und es wird 15 Jahre Unesco-Weltdokumentenerbe gefeiert – zahlreiche Aktionen und Ausstellungen geplant. In dem Museum können dann unter anderem die Original-Handexemplare der Kinder- und Hausmärchen von Jacob und Wilhelm Grimm bewundert werden.

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