Start am 1. Dezember

Bald kommt der Kassel-Gutschein - hier kann man ihn überall einlösen

Online immer dabei oder als Karte für die Brieftasche: Der Kassel-Gutschein ist flexibel.
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Online immer dabei oder als Karte für die Brieftasche: Der Kassel-Gutschein ist flexibel.

Zur Vorweihnachtszeit kommt die Geschenkidee gerade noch rechtzeitig: Ab dem 1. Dezember gibt es die Kassel-Gutscheine zu kaufen, die in vielen nordhessischen Geschäften und Lokalen akzeptiert werden.

Kassel- Schon vor Corona waren Gutscheine und Geldgeschenke die mit Abstand beliebtesten Weihnachtsgaben. Diese Entwicklung wird sich im bevorstehenden, pandemiegeprägten Weihnachtsgeschäft noch verstärken, ist die Kasseler Gemeinschaft der City-Kaufleute überzeugt.

Damit aber möglichst viel Gutschein-Geld in die Kassen regionaler Händler und Gastronomen fließt, statt bei Online-Riesen ausgegeben zu werden, geht zum 1. Dezember der „Kassel-Gutschein“ an den Start. Damit kann man auf sehr einfache Weise Geldbeträge verschenken, die der Empfänger dann beliebig bei teilnehmenden Läden und Lokalen ausgeben kann – auch in Teilbeträgen, und das trotz des Namens nicht nur in Kassel, sondern in der gesamten nordhessischen Region.

Kassel-Gutschein: Zum Start bei 23 Händlern in ganz Nordhessen einlösbar

Initiatoren und Geldgeber zum Aufbau des neuen Angebots sind die Wirtschaftsförderung Region Kassel, die Stadt Kassel sowie die City-Kaufleute. Aus bisher 23 Akzeptanzstellen sollen bis zum Jahresende mindestens 100 werden, so das Ziel.

Interessierte Händler und Lokalbetreiber können sich schon jetzt auf der Website kassel-gutschein.de registrieren. Dazu genügt es, eine Kurzbeschreibung, ein Foto sowie eine Bankverbindung für monatliche Umsatzgutschriften zu hinterlegen. Außer einem Online-Zugang ist keine weitere Technik erforderlich, auch ein Smartphone erfüllt den Zweck.

Kassel-Gutschein - ein digitales Weihnachtsgeschenk

Das Gutschein-System funktioniert schwerpunktmäßig online und holt damit all jene ab, die sich gern im Netz für Geschenke inspirieren lassen. Von denen, die ein Guthaben kaufen, werden keine persönlichen Daten erhoben. Man kann eine Botschaft an den Beschenkten eingeben und auch ein Foto hochladen. Bezahlt wird per PayPal oder weitere sichere elektronische Zahlungswege.

Dafür bekommt man einen codierten Gutschein, den man entweder gleich elektronisch – etwa per WhatsApp – versenden oder wahlweise zur persönlichen Übergabe ausdrucken kann. Allein mit dem Code wickeln Händler dann die Einkäufe bei ihnen ab. Die Beschenkten wiederum können per Code-Eingabe auf der Website überprüfen, wie viel Guthaben ihnen noch zur Verfügung steht.

Die City-Kaufleute erhoffen sich von dem Angebot, dass online ausgegebenes Geschenkegeld vermehrt in regionalen Kassen landet, sagte Vorsitzender Alexander Wild. Wer als Händler mitmache, habe weder Kosten noch Risiken: „Das Einzige, was passieren kann, ist, dass man mehr Umsatz macht.“

Fragen und Antworten: So funktioniert der Kassel-Gutschein

Welche Beträge kann man wählen, wenn man einen Kassel-Gutschein verschenken will?

Der Gutscheinwert kann frei eingegeben werden – oder in festen Auswahlschritten zwischen 10 und 250 Euro.

Ist ein selbst aus dem Netz ausgedruckter Gutscheinzettel präsentabel genug für den Gabentisch?

Als Alternative wird es an mehreren Orten in Kassel vorcodierte Gutscheine zu kaufen geben. Die sind aus stabilem Karton, kommen im Umschlag und machen mehr her.

Ist es überhaupt nötig, den Kassel-Gutschein auf Papier zu haben?

Wer es traditionell mag, hat zu Verschenk-Anlässen gern etwas in der Hand. Doch nötig ist das nicht, der Gutschein funktioniert am flexibelsten auf dem Smartphone. Er kann vom Schenker zum Beschenkten auf sozialen Medien geteilt werden, versehen mit einer Grußbotschaft und einem persönlichen Foto. So hat man den Kassel-Gutschein als Code auch immer zum Einlösen dabei. Vor allem Jüngere dürften das als Vorteil sehen.

Kann man auch Gutscheine verschenken, die nur für bestimmte Akzeptanzstellen gelten – etwa fürs Lieblingsrestaurant?

Ja, auch das ist ab dem 1. Dezember möglich. Auf der Website kassel-gutschein.de kann man nach Anklicken des betreffenden Anbieters festlegen, dass der Gutschein nur dort gültig sein soll.

Wie weiß der Empfänger nach der Einlösung von Teilbeträgen, wie hoch der Gutscheinwert noch ist?

Dazu muss er auf der Website bloß den Zahlen- und Buchstabencode eingeben, der außer dem QR-Code noch auf dem Gutschein steht. Niemand, weder Schenker noch Beschenkter, muss persönliche Daten angeben oder ein Benutzerkonto anlegen.

Welche Kosten kommen auf Händler und Wirte zu, die mitmachen wollen?

Für jede Gutschein-Einlösung wird eine Provision von 3 Prozent berechnet, mit der die Abrechnungstechnik finanziert wird. Davon abgesehen entstehen keinerlei Kosten. Akzeptanzstellen können eine kostenlose Händler-App für Smartphones oder Tablets nutzen – damit kostet die Gutschein-Verbuchung per QR-Code noch nicht mal Zeit.

Wer steht hinter dem Gutschein-Netzwerk und wo gibt es Informationen?

Über das Vernetzungsprojekt „Smart Kassel“ wird der Aufbau des Gutscheinsystems mit Fördergeld des Bundes vorangetrieben. Die Teilnahme steht aber Einzelhändlern, Gastronomen und Dienstleistern in ganz Nordhessen offen. Nähere Informationen beim Kasseler Verein der City-Kaufleute, Tel. 05 61/8 16 44 96, E-Mail: redaktion@einkaufen-kassel.de

Was ist, wenn ein Geschäft bereits eigene Geschenkgutscheine ausstellt?

Das kann jeder Händler auch weiterhin tun und dennoch Akzeptanzstelle für den Kassel-Gutschein werden. Das Konzept verträgt sich mit allen hausinternen Abläufen einzelner Geschäfte. Wer will, kann die Abrechnung der Gutscheine über eine Software-Schnittstelle direkt ans eigene elektronische Kassensystem anbinden.

Wie können Arbeitgeber mit den Gutscheinen dem örtlichen Einzelhandel in Corona-Zeiten helfen?

Chefs können ihren Mitarbeitern monatlich 44 Euro als Gutscheinwert zukommen lassen, ohne dass darauf Steuern und Sozialabgaben anfallen. Wer diese Möglichkeit für Belegschafts-Geschenke nutzt, unterstützt die regionale Wirtschaft. (Axel Schwarz)

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