Halit-Platz wird am 1. Oktober eingeweiht

Kassel. In Kassel wird am 1. Oktober ein Platz nach dem im Jahr 2006 ermordeten Neonazi-Opfer benannt. Damit werde ein Zeichen des Erinnerns an Halit Yozgat gesetzt.

Das teilte die Stadt am Dienstag mit. Der türkischstämmige Mann war am 6. April 2006 in seinem Kasseler Internetcafé mutmaßlich von den Rechtsterroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)erschossen worden.

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Am künftigen Halitplatz soll - in unmittelbarer Nähe zum Tatort in der Holländischen Straße - auch ein Gedenkstein mit einer Inschrift aufgestellt werden. Diese sei mit den weiteren sechs von der Mordserie betroffenen Städten (Nürnberg, München, Hamburg, Rostock, Dortmund und Heilbronn) abgestimmt und einheitlich, erklärte die Stadt.

Archivfotos von den Bauarbeiten am Halit-Platz

Bauarbeiten am zukünftigen Halit-Platz

In einer bewegenden Rede auf der zentralen Gedenkfeier für die Neonazi-Terroropfer im Februar in Berlin hatte Halit Yozgats Vater Ismail den Wunsch geäußert, die Straße nach seinem Sohn zu benennen. Dies hatte zu Diskussionen in Kassel geführt, bis der Platz als Lösung gefunden wurde. Die Stadt hat die Gestaltung des Halitplatzes nach eigenen Angaben mit der Familie des Ermordeten abgestimmt. (dpa)

Archivvideo: Platz vor Hauptfriedhof wird nach Halit Yozgat benannt

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