Ausstellung zur Firmen- und Familiengeschichte

Die Henschels aufgefrischt: Restaurierte Familienporträts im Henschelmuseum in Kassel

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Der Anfang ist gemacht: Helmut Weich vom Henschelmuseum präsentiert das restaurierte Porträt von Alexander Carl Henschel. Drei weitere Gemälde sollen noch restauriert werden.

Im Kasseler Henschelmuseum werden derzeit die Familienporträts der Henschels restauriert. Eines davon kann bereits jetzt besichtigt werden, die drei anderen werden noch bearbeitet.

  • Vier Ölgemälde der Familie Henschel kommen frisch restauriert ins Henschelmuseum in Kassel
  • Eines kann bereits jetzt besichtigt werden: Alexander Carl Henschel
  • Kasseler Restauratorin Beate Demold erledigt die Restaurierungsarbeiten

Wer früher etwas auf sich hielt und das nötige Kleingeld hatte, ließ ein Gemälde von sich anfertigen. Da wundert es kaum, dass es auch von Kassels ehemals reichster Unternehmerfamilie, den Henschels, diverse Porträts gibt. Eines davon ist jetzt frisch restauriert im Henschelmuseum an der Wolfhager Straße zu sehen.

Es gehört zu einer Gruppe von vier wertvollen Ölgemälden, die über viele Jahre in den USA hingen. Und zwar in der Wohnung der 75-jährigen Bettina Günther, einer geborenen Henschel, die in South Carolina lebt.

Ausstellung zur Firmen- und Familiengeschichte stellt Bilder der Familie Henschel aus

Sie hatte mit dem Henschelmuseum Kontakt und sich entschieden, die Bilder abzugeben. In der Ausstellung zur Firmen- und Familiengeschichte sollen sie präsentiert werden.

Wie vereinbart kamen die Gemälde aus dem 19. Jahrhundert im März gut geschützt als Luftfracht an. Der einzige Haken an der Geschichte: Alle vier Gemälde sind nicht mehr taufrisch und müssen restauriert werden.

„Wir sind sehr froh, dass uns die Boesken-Stiftung dabei finanziell unterstützt“, sagt Helmut Weich, der Leiter des ehrenamtlich betriebenen Museums. Im Mai hatte der Sohn des 91-jährigen ehemaligen Henschelchefs Dietrich H. Boesken dem Museum 5000 Euro für dieses Projekt zur Verfügung gestellt.

Technik-Museum Kassel/Henschelmuseum in Kassel:

Henschelmuseum in Kassel zeigt Geschichte des ehemals größten Lokomotivherstellers Europas

Das Museum befindet sich in Rothenditmold auf dem ehemaligen Henschelgelände. Die Ausstellung in dem früheren Verwaltungsbau ist als Rundgang chronologisch konzipiert. Vom Gründungsjahr 1810 bis ins 20. Jahrhundert.

Unter dem Dach des Henschelmuseums gibt es zudem ein riesiges Archiv mit Zeichnungen und Fotos, die die Geschichte von Henschel als ehemals größter Lokomotivhersteller Europas dokumentieren.

Die ehrenamtlichen Betreiber freuen sich darüber, dass jetzt das erste der Ölgemälde restauriert ist. Auf Vermittlung der Stadt hat das die Kasseler Restauratorin Beate Demold erledigt.

Restauration der Familienporträts noch in vollem Gang

Das Bild zeigt Alexander Carl Henschel (1810 bis 1860), den Sohn des früheren Firmenchefs Carl Anton Henschel. Gemalt hat es Emilie von der Embde, die aus einer bekannten Kasseler Malerfamilie stammt.

Auch die drei anderen Bilder sollen noch restauriert werden. Carl Anton Henschel ist als Nächster dran, danach folgen Firmengründer Georg Christian Carl Henschel und seine Frau Friederike.

Service: Henschelmuseum, Wolfhager Str. 109, geöffnet am Samstag, 4. Januar, und Sonntag, 5. Januar, von 14 bis 17 Uhr und an jedem weiteren ersten Wochenende des Monats, Eintritt frei, Spenden willkommen.

Die Henschels in Kassel:

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