Schellenberg ist stellvertretende Chefin im Stadtmuseum

Kathrin Schellenberg wurde 1975 in Kassel geboren: Seit 1. Juli ist sie stellvertretende Leiterin des Stadtmuseums. Foto: Schachtschneider

Kassel. Auch wenn sich ihre zurückliegenden beruflichen Stationen in Hannover, Celle und Wolfsburg befanden, so kennt sie Kassel doch wie ihre Westentasche.

Der Grund: Kathrin Schellenberg ist, wie sie sagt, eine waschechte Kasselänerin. Seit 1. Juli ist die 40-Jährige die neue Historikerin – offiziell: wissenschaftliche Mitarbeiterin – im Kasseler Stadtmuseum, Nachfolgerin von Dr. Alexander Link, der im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten ist, und außerdem die neue stellvertretende Leiterin des Hauses.

Nach ihrem Abitur am Friedrichsgymnasium und einem Freiwilligen Sozialen Jahr in einer Kita in Fulda-brück studierte Kathrin Schellenberg in Kassel Kunstwissenschaft und Geschichte. Ihre erste Stelle trat sie im historischen Museum Hannover an. Es folgten Aufgaben als Historikerin, aber auch als Projektmanagerin, Ausstellungsgestalterin und Redakteurin von Katalogen. Das ganze Spektrum von der wissenschaftlichen bis zur pädagogischen Arbeit in einem Museum ist Kathrin Schellenberg vertraut.

Die Leitfrage, mit der sie ihre neue Stelle in Kassel antritt, lautet: Was könnte die Besucher interessieren? Dabei wolle sie immer den Blickwinkel möglichst weit geöffnet halten, unabhängig davon, dass ihre ganz persönliche „Liebhaberei“ das 18. Jahrhundert ist.

Die neue Dauerausstellung im Haus am Ständeplatz soll vor allem ansprechend sein – auch für neue Zielgruppen. „Wir müssen uns der Stadtgesellschaft öffnen“, sagt Schellenberg. Man dürfe nicht davon ausgehen, dass die Menschen, vor allem Jugendliche – von allein ins Museum kommen. Spannende Themen für Sonderausstellungen könnten da ein Angebot sein. „Wir werden immer ein klassisches Museum bleiben, aber wir müssen auch offen für neue Medien sein“, sagt die Historikerin. Audioguides in verschiedenen Fremdsprachen oder Zusatzinformationen, die sich hinter von Smartphones lesbaren QR-Codes verbergen, seien bereits als Ideen in ihrem Kopf.

Außerdem hält Schellenberg die Vernetzung mit Vereinen, Gesellschaften, auch Schulen, mit denen man zusammenarbeiten könne, für „unerlässlich“.

Verschiedene Ausstellungen und Projekte Schellenbergs sind in der Vergangenheit ausgezeichnet worden, beispielsweise die von ihr mitentwickelte Dauerausstellung im volkskundlichen Bomann-Museum im Celler Schloss für „lebendige Geschichtspräsentation“.

Von den Kasseler Kollegen im Haus am Ständeplatz sei sie freundlich aufgenommen worden, sagt Schellenberg, ebenso von den „Freunden des Stadtmuseums“. „Ich hatte immer das große Glück, mit engagierten und starken Fördervereinen im Rücken arbeiten zu können.“ Darauf freue sie sich auch in Kassel und vor allem darauf, daran mitzuarbeiten, dass bald wieder Leben ins Stadtmuseum einzieht.

Kathrin Schellenberg ist verheiratet und lebt mit ihrem Ehemann in Fuldabrück-Dörnhagen.

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