Viele Unternehmen stellen auf natürliche Produkte um

Immer mehr Unternehmen stellen auf Bio um

Kassel. Seit Jahren erleben Bio-Produkte einen Aufwind. Sie sind immer mehr gefragt. Das zeigen auch jüngste Entwicklungen in Kassel, wo sich einige Unternehmen zurück zur Natur bewegen. Wir stellen drei Unternehmen vor, die mit der Umstellung auf naturbelassene Produkte werben.

Das Garni-Hotel „Wilhelmshöher Tor“ an der Heinrich-Schütz-Allee 24 ist das erste Bio-Hotel in Kassel. Seit Mai 2012 darf sich das Haus so nennen, das ausschließlich Bio-Produkte einkauft und zum Verein „Bio-Hotels“ zählt.

Die Entscheidung, Bio-Hotel zu werden, war für uns keine Modeerscheinung, sondern ein konsequenter Schritt für eine gute Zukunft“, sagt Anette Trayser (43), Geschäftsführerin des Hotels. Regionale Produkte in Bioland-Qualität kämen auf den Tisch. Zur Kundschaft des Hotels gehören immer mehr Gäste, die gezielt in einem Bio-Hotel nächtigen wollen.

Das Haus wird mit 100 Prozent Ökostrom versorgt, die Wäscherei arbeitet nach zertifizierten Richtlinien, das Shampoo in den Hotelzimmern trägt das Bio-Siegel. Eine Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück kostet 95 Euro. Das Einzelzimmer gibt es für 70 Euro die Nacht.

Antonio Herbst bietet seinen Gästen Eissorten der besonderen Art: Zitrone-Basilikum, Gorgonzola-Walnuss und Avocado gibt es in seinem Bio-Eissalon „Cortina“ (Wilhelmshöher Allee 134). Herbst übernahm die Eisdiele vor zehn Jahren und wagte 2009 die Umstellung auf Bio: „Ich habe eine Herausforderung gesucht“, sagt der gelernte Buchhalter. Er wollte zurück zu einem natürlichen Eis, ohne Farb- und Aromastoffe.

Neben dem Eis seien auch Kaffee, Tee, Säfte und Waffeln nach ökologischen Richtlinien erzeugt. „Die Umstellung war hart. Ich habe mich schon gefragt, ob der andere Geschmack bei den Kunden ankommt“, sagt der 41-Jährige. Doch seine Gäste seien ihm treu geblieben. Eine Kugel zum Mitnehmen kostet bei ihm einen Euro.

Meditative Klänge, aromatische Düfte und sanftes Licht empfangen die Kunden in Peter Fischers Frisörsalon Amandus in der Elfbuchenstraße 10. Seit 2007 betreibt der gelernte Frisörmeister und Heilpraktiker seinen Laden im Vorderen Westen und arbeitet ausschließlich mit Produkten auf natürlicher Basis.

„Die ganzheitliche Behandlung steht bei mir im Vordergrund“, sagt der 61-Jährige. So sei es wichtig, dem Haar durch eine Bürstenmassage Glanz zu verleihen statt durch eine chemische Spülung. Auch bei Haarfärbungen greift Fischer auf Pflanzenfarbe zurück. Fischer rechnet nach Stunden ab: Eine Stunde kostet 59,50 Euro, zwei Stunden 99,50 Euro. Behandlungen mit Pflanzenfarbe werden nach Materialaufwand berechnet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten läuft Fischers Salon jetzt gut.

Angebot von Biolebensmitteln

Lebensmittel, die mit dem Bio-Siegel ausgezeichnet sind, entsprechen den ökologischen Richtlinien der Ökoverordnung der Europäischen Union. Produkte mit der Aufschrift „aus kontrolliert biologischem Anbau“ und „Öko“ sowie private Label wie Bioland oder Demeter müssen mindestens den Anforderungen dieser Verordnung entsprechen.

Zehn Naturkostläden und vier Biohöfe in und um Kassel bieten Gelegenheit zum Einkauf in der Region. Die Höfe sind in Baunatal, Lohfelden, Kassel und Altenhasungen (bei Wolfhagen) angesiedelt. Das Angebot der Hofläden unterscheidet sich. Von Obst und Gemüse über Eier und Nudeln, Käse und Fleisch bis zu Backwaren ist in den Läden alles erhältlich. (rax)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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