Universität Kassel bietet Mittagessen zum Mitnehmen an – Bezahlung nur mit Campus-Card

In der Mensa-Küche wird wieder gebrutzelt

Der Student Fahd Hamouda (24) hat sich in der Zentralmensa der Universität Kassel am Tag der Wiedereröffnung einen Mensa-Burger zum Mitnehmen geholt.
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Der Student Fahd Hamouda (24) hat sich in der Zentralmensa der Universität Kassel am Tag der Wiedereröffnung einen Mensa-Burger zum Mitnehmen geholt.

Mensa-Burger statt Haferbrei: Für Georg Weder ist das eine gelungene Abwechslung. Der 29-Jährige hat sich am Mittwoch das erste Mal seit langer Zeit wieder ein Mittagessen in der Zentralmensa der Uni Kassel gegönnt.

Die hat nämlich endlich wieder geöffnet. Essen gibt es aber momentan auch hier nur zum Mitnehmen. Der Student hat es eilig: „Sonst wird mein Burger kalt“, sagt er und geht weiter.

Außer Mensa-Burger gibt es heute bunten Frühlingssalat mit Hähnchenbruststreifen und Falafel mit Mango-Chutney und Reis. 339 Essen gehen an diesem Tag über die Theken, deutlich mehr als die 100 geplanten Mahlzeiten. Hildegard Siefers, Leiterin der Hochschulgastronomie, sagt: „Wir können aber bis zu 500 ausgeben.“ Die Mahlzeiten werden in Einweggeschirr aus Maisstärke verpackt: „So tappen wir nicht in die Umweltfalle.“

Wer sich für ein Essen entschieden hat, schiebt den Tablettwagen an eine der Kassen, die mit Plexiglas verkleidet sind. Bezahlen ist nur noch mit der Campus-Card möglich. Ein Gang aus Tischen weist den Weg in Richtung Ausgang. Dort werden die Tablettwagen zum Desinfizieren abgegeben.

Auch in der Mensa gilt die Abstandsregel, die mithilfe von Klebestreifen auf dem Boden kenntlich gemacht ist. Nur Menschen aus einem Haushalt dürfen zusammen herein. Ob die Regeln eingehalten werden, behalten die Mensamitarbeiter, aber auch die Gäste selbst im Blick. Dabei kann es aber auch zu Missverständnissen kommen, erzählt Siefers. Sie habe eben zwei Frauen darauf hingewiesen, dass sie nicht gemeinsam hereindürfen. „Die waren irritiert, sagten sie seien Schwestern und wohnen zusammen.“

Das kann Katharina Zaychenko nicht passieren. Die 24-Jährige ist allein gekommen. Sie schreibt gerade ihre Doktorarbeit und sagt: „Bei mir gab es sonst Nudeln mit Gemüse. Die Mensa ist für mich ein großer Mehrwert.“ Etwas Süßes darf bei ihr nicht fehlen. „Deshalb habe ich Mousse au Chocolat gekauft.“

Geselliger sieht es draußen aus. Dort sitzen viele auf Bänken und den Stufen der Ahnemulde – mit Abstand. Sie genießen die Pause vom Bildschirm. So auch Denise Peschka: „Ich freue mich schon den ganzen Morgen auf die Mensa. Es ist meine Auszeit, bevor ich wieder acht Stunden Vorlesungen im Internet schauen muss.“

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